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Fische

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Fische können sehr verschieden aussehen.

Fische sind Tiere, die nur im Wasser leben. Sie atmen mit Kiemen und haben meist eine schuppige Haut. Sie kommen auf der ganzen Erde vor, und zwar in Flüssen, Seen und im Meer. Fische gehören zu den Wirbeltieren, weil sie eine Wirbelsäule haben, wie Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien.

Es gibt viele verschiedene Arten, die sehr unterschiedlich aussehen können. Man unterscheidet sie vor allem danach, ob ihr Skelett aus Knorpeln besteht oder aus Knochen, die man auch Gräten nennt. Haie und Rochen gehören zu den Knorpelfischen, die meisten anderen Arten sind Knochenfische. Manche Arten leben nur im Salzwasser der Meere, andere nur im Süßwasser der Flüsse und Seen. Wieder andere wandern im Laufe ihres Lebens zwischen Meer und Flüssen hin und her, zum Beispiel Aale und Lachse.

Die meisten Fische ernähren sich von Algen und anderen Wasserpflanzen. Manche Fische fressen auch andere Fische und kleinere Wassertiere, dann nennt man sie Raubfische. Fische dienen auch anderen Tieren als Nahrung, zum Beispiel Vögeln und Säugetieren. Auch der Mensch fängt seit Urzeiten Fisch, um ihn zu essen. Heute ist die Fischerei ein wichtiger Teil der Wirtschaft. Zu den beliebtesten Speisefischen zählen etwa Heringe, Makrelen, Kabeljau oder Seelachs. Manche Arten werden allerdings auch zu viel gefischt, so dass sie vom Aussterben bedroht sind und geschützt werden müssen.

Der Ausdruck „Fisch“ ist in unserem Alltag wichtig. In der Biologie gibt es aber keine einheitliche Gruppe mit diesem Namen. Es gibt zwar die Klasse der Knorpelfische, da gehört zum Beispiel der Hai dazu. Aber es gibt auch Knochenfische wie den Aal, den Karpfen und viele andere. Die bilden keine Klasse, sondern eine Reihe. Für Knorpelfische und Knochenfische zusammen gibt es keinen Gruppennamen. Sie bilden einen Unterstamm der Wirbeltiere. Dies genauer zu erklären, wäre sehr kompliziert.

Wie leben Fische?

Die meisten Fische legen Eier. So lange sie noch im Bauch der Mutter sind, nennt man sie „Rogen“. Im freien Wasser nennt man sie „Laich“.

Fische haben keine besondere Temperatur. Ihr Körper ist immer so warm wie das Wasser um sie herum. Für eine besondere Körpertemperatur würde es im Wasser zu viel Energie brauchen.

Fische „schweben“ im Wasser und bewegen sich meist nur langsam fort. Ihre Muskeln werden deshalb nur wenig durchblutet, deshalb sind sie weiß. Nur zwischendrin gibt es stark durchblutete Muskelstränge. Sie sind rot. Diese Muskelteile brauchen die Fische für eine kurze Anstrengung, etwa bei einem Angriff oder auf der Flucht.

Die meisten Fische vermehren sich durch Eier. Diese nennt man Rogen, so lange sie noch im Bauch der Mutter sind. Die Besamung durch das Männchen findet außerhalb beider Körper im Wasser statt. Das Ausstoßen der Eier nennt man „laichen“, die Eier sind dann der Laich. Einige Fische lassen ihren Laich einfach liegen, andere kleben die Eier an Steine oder Pflanzen und schwimmen davon. Wieder andere kümmern sich sehr um ihren Nachwuchs.

Es gibt auch wenige Fische, die lebendige Jungtiere zur Welt bringen. Dazu gehören neben den Haien und Rochen auch einige Arten, die wir besonders aus dem Aquarium kennen. Diese Fische brauchen einen sichtigen Geschlechtsverkehr, damit die Eier im Bauch der Mutter befruchtet werden können.

Welche besonderen Organe haben Fische?

Diese Skizze zeigt die wichtigsten Organe der Fische:
C: Seitenlinienorgan
D: Niere
E: Schwimmblase
H: Gehirn
M: Kiemen
N: Herz
O: Magen
R: Sexualorgane
T: Wirbelsäule

Die Verdauung ist bei den Fischen fast gleich wie bei den Säugetieren. Es gibt dafür auch dieselben Organe. Zudem gibt es zwei Nieren, die den Urin aus dem Blut ausscheiden. Den gemeinsamen Körperausgang für Kot und Urin nennt man „Kloake“. Auch die Eier legt das Weibchen durch diesen Ausgang. Es gibt nur wenige Arten mit einem besonderen Ausgang für die lebenden Jungtiere, zum Beispiel bei besonderen Karpfen.

Fische atmen durch Kiemen. Damit saugen sie Wasser ein und filtern den Sauerstoff heraus. Das Wasser mit dem Kohlendioxid geben sie an ihre Umgebung zurück.

Der Blutkreislauf der Fische ist einfacher als bei den Säugetieren.

Fische haben ein Herz und einen Blutkreislauf. Beides ist jedoch einfacher aus bei den Säugetieren und Vögeln: Das Herz pumpt das Blut zuerst durch die Kiemen. Von dort fließt es direkt weiter in die Muskeln und die übrigen Organe und zurück zum Herzen. Es gibt also nur einen Kreislauf, keinen doppelten wie bei den Säugetieren. Auch das Herz selbst ist einfacher aufgebaut.

Die meisten Fische können sehen und schmecken wie die Säugetiere. Nur riechen können sie nicht, da sie nicht mit Luft in Berührung kommen.

So sieht eine Schwimmblase aus.

Besonders bei den Fischen ist die Schwimmblase. Es gibt sie nur bei den Knochenfischen. Die Schwimmblase kann sich stärker füllen oder leeren. Dadurch wirkt der Fisch im Wasser leichter oder schwerer. Er kann dann also ohne Kraft „schweben“. Er kann auch waagrecht im Wasser liegen und verhindern, dass er ungewollt nach vorne oder nach hinten kippt.

Ebenfalls besonders sind die Seitenlinienorgane. Es sind besondere Sinnesorgane. Sie ziehen sich über den Kopf und bis hin zum Schwanz. Damit kann der Fisch die Strömung des Wassers ertasten. Er spürt aber auch, wenn ein anderer Fisch in die Nähe kommt.



Zu „Fische“ gibt es auch einen Artikel für Lese-Anfänger auf MiniKlexikon.de und weitere