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Russland

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Flagge
Hauptstadt Moskau
Amtssprache Russisch
Staatsoberhaupt Präsident Wladimir Putin
Einwohnerzahl etwa 147 Millionen
Fläche etwa 17.125.000 Quadratkilometer
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Wo das Land in Asien und Europa liegt
Übersicht: Alle Staaten der Erde

Russland ist das größte Land der Erde. In ihm liegt der Ural, ein Gebirge, das die Grenze zwischen Europa und Asien bildet. In Russland leben mehr Menschen als in jedem anderen Land Europas. Russland hatte lange Zeit fremde Länder besetzt und als „Sowjetunion“ vereint.

Sieben von zehn Einwohnern leben im europäischen Teil Russlands. Gerade im asiatischen Teil Russlands gibt es viele Gegenden, in denen kaum jemand. Sibirien liegt im Norden des Landes und gehört teilweise zur Arktis. Dort ist es sehr kalt und es liegt meist Schnee. Südlich davon liegen die Tundra, die Taiga, Steppen oder Wüsten und Gebirge. Im Norden grenzt Russland an den Arktischen Ozean, in die anderen Richtungen grenzt es an sehr viele verschiedene Länder.

Der Name Russland kommt von dem „Rus“, das war eine Herrschaft im Mittelalter. Die Hauptstadt Moskau liegt tief im Landesinneren, im europäischen Teil. Sankt Petersburg hingegen, die frühere Hauptstadt, liegt an der Ostsee und hat viele alte Gebäude, die mehr an das alte Europa erinnern.

Russland hat zwar viele Rohstoffe in seiner Erde, wie Erdöl und Erdgas. Viele andere Länder Europas kaufen Erdöl und Erdgas aus Russland. Es gibt auch viele Maschinen, die in Russland hergestellt werden und eine bedeutende Landwirtschaft. Dennoch sind viele Menschen in Russland sehr arm und werden auch nicht so alt wie in anderen Ländern Europas.

Wie sieht das Land aus?

Die Urwälder von Komi sind ein Weltnaturerbe.

Russland ist das größte Land der Erde, mit einer Fläche von 17 Millionen Quadratkilometern. Ganz Europa hat nur 10 Millionen und die Europäische Union nur vier Millionen Quadratkilometer. Russland ist eher lang gestreckt von Westen nach Osten, so dass es elf Zeitzonen kennt. Das Land hat fast zwei Millionen Seen und den längsten Fluss Europas, die Wolga.

Richtige Wüsten gibt es in Russland nicht so viele. Aber auch in den Steppen wird es im Sommer sehr heiß, im Winter jedoch sehr kalt. Nördlich von den Steppen kennt man viele andere Klimazonen.

In manchen Gegenden gibt es sehr viel Wald, etwa in der Taiga. Die vielen Wälder Russlands sind sehr wichtig für das Klima der Welt. Weiter nördlich liegt die kältere, baumlose Tundra, dann kommt die Eiswüste der Arktis.

In Russland sieht man viele verschiedene Tierarten. Dazu gehören große Raubtiere wie der Braunbär, der Polarbär, der Amurtiger und der Schneeleopard. Große Pflanzenfresser sind die Saiga-Antilope und mehrere Hirsch-Arten.

Was ist früher in Russland passiert?

Ein Palast der Zarin Katharina der Großen, aus dem 18. Jahrhundert. Er steht in der Nähe von Sankt Petersburg, der zweitgrößten Stadt des Landes.
Zwei Diktatoren: Links sieht man Lenin, der die Sowjetunion gegründet hat. Rechts von ihm sitzt Stalin, der nach ihm die Macht übernommen hat.

Die Vorfahren der Russen waren Ostslawen. Im frühen Mittelalter regierten Wikinger über viele Ostslawen. Einer von ihnen war Rurik, der die Kiewer Rus gegründet hat. Die Rus war ein großer Bund von Völkern. Von dieser Rus hat Russland seinen Namen, aber auch Weißrussland und die Ukraine haben ihren Ursprung in der Rus.

Russland hatte bis 1917 einen Kaiser, den Zaren. Danach gab es eine Revolution und das Land wurde von einer Gruppe regiert, die sich Kommunisten nannte. Damals hieß das Land Sowjetunion und bestand auch aus anderen Ländern, zum Beispiel dem heutigen Kasachstan und der Ukraine.

