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Weimar

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Das Rathaus befindet sich direkt am Marktplatz in der Altstadt von Weimar.
Ölgemälde von einem Park in Weimar: Schiller liest aus einem Gedicht vor. Im Publikum sitzen Goethe, Herder und Wieland.

Weimar ist eine Stadt in Thüringen, im Osten Deutschlands. Es ist die viertgrößte Stadt dieses Bundeslandes: In Ihr leben etwa 65.000 Menschen. Weimar liegt an einer Stelle, an der der Fluss Ilm einen Bogen macht. Rund um die Stadt befindet sich der Landkreis „Weimarer Land“ mit viel Landwirtschaft und kleinen Dörfern. Weimar selbst gehört zu keinem Landkreis, ist also eine kreisfreie Stadt.

Weimar wurde im frühen Mittelalter gegründet. Wann genau weiß man nicht. Die ältesten Texte über die Stadt, die man kennt, entstanden um das Jahr 900. Bis zum Ende des Mittelalters wurden Weimar und das Umland von Grafen aus der Adelsfamilie der Askanier regiert. In der Neuzeit war es dann die Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Weimar, das später Sachsen-Weimar-Eisenach hieß.

Nach dem Jahr 1770 erlebte Weimar in der Kunst und Kultur ein „Goldenes Zeitalter“. Die Herzogin Anna Amalia und später ihr Sohn Carl August gaben viel Geld aus, um begabte Künstler und Dichter nach Weimar zu holen. Dazu gehörten Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Christoph Martin Wieland und Gottfried Herder. Die Werke, welche sie in dieser Zeit erschufen, zählt man heute zur sogenannten „Weimarer Klassik“. Später arbeiteten die Komponisten Richard Wagner und Franz Liszt eine Zeit lang in Weimar, vor der Weimarer Klassik auch Johann Sebastian Bach.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Monarchie in Deutschland abgeschafft. Die Nationalversammlung traf sich im Deutschen Nationaltheater in Weimar um eine Verfassung für die neue Republik zu erarbeiten. Wenn man vom Deutschland zwischen den beiden Weltkriegen spricht, nennt man es darum Weimarer Republik. Damals stand Weimar wie in der Klassik wieder im Mittelpunkt einer Kunstströmung: dem Bauhaus. Benannt wurde diese Strömung nach einer Kunstschule in Weimar, welche Kunst und Handwerk miteinander verband.

In der folgenden Zeit des Nationalsozialismus stand in Weimar das KZ Buchenwald. Es war eines der größten und berüchtigsten Konzentrationslager. Etwa 56.000 Menschen wurden hier getötet. Erst war es ein Lager für deutsche Gegner der Nationalsozialisten, später gab es viele Häftlinge aus anderen Ländern, die zur Arbeit in Deutschland gezwungen wurden. In Buchenwald wurden grausame medizinische Experimente an lebenden Menschen durchgeführt. Es ist heute eine Gedenkstätte. Während des Kalten Krieges gehörte Weimar wie ganz Thüringen zur DDR.

Heute ist Weimar eine Stadt, die viele Touristen anlockt. Einige Gebäude aus der Zeit der Klassik in der Weimarer Altstadt bilden zusammen ein UNESCO-Weltkulturerbe. Dazu gehören unter anderem das Stadtschloss, die Bibliothek von Herzogin Anna Amalia sowie die Wohnhäuser von Schiller und Goethe. Weimar ist außerdem eine Studenten-Stadt. Es gibt die Bauhaus-Universität und die Hochschule für Musik Franz Liszt.



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