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Helmut Kohl

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Helmut Kohl im Jahr 1986, als er schon vier Jahre Bundeskanzler war. Das Bild zeigt ihn bei einem großen Treffen, einem Parteitag, seiner Partei CDU.

Helmut Kohl war ein Politiker aus Deutschland. Er wurde erst Ministerpräsident des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Später war er Bundeskanzler. Dieses Amt hatte er länger als jeder andere Bundeskanzler, nämlich 16 Jahre. Seine Partei war die Christlich-Demokratische Union, die CDU. Kohl hatte zwei große Ziele: die deutsche Wiedervereinigung und die Einigung Europas.

Geboren wurde er im Jahr 1930. Er wuchs auf in der Stadt Ludwigshafen, im Stadtteil Oggersheim. Schon mit 16 Jahren war er Mitglied der Partei, wo er sein Leben lang sehr viel Zeit verbrachte. In Rheinland-Pfalz wurde er Ministerpräsident, als er erst 39 Jahre alt war. Er sorgte dafür, dass das Land moderner wurde.

Im Jahr 1973 wurde Kohl der Chef der Christdemokraten. Es dauerte aber noch fast zehn Jahre, bis er Bundeskanzler wurde. Kohl hatte viele Gegner in seiner Partei. Aber es gelang ihm immer wieder, Wahlen zu gewinnen.

Kurz nach seiner Zeit als Bundeskanzler fand man heraus: Reiche Leute haben Kohl viel Geld für die Christlich-Demokratische Union gegeben. Kohl hatte das verheimlicht, obwohl das verboten war, und wollte auch die Spender nicht verraten. Dafür bekam er viel Ärger.

Warum haben sich viele Leute über Kohl lustig gemacht?

Helmut Kohl war zunächst nur Ministerpräsident in einem kleinen Bundesland. Die Journalisten, also die Menschen von Zeitungen oder Fernsehen, waren neugierig auf ihn: Kohl kümmerte sich gut um sein Bundesland, war modern und aufgeschlossen und schimpfte auch über die großen Chefs in seiner eigenen Partei. Das kam gut an.

Aber als Kohl Bundeskanzler werden wollte, trauten ihm viele Leute das nicht zu. Er kannte sich nicht besonders gut mit der Wirtschaft und mit anderen Ländern aus. Außerdem sprach er Deutsch mit einem leichten Dialekt. Vor allem in Norddeutschland fand man das lächerlich. Es gab viele Witze über ihn, und man hat ihn gern nachgemacht. Erst nach der Wiedervereinigung Deutschlands hatte man mehr Respekt vor Kohl.

Was hat Kohl als Bundeskanzler gemacht?

Helmut Kohl und andere Politiker im Dezember 1989: Man feierte die Öffnung des Brandenburger Tores in Berlin.

Sein größter Erfolg fand im Jahr 1990 statt: Die Deutsche Demokratische Republik hörte auf zu bestehen, denn Deutschland wurde wiedervereinigt. Das ist wohl nicht allein Kohl zu verdanken. Aber der Bundeskanzler hat sich schon früh dafür eingesetzt und geschickt die anderen Länder dazu gebracht, dass sie nicht mehr gegen die Wiedervereinigung waren.

Kohl wollte auch mehr Einheit in Europa. Darum unterstützte er die Europäische Union. Er kämpfte auch dafür, dass die Europäer eine gemeinsame Währung haben, den Euro. Außerdem half er den Ländern im Osten von Europa, dass sie Mitglied der Europäischen Union werden konnten.

Im Jahr 2017 starb Kohl in Ludwigshafen. Er war Ehrenbürger Europas, erst der dritte. Im Europa-Parlament hat man seinen Sarg aufgestellt. Das war das erste Mal, dass man das mit einem Europäer machte. In einer Trauerfeier haben berühmte Politiker erzählt, woran sie bei Kohl denken. Erst danach wurde der Sarg auf einen Friedhof beim Speyerer Dom gebracht. Diese berühmte Kirche liegt nahe bei Ludwigshafen.



Wissen kindgerecht und leicht verständlich – Mehr Wissenswertes über „Helmut Kohl“ bei der Blinden Kuh.

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