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Fluss

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Der Fluss Reuss in Luzern in der Schweiz

Ein Fluss ist ein Gewässer, das fließt. Ein kleiner Fluss heißt Bach, ein besonders großer ist ein Strom. Der Fluss beginnt an einer Quelle, wo Wasser aus dem Boden kommt. Er endet bei der Mündung, wo der Fluss ins Meer fließt. Weil Flüsse bei der Mündung ins Meer meist sehr flach und träge fließen, lagern sie dort ihren Sand ab und bilden eine dreieckige Landform. Die nennt man Delta. Dort teilt sich der Fluss meist noch in mehrere Arme auf.

Viele Flüsse fließen allerdings nicht direkt ins Meer, sondern in einen anderen Fluss. Sie sind also nur Nebenflüsse des Flusses, der der längste von ihnen ist. Diese Flüsse zusammen bilden ein Flusssystem. Es sorgt dafür, dass das Wasser aus einem großen Gebiet dort nicht bleibt, sondern abfließt.

Flüsse sind also ein wichtiger Teil des Wasserkreislaufs: Die Sonne erhitzt das Wasser des Meeres. Es verdunstet zu Wolken, die auch über das Land ziehen. Dort regnet es. Das Regenwasser wird zu Grundwasser unter der Erde, und an einigen Orten bilden sich Quellen. Das Wasser aus den Quellen fließt dann über die Flüsse wieder ins Meer.

Die längsten Flüsse auf der Welt sind der Nil in Afrika und der Amazonas in Südamerika. Der Rhein ist der längste Fluss, der zumindest teilweise sowohl durch die Schweiz als auch durch Deutschland fließt. Durch Deutschland und Österreich fließ die Donau, die insgesamt noch viel länger ist. Durch die Schweiz und Frankreich fließt die Rhone.

Was bedeuten Flüsse für Menschen?

Dieses Kraftwerk steht in der Ruhr in Nordrhein-Westfalen: Mit solchen Flusskraftwerken oder Laufwerkkraftwerken macht man elektrischen Strom.

Für die Menschen waren Flüsse schon immer sehr wichtig: Fast alle Städte hat man an Flüssen gegründet, weil diese die wichtigsten Verkehrswege waren. Strassen hätten erst gebaut werden müssen. Zudem hatte man immer genügend Wasser zum Trinken. Außerdem fingen die Menschen Fische und andere Tiere aus dem Wasser.

Wenn immer möglich transportierten die Menschen ihre Waren auf den Flüssen. Das war weit einfacher, als sie auf Karren von einem Ort zum anderen zu bringen. Flussaufwärts wurden die Boote gestakt, indem man sie mit langen Stangen auf dem Flussgrund vorwärts stieß. Manchmal zogen Männer oder Tiere die Boote an Seilen vom Flussufer aus. Das nennt man „treideln“.

Heute befördern Autos und die Eisenbahn die meisten Menschen und Waren. Große Ladungen werden jedoch billiger auf den Flüssen verschoben. Auf dem Rhein beispielsweise werden von Rotterdam bis Basel Erdöl, Getreide und viele andere Waren befördert, oft in Containern. Viele Flüsse wurden sogar durch Kanäle miteinander verbunden, beispielsweise der Rhein über den Main mit der Donau oder der Rhein mit der Rhone.

Bevor Menschen große Brücken bauen konnten, brauchten sie eine Furt, um den Fluss zu überqueren. Das ist eine flache Stelle. Darum tragen manche Städte, die an so einer Stelle entstanden, das Wort bis heute in ihrem Namen, wie zum Beispiel Frankfurt oder Erfurt.



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