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Kokosnuss

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Diese Kokosnuss hat jemand mit einem großen Messer in zwei Hälften geschlagen. Innen ist ein Hohlraum mit dem Kokoswasser, das kann man trinken. Das weiße Nährfleisch essen wir gerne. Es ist aber eigentlich die Nahrung für den Keimling. Der sitzt im Nährfleisch und aus ihm wächst eine neue Kokosnuss. Das alles ist geschützt durch eine harte, dunkelbraune Schale, die man deshalb auch „Steinschale“ nennt. So kaufen wir die Kokosnüsse im Laden. Rundherum liegt eine dicke Schicht aus Kokosfasern, die ist bei uns meist schon entfernt.

Die Kokosnuss ist die Frucht der Kokospalme. Eine Kokosnuss ist nicht wirklich eine Nuss, sondern eine Steinfrucht wie bei uns die Kirsche oder der Pfirsich. Aus ihr kann eine neue Kokospalme wachsen, wenn die Nuss auf geeigneten Boden fällt. Sie kann auch vom Meer fortgespült werden und an der nächsten Küste keimen.

Wir kennen die Kokosnuss aus dem Supermarkt mit der harten Schale. Die dicke Schicht aus Kokosfasern, die rundherum liegt, ist dann schon entfernt. Aus ihr kann man nützliche Dinge wie Teppiche, Matten und vieles anderes herstellen.

Am meisten interessiert uns das Fruchtfleisch. Es ist weiß und fest. Man kann es so essen oder beim Backen verwenden. Aus dem Fruchtfleisch gewinnt man auch Kokosfett Das eignet sich vor allem zum Anbraten von Fleisch und anderen Esswaren.

Die allermeisten Kokosnüsse kommen aus Asien, vor allem aus Indonesien, den Philippinen und Indien. Aber auch in Brasilien und Mexiko baut man sie an. Fast ein Zehntel des Öls, das man auf der Welt aus Pflanzen gewinnt, stammt von Kokosnüssen.

Inhaltsverzeichnis

Was essen und trinken wir von der Kokosnuss?

Kokosnuss-Eis mit Kokos-Streuseln

Am wichtigsten ist das weiße Fruchtfleisch. Fast die Hälfte davon ist Wasser, der Rest ist vor allem Fett und noch etwas Eiweiß und Zucker. Getrocknet nennt man das Fruchtfleisch „Kopra“. Man kann es einfach so essen. Im Laden finden wir es meistens geraspelt in Tüten. Damit kann man leckere Dinge backen, zum Beispiel kleine Kekse.

Aus dem Fruchtfleisch kann man Kokosöl oder Kokosfett herstellen. Bei Raumtemperatur ist dieses Fett weiß, vielleicht leicht gelblich. Man braucht es vor allem zum Braten und Frittieren, aber auch zum Backen. Man kann es auch zu den verschiedensten Produkten weiterverarbeiten und sogar im Auto als Treibstoff brauchen.

In den jungen, grünen Kokosnüssen gibt es viel Kokoswasser, bis zu einem Liter in jeder Nuss. Besonders wichtig ist das in Ländern, in denen es kein sauberes Trinkwasser gibt. Anstatt wie bei uns eine Flasche Mineralwasser zu öffnen, öffnen die Menschen in solchen Ländern eine junge Kokosnuss. Mit zwei oder drei am Tag hat man genügend getrunken.

Kokosmilch gibt es in der Natur nicht. Es wurde in einer Fabrik aus Fruchtfleisch und Wasser hergestellt. Auf eine ähnliche Art und Weise stellt man auch Kokosjoghurt her. Beides ist besonders beliebt bei Menschen, die keine Kuhmilch ertragen.

Wie wachsen Kokospalmen?

Kokospalmen wachsen an allen tropischen Stränden auf der Welt.

Kokospalmen sind eine Pflanzenart. Sie gehören zur Familie der Palmen. Sie wachsen rund um die Welt in den Tropen. Es muss also heiß sein. Sie brauchen genügend Wasser und halten nur kurze Trockenzeiten aus. Zudem bevorzugen sie Böden mit vielen Nährstoffen.