Erst im Jahr 1991 mussten die Kommunisten die Macht abgeben. Damit zerfiel die Sowjetunion. Die besetzten Länder wie Estland oder die Ukraine wurden unabhängig. Im Jahr 2014 hat Russland sich einen Teil der Ukraine einverleibt, nämlich die Halbinsel Krim. Im Jahr 2022 versuchte Russland, mit einem Überfall die ganze Ukraine zu erobern.

Was muss man über die Menschen wissen?

Die meisten Einwohner Russlands sehen sich als Russen. Ihr Staat hat große Teile von Asien erobert und behandelt sie wie Kolonien. Die russische Sprache hat andere Buchstaben als die deutsche. Diese heißen Kyrillisch und werden auch in einigen anderen osteuropäischen Ländern verwendet.

Es gibt auch eine eigene russische Kirche, die sich orthodox nennt. Drei Viertel der Einwohner gehören ihr an. Sie stammt aus dem Ostteil des Römischen Reiches.

Gerade im asiatischen Teil und im Kaukasus sprechen viele Einwohner auch andere Sprachen als Russisch. Das sind vor allem Turksprachen, wie auch Türkisch eine ist: Beispiele sind Wolga-Tartarisch, Baschkirisch und Tschuwaschisch. Mordwinisch, Mari und Udmurtisch hingegen sind mit Sprachen wie Finnisch und Ungarisch verwandt.

Es sind auch nicht alle Einwohner Christen: Viele haben als Religion den Islam. In Russland leben auch Buddhisten und Juden.

Wer hat in Russland das Sagen?

Der Kreml in Moskau ist eine alte Burganlage. Diesen Palast nutzt der russische Präsident Putin.

Russland hat seit dem Jahr 1993 seine Verfassung von heute. Darin steht geschrieben, dass die Russen Menschenrechte haben. Ein Beispiel ist das Recht, seine Meinung frei zu äußern. Trotzdem kommen dafür immer wieder Menschen ins Gefängnis. Das Land nennt sich Russländische Föderation. Es soll also Bundesländer haben wie auch zum Beispiel Deutschland oder Österreich.

Russland hat ein Staatsoberhaupt, das vom Volk gewählt wird. Der Gewählte ist dann sechs Jahre lang Präsident. Das Parlament heißt Föderationsversammlung und besteht aus zwei Teilen. Das eigentliche Parlament ist die Staatsduma, die alle fünf Jahre gewählt wird.

In der Wirklichkeit hat der Präsident viel mehr Macht, als es nach der Verfassung aussieht. Seit dem Jahr 2000 heißt der Präsident Wladimir Putin. Putin will, dass Russland wieder so groß und mächtig wie die Sowjetunion wird. Politiker und Journalisten, die nicht seiner Meinung sind, werden eingeschüchtert oder eingesperrt. Russland ist heute eine Diktatur.

Wofür ist Russland bekannt?

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Matrjona war früher in Russland auf dem Land ein verbreiteter Frauenname. So kam die Matrjoschka zu ihrem Namen. Sie soll eine typische russische Landfrau darstellen.

Russland kennt man in der Welt für vielerlei Dinge. Bekannt sind zum Beispiel die Matrjoschkas. Das sind bunte Holzpuppen, die ineinander geschachtelt werden können. Sie wurden im 19. Jahrhundert von einem Maler aus Moskau erfunden. „Väterchen Frost“ hingegen ist eine Art Weihnachtsmann. Am Neujahrestag beschenkt er die Kinder.

Aus Russland stammen auch viele bekannte Leute wie der Komponist Peter Tschaikowski, der Ballettmusiken wie „Dornröschen“ oder „Der Nussknacker“ komponierte. Berühmt sind auch Schriftsteller wie Leo Tolstoi oder Fjodor Dostojewski. Den Künstler Peter Carl Fabergé aus Sankt Petersburg kennt man für seine bunten Fabergé-Eier.

Die Russen essen gerne Pelmeni. Das sind Teigtaschen, die mit Fleisch gefüllt sind. In Russland kann man sie in jedem Lebensmittelgeschäft finden. Traditionell isst man sie mit Smetana, einer sauren Sahne, Russische Jugendliche mögen sie mit „Ketchunaise“, einer Mischung aus Ketchup und Mayonnaise.

Eine andere bekannte russische Speise ist die Borschtsch, eine Suppe mit Roter Bete. Sie wird dort vor allem im Sommer gegessen.




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