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Litauen

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Wo ist die Mitte von Europa? Je nachdem, wie man es ausrechnet, kommt man an andere Orte. Bei einem Dorf in Litauen steht jedenfalls dieses Denkmal.

Litauen ist ein Land im Osten von Europa. Es gehört zu den baltischen Staaten, wie Estland und Lettland. In diesem Land an der Ostsee leben etwa dreieinhalb Millionen Menschen. Das sind etwas weniger als in Berlin. Die Hauptstadt Litauens ist Vilnius. Seit dem Jahr 2004 gehört Litauen zur Europäischen Union.

Litauen hat heiße Sommer und kalte Winter. Das Land ist flach, nur im Südosten sieht man einige Hügel. In Litauen gibt es viel Landwirtschaft. Außerdem besteht ein Drittel des Landes aus Wald. Sogar große Moore findet man noch in Litauen. Moore sind sehr nasse Böden, die aus toten Pflanzenteilen und viel Schlamm bestehen.

Der größte Teil der Einwohner ist katholisch. Nur wenige sind orthodox oder reformiert. Anhänger anderer Religionen gibt es fast keine. Eine Besonderheit des Landes ist die litauische Sprache.

Was geschah früher?

Die Wasserburg Trakai stammt aus dem Mittelalter. Heute befindet sich darin ein Museum.

Litauen war erstmals im 13. Jahrhundert ein eigener Staat. Später war Litauen während langer Zeit ein Teil des Staates Polen-Litauen. Kurz vor 1800 hat Russland das Gebiet übernommen. Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde Litauen ein freies Land.

Im Zweiten Weltkrieg geriet Litauen unter sowjetische Herrschaft. Als die Sowjetunion zerfiel, erklärte sich Litauen als erstes Gebiet zu einem eigenen Staat. Die Sowjetunion wehrte sich zwar noch mit ihrer Armee. Trotzdem erklärte sich Litauen im Jahr 1991 als erstes Gebiet der Sowjetunion zu einem unabhängigen Staat.

Wovon leben die Menschen?

Fast jeder dritte Litauer arbeitet in der Landwirtschaft. Nur ein Teil davon arbeitet mit modernen Maschinen. Wie früher braucht es immer noch viel Handarbeit.

Die Wirtschaft hat sich seit der Unabhängigkeit und dem Beitritt zur Europäischen Union in vielen Bereichen stark verändert. Vom Geld her gesehen geht es den Menschen heute etwa so gut wie in Italien oder in Portugal. Etwa jeder zehnte Erwachsene ist ohne Arbeit, bei den Jugendlichen sind es fast doppelt so viele.

Ins Ausland verkauft Litauen vor allem Lebensmittel, Textilien, Maschinen und Elektroartikel. Der Tourismus spielt keine so große Rolle. Die meisten Touristen kommen aus Russland.

In der Landwirtschaft arbeitet fast jeder dritte Litauer. Viel Arbeit wird noch von Hand erledigt. Viele Pflüge und andere Maschinen werden noch von Pferden gezogen anstatt von Traktoren. Die Bauernbetriebe sind klein und werfen nicht viel Gewinn ab.

Litauen besitzt fast kein eigenes Erdöl oder Erdgas. Es muss also beides im Ausland einkaufen. Das einzige Atomkraftwerk wurde abgeschaltet. Nun produziert Litauen seinen elektrische Strom in einem Ölkraftwerk.

Was ist an Litauen besonders?

Besonders am Land ist seine Sprache. Litauisch ist eine baltische Sprache. Eine ähnliche Sprache gibt es auf der Welt nur noch im Nachbarland Lettland. Vier Fünftel der Einwohner sprechen zuhause Litauisch. Die übrigen sprechen oft Russisch, denn ihre Vorfahren sind in der Zeit der Sowjetunion ins Land gekommen.

Außerdem gibt es viele Menschen im Land, die Polnisch sprechen. Sie leben vor allem im Gebiet um Vilnius, die Hauptstadt Litauens. Dieses Gebiet gehörte früher zu Polen. Ein dünner Streifen Land, im Westen, war früher ein Teil von Deutschland: das Memelland.



Wissen kindgerecht und leicht verständlich – Mehr Wissenswertes über „Litauen“ bei der Blinden Kuh.

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