Kokospalmen bilden Stämme ohne Zweige. Sie werden bis zu 30 Meter hoch. Für diese Höhe sind die Stämme sehr dünn. Bei den Kokospalmen sagt man, die Stämme seien aus Holz. Bei den übrigen Palmen sagt man eher, die Stämme seien eingerollte Blätter.

Kokospalmen haben dünne Wurzeln, die aber bis zu sieben Meter lang werden können. So verankert sich die Kokospalme sehr gut im Boden und kann sogar Tsunamis überstehen. Weil die Wurzeln sehr tief in den Erdboden wachsen, erreichen sie oft das Grundwasser.

Blätter gibt es nur auf den obersten Metern. Diesen Teil nennt man „Schopf“ oder „Krone“. Pro Jahr wachsen etwa 15 Blätter. Sie stehen im ersten Jahr aufrecht und im zweiten waagrecht. Im dritten Jahr hängen sie herab und fallen schließlich auf den Boden.

Etwa ab dem sechsten Lebensjahr der Kokospalmen wachsen Blüten. Es gibt viel mehr männliche Blüten als weibliche. Verschiedene Insekten und der Wind befruchten die Blüten.

Der Keimling sitzt im Fruchtfleisch. Mit geübtem Auge kann man ihn erkennen. Er ist so wie das kleine Ding bei den Erdnüssen. Aus ihm wächst eine Wurzel. Die harte Schale durchdringt die Wurzel bei einem der drei Punkte, die man außen sieht. Man nennt sie „Keimlöcher“.

Da es in den Tropen keine Jahreszeiten gibt, wachsen an den Kokospalmen ständig Blüten, aus denen sich Früchte entwickeln. Pro Jahr sind es etwa dreißig bis 150. Es kommt sehr auf die Sorte an, auf das Land und auf den Boden, in dem die Kokospalme wächst.

Was stellt man aus Kokosfasern her?

Dieser Mann transportiert auf seinem Fahrrad Fußmatten aus Kokosfasern.

Aus der äußeren Schicht der Kokosnüsse kann man Fasern gewinnen. Die kann man verschieden verwenden. Dabei kommt es drauf an, ob die Kokosnuss bei der Ernte noch grün war oder schon reif.

Aus der Faserschicht der grünen, unreifen Früchte kann man Fasern gewinnen. Die werden ähnlich wie Wolle zu Fäden versponnen. Daraus kann man Seile herstellen, Matten, Teppiche und andere Dinge. Vor dem Plastik bestanden zum Beispiel alle unsere Fußmatten aus Kokosfasern. Am meisten Kokosfasern stellt man in Sri Lanka her.

Die Faserschicht der reifen Früchte enthält mehr Material, das dem Holz gleicht. Daraus kann man keine Fäden spinnen. Man füllt damit aber Matratzen und Polster oder man presst sie zu Platten. Die braucht man dann zur Wärmedämmung bei Häusern.

Was nutzt der Mensch noch von den Kokospalmen?

Aus den Stämmen der Kokospalme kann man Häuser bauen, aber auch Möbel und andere Dinge.

Aus dem Holz der Stämme haben die Menschen immer schon Hütten gebaut. Ansonsten ist die Arbeit mit diesem Holz schwierig, denn es ist sehr faserig. Erst seit man gute Sägen hat, baut man aus Kokosholz auch Schiffe, Möbel, Schalen und ähnliche Gegenstände für den Haushalt.

Die Blätter kann man zu Büscheln zusammenbinden und damit Dächer decken. So ähnlich hat man es bei uns in Europa früher mit Stroh oder Schilf gemacht. Man kann aus den Blättern auch Hauswände oder Körbe flechten.

Aus den Blüten vieler Palmen kann man einen süßen Saft gewinnen, so auch aus der Kokospalme. Man kann ihn einkochen zu einem besonderen Zucker, dem Palmzucker. Man kann ihn auch vergären lassen wie unsere Trauben, dann entsteht daraus ein Getränk mit Alkohol, der Palmwein.



Wissen kindgerecht und leicht verständlich – Mehr Wissenswertes über „Kokosnuss“ bei der Blinden Kuh.

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