London

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Gleich mehrere Sehenswürdigkeiten auf einem Bild: In der Mitte sieht man den Turm „Big Ben“ mit einer großen Uhr, der zum Parlament gehört.

London ist die Hauptstadt Großbritanniens. Zugleich befindet sich dort der Buckingham Palace, der Wohnsitz der englischen Königsfamilie Windsor. Die Stadt hat über acht Millionen Einwohner und damit mehr als jede andere in der Europäischen Union. Sie liegt im Südosten Englands, am Fluss Themse, über den Schiffe in die Nordsee fahren können.

Bis vor etwa 100 Jahren war London die größte Stadt der Welt. Damals herrschten die Briten über ein riesiges Weltreich, das sich über einen Viertel der Erde ausdehnte. Auch heute ist London noch eine wichtige Stadt für die europäische Politik und Wirtschaft. Mit sechs internationalen Flughäfen und mehreren Hauptbahnhöfen ist es zudem ein Verkehrsknotenpunkt.

In London findet man zahlreiche Theater, Museen und Orte für Musik oder Sport. Eines der bekanntesten Museen ist das British Museum mit Kulturgütern aus der ganzen Welt. Zu den alten Sehenswürdigkeiten in London wie dem Big Ben oder dem Westminster Abbey ist im Jahr 2000 ein besonders auffälliges hinzugekommen: Das London Eye, das Auge von London, ist das viertgrößte Riesenrad der Welt.

Was passierte früher in London?

Der Tower of London ist eine alte Festung, die im 11. Jahrhundert von Wilhelm dem Eroberer erbaut wurde. Darin werden unter anderem die Kronjuwelen der Königin aufbewahrt.

London wurde im Jahr 50 nach Christus von den Römern gegründet. Damals hieß die Stadt noch Londinium und war die Hauptstadt der römischen Provinz Britannien. Nachdem die Römer sich zurückgezogen hatten, wurde Londinium von den Germanen zerstört. Die Stadt wurde zwar neu gegründet, war danach aber lange Zeit klein und unbedeutend.

Erst im Jahr 1066 machte König Wilhelm der Erste sie wieder zur Hauptstadt von England. Damit löste es die alte Hauptstadt Winchester ab. Im Jahr 1707 wurde London mit dem „Act of Union“, dem Zusammenschluss von Schottland und England, die Hauptstadt von Großbritannien.

In der Neuzeit eroberten britische Seefahrer zahlreiche Kolonien. So wurde auch London zu einer immer bedeutenderen Handelsstadt. Man errichtete imposante Bauwerke, die der Macht des Britischen Weltreichs Ausdruck verleihen sollten. Besonders im Zeitalter der Industrialisierung stiegen die Bevölkerungszahlen enorm an. Dadurch entstanden viele Armenviertel wie Whitechapel, wo 1888 der Mörder „Jack the Ripper“ umherging.

London wurde aber auch schon von vielen Katastrophen heimgesucht. Im Jahr 1666 zerstörte ein Großbrand vier Fünftel der damaligen Stadt. Ausbrüche von Krankheiten wie der Pest oder Cholera kosteten zahlreichen Londonern das Leben. Im Zweiten Weltkrieg zerbombten deutsche Flugzeuge weite Teile der Stadt. Viele Bewohner suchten damals Zuflucht in den U-Bahnhöfen.

Im Jahr 1965 fanden einige Politiker, man müsse die Stadtgrenzen von London erweitern. Man fand es nämlich unfair, dass die Vororte vom Öffentlichen Nahverkehr und anderen Dingen profitierten aber keine Steuern an die Stadt zahlen mussten. Darum wurden viele umliegende Städte eingemeindet. Die Landschaft dazwischen wurde weitgehend überbaut. Dafür hat es in London besonders viele große Parks.

Was sollte man über die Londoner wissen?

Die U-Bahn von London ist die älteste der Welt. Sie wird täglich von etwa vier Millionen Menschen genutzt.

In London und Umgebung wohnen mehr als 14 Millionen Menschen. Viele von ihnen wurden gar nicht in London geboren, sondern sind von woanders her eingewandert. Oft kommen die Einwanderer aus den Kolonien des ehemaligen Weltreichs wie Indien, Pakistan, Nigeria, Irland oder Ägypten.

Viele Menschen ziehen auch aus anderen Teilen Großbritanniens nach London, weil sie dort studieren oder eine gute Arbeit gefunden haben. In der Stadt hört man darum viele verschiedene Dialekte der englischen Sprache. Die meisten Londoner sind Christen. Unter den Einwanderern gibt es aber auch viele Juden, Muslime und Hindus.

London ist eine Stadt, die viele reiche Menschen anzieht. In keiner anderen Stadt gibt es so viele Milliardäre. In manchen Stadtteilen sind die Preise für Wohnungen so hoch, dass dort nur noch sehr reiche Menschen wohnen können. Viele Normalverdiener leben darum am Rande der Stadt.

Die Londoner lieben Fußball. In der Stadt und ihrer Umgebung gibt es insgesamt 17 verschiedene Profi-Vereine. Am erfolgreichsten ist der FC Arsenal aus Nord-London mit 13 Meistertiteln. Auch Cricket und Rugby sind sehr beliebt. Das größte Stadion auf dem Stadtgebiet ist das Wembley-Stadion mit 90.000 Sitzplätzen.



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