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Lesotho

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Der Katse-Staudamm ist einer der höchsten in Afrika. Er liefert elektrischen Strom und Wasser für Trockenzeiten.

Lesotho ist ein winziges Land in Afrika, das von einem König regiert wird. Es hat ungefähr zwei Millionen Einwohner auf einer Fläche so groß wie Belgien. Der Landesname kommt von der Sprache, welche die Eingeborenen hier sprechen. Ehemals war Lesotho ein Teil des Britischen Weltreichs. Darum spricht man dort auch Englisch. Seit dem Jahr 1966 ist Lesotho ein unabhängiger Staat. Die Hauptstadt heißt Maseru. Sie ist mit 300.000 Einwohnern zugleich die größte Stadt des Landes. Lesotho ist komplett vom Nachbarland Südafrika umschlossen.

Das Land liegt hoch über dem Meeresspiegel, zwischen 1390 und 3482 Metern. Wegen dieser Lage ist es im Land nicht sehr heiß, obwohl es nicht so weit vom Äquator entfernt liegt. In den Bergen fällt sogar Schnee. Zwischen November und März gibt es viele Gewitter.

Wegen der Höhenlage wachsen kaum Bäume. Auch die Tiere werden nicht besonders groß: Das größte ist eine Antilope, die nur knapp so groß wird wie unser Reh. Dafür gibt es hier Tiere und Pflanzen, die es sonst nirgends auf der Welt gibt. Solche Lebewesen nennt man „Endemiten“. Vor fast 200 Jahren gab es in Lesotho noch Flusspferde, Zebras und sogar einige Löwen. Die gibt es aber heute nicht mehr, auch nicht in den beiden Nationalparks.

Wie leben die Menschen?

Diese Bauern verkaufen Bohnen nach der Ernte.
In dieser Fabrik wird Stoff hergestellt. Die Fabrik haben Chinesen gebaut.

Die allermeisten Einwohner stammen aus dem Bantuvolk, es gibt kaum andere Menschen. Ihre Muttersprache ist „Sesotho“. Das ist auch eine Amtssprache. Die zweite ist Englisch. Etwa neun von zehn Einwohnern sind Christen. Die übrigen blieben meist bei einer Religion ihrer Vorfahren. Es gibt auch einige Moslems und Hindus.

Etwa vier von fünf Menschen können lesen und schreiben. Die Frauen können das hier besser als die Männer, meist ist es umgekehrt. Die Grundschule ist zwar obligatorisch, aber nicht alle Kinder besuchen sie. Auch in den Schulen gibt es mehr Mädchen als Jungen. Die Sekundarschule kostet Geld, die besuchen noch weniger Kinder.

AIDS ist eines der größten Probleme im Land. Fast jeder vierte Erwachsene hat sich mit HIV angesteckt. So schlimm ist es sonst fast nirgends auf der Welt. Die Regierung hat viel zu spät angefangen, die Bevölkerung über diese Krankheit aufzuklären. Deshalb konnte sie sich auch so stark ausbreiten. Viele AIDS-Kranke leiden zusätzlich auch an Tuberkulose.

Mehr als die Hälfte der Menschen arbeitet in der Landwirtschaft. Sie pflanzen Mais und Hirse und betreiben [[Vieh]zucht. Das meiste davon essen sie selber. Viele sind Wanderarbeiter und verdienen ihr Geld auch in Südafrika im Bergbau. Das wird allerdings immer schwieriger.

Lesotho ist deshalb eines der ärmsten Länder der Welt. Viele Menschen dort leben in einfachen Behausungen und können sich kaum etwas zu essen leisten. Mehr als ein Viertel der Menschen sind sogar arbeitslos. Es gibt kaum eigene Industrie. Man findet zwar ab und zu große Diamanten, aber richtige Minen gibt es kaum.

Der wertvollste natürliche Rohstoff in Lesotho ist Wasser. Im Gebirge befinden sich die Quellen einiger großer Flüsse. Mit dem Wasser wird elektrischer Strom erzeugt. Es wird aber auch viel Wasser nach Südafrika verkauft. Dort herrscht besonders in der dicht besiedelten Umgebung von Johannesburg oft eine große Wasserknappheit.



Wissen kindgerecht und leicht verständlich – Mehr Wissenswertes über „Lesotho“ bei der Blinden Kuh.

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