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Simbabwe

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Die Skyline von Harare

Simbabwe ist ein Land im Süden Afrikas. Es ist umgeben von vier Ländern: Sambia im Norden, Mosambik im Osten, Südafrika im Süden und Botswana im Westen. Die Hauptstadt von Simbabwe heißt Harare. Sie liegt im Nordosten des Landes und ist zugleich die mit Abstand größte Stadt des Landes. Harare ist die einzige Stadt mit über einer Million Einwohnern.

In Simbabwe gibt es 16 Amtssprachen. Dazu gehören neben Englisch auch noch Sprachen wie Chewa oder Shona, die ausschließlich in Afrika gesprochen werden. Früher hieß das Land nicht Simbabwe, sondern Rhodesien.

Was geschah früher in Simbabwe?

Alte Felsmalereien zeigen, dass hier schon vor tausenden von Jahren Menschen lebten.

Bereits vor zehntausenden von Jahre lebten Gruppen aus Jägern und Sammlern im heutigen Simbabwe. Über die Zeit von mehreren tausend Jahren entwickelte sich dort die Viehhaltung. Die Siedler waren Völker der Bantu.

Einige Jahrhunderte nach Christus kamen weitere Siedler hinzu, die ebenfalls Völker der Bantu waren. Über Fernhandel entwickelte sich eine organisierte Wirtschaft, bei der die Siedler mit Gold und Elfenbein handelten. Außerdem importierten sie Güter wie Seide oder Baumwolle aus dem weit entfernten Asien. Nach 1800 drangen Ndebele-Gruppen aus dem Süden hervor und unterdrückten die Völker des heutigen Simbabwe. Die Ndebele-Gruppen sind besondere Gruppen der Bantu.

Ab den 1890er Jahren erwarb Cecil Rhodes das Land der Ndebele-Gruppen. Von ihm bekam es den Namen Rhodesien. Rhodes teilte es in zwei Teile auf, in Nord- und Südrhodesien. Erst etwa 90 Jahre später konnte Südrhodesien am 18. August 1980 die Unabhängigkeit erlangen. Seitdem heißt Südrhodesien Simbabwe.

Während dreißig Jahren war Robert Mugabe der Chef der Regierung. Das Volk wurde jedoch mit ihm immer unzufriedener, weil er viel Geld in die eigene Tasche steckte und weil das Land dadurch immer ärmer wurde. Im November 2017 übernahm die Armee die Kontrolle über das Land. Mugabe musste daraufhin zurücktreten. Der neue Präsident heißt Emmerson Mnangagwa.

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es?

Bei den Victoriafällen stürzt das Wasser in die Tiefe. Auf diesem Foto aus der Luft sieht man das schäumende Wasser weiß.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Simbabwes zählen unter anderem die Victoriafälle. Der breite Wasserfall im Nordosten des Landes bildet eine Grenze zwischen Simbabwe und Sambia. Die Victoriafälle zählen zu den bekanntesten Wasserfällen der Welt. Sie sind benannt nach der englischen Königin Victoria.

Auch die vielen Nationalparks im Land sind einen Besuch wert. Der größte von ihnen ist der Hwange-Nationalpark. Er liegt im Westen des Landes nahe an der Grenze zu Botswana. Im Hwange-Nationalpark kann man eine große Anzahl an Tieren besichtigen. Dazu gehören zum Beispiel Afrikanische Elefanten, Flusspferde, Antilopen und Geparden.

Mit über 2500 Metern ist der Sambesi der längste Fluss Simbabwes. Der Sambesi ist der viertlängste Fluss Afrikas und fließt durch sechs verschiedene Länder.

Der höchste Berg in Simbabwe ist der Inyangani. Er ist fast 3000 Meter hoch und liegt in der Provinz Manicaland. Nicht nur der Inyangani, sondern jeder der 10 höchsten Berge Simbabwes liegt ebenfalls in dieser Provinz.

Wovon leben die Menschen?

Durch den fruchtbaren Boden ist eine gute Landwirtschaft möglich. Vor allem Mais wird hier angebaut. Aber auch Soja, Tabak oder Baumwolle. Simbabwe hat zwar viele Bodenschätzen, beispielsweise Gold, Platin, Nickel und sogar Diamanten. Aber diese werden wenig genutzt.

Nach der Unabhängigkeit im Jahr 1980 dachte man: Durch den Bergbau, die Landwirtschaft und den Tourismus müsste es Simbabwe bald sehr gut gehen. Tatsächlich aber ist Simbabwe heute eines der ärmsten Länder der Welt, trotz der vielen Bodenschätze. Nur jeder fünfte Einwohner hat hier einen richtigen Arbeitsplatz. Schuld daran sind unter anderem Politiker, die viel von diesem Reichtum für sich genommen oder an ihre [[Verwandtschaft|Verwandten verteilt haben.



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