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Glarus

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Die Landsgemeinde trifft sich jeden Mai im Ort Glarus. Sie fällt wichtige politische Entscheidungen.
Einen Teil ihres Geldes verdienen die Glarner mit dem Tourismus, im Sommer wie im Winter.

Glarus heißt ein Kanton in der Schweiz. Er hat nur eine kleine Fläche und nur etwa 40.000 Einwohner. Der Hauptort heißt ebenfalls „Glarus“. Er hat nur etwas mehr als 12.000 Einwohner. Die allermeisten Bäche des Kantons Glarus münden in die Linth. Das ist der größte Fluss im Kanton Glarus.

Erste Spuren von Menschen stammen aus der Bronzezeit. Später siedelten hier Römer und Germanen. Das Christentum soll der Heilige Fridolin ins Glarnerland gebracht haben. Er war ein Mönch aus Irland. Man sieht ihn heute noch auf dem Wappen, mit Wanderstab und Bibel.

Im 13. Jahrhundert beherrschten die Habsburger das Glarnerland. Im Jahr 1352 verbündeten sich die Glarner aber mit den Eidgenossen. Schon früh waren die meisten Glarner reformiert. Der Reformator Huldrych Zwingli war nämlich hier während zehn Jahren Pfarrer. Heute ist knapp die Hälfte der Glarner katholisch, ein etwas kleinerer Teil ist reformiert.

Heute kann im Kanton Glarus das Volk an der Urne über viele wichtige Dinge abstimmen. Es gibt auch eine Regierung und ein Parlament und Gerichte wie in allen Kantonen. Besonders ist jedoch die Landsgemeinde. Dort treffen sich jeden Mai alle Bürger auf einem großen Platz. Sie wählen den Chef der Regierung und den Gerichtspräsidenten. Sie beschließen auch über Änderung der Verfassung und über wichtige Gesetze. Einmalig in der Schweiz ist, dass die Jugendlichen dort bereits ab 16 Jahren abstimmen dürfen.

Ihr Geld verdienen einige Glarner mit der Landwirtschaft, besonders mit Vieh und Milch. Aber auch Textilien werden hergestellt, Maschinen gebaut und Holz verarbeitet. Mehrere Wasserkraftwerke liefern Elektrizität und schaffen Arbeitsplätze. Viele Leute verdienen ihr Geld auch im Tourismus, also in Hotels oder am Skilift.

Was geschah mit der Linth?

Links im Bild der Linthkanal: Er führt das Wasser aus dem Glarnerland in den Walensee. Rechts im Bild führt der zweite Kanal zum Zürichsee.

Die Linth ergoss sich früher in den Zürichsee. Auf seinem Weg dorthin überschwemmte und verwüstete der Fluss immer wieder die Linthebene. Im Jahr 1807 begann man, die Linth zwischen künstliche Dämme zu legen und man leitete sie in den Walensee um. Dort lagert er seither sein Geschiebe ab, das sind Steine und Sand. Die Arbeiten geleitet hat der Ingenieur Hans Conrad Escher. Dieser Kanal heißt bis heute „Escher-Kanal“.

Alle Schwierigkeiten waren aber damit nicht beseitigt. Ab dem Jahr 1866 wurde die Linth zwischen dem Walensee und dem Obersee ebenfalls in einen Kanal gelegt. Dadurch sank der Wasserspiegel des Walensees um mehrere Meter ab. Die Linth überschwemmte fortan nicht mehr.

Auch diese Arbeiten plante der Ingenieur Hans Conrad Escher. Er wurde dadurch sehr berühmt und durfte fortan den Namen „Hans Conrad Escher von der Linth“ tragen.

Erst im Jahr 1938 wurde die ganze Ebene mit Gräben versehen und dadurch trockengelegt. Der Boden konnte fortan für die Landwirtschaft genutzt werden. Dies war in der Zeit vor und während dem Zweiten Weltkrieg besonders wichtig.



Wissen kindgerecht und leicht verständlich – Mehr Wissenswertes über „Glarus“ bei der Blinden Kuh.

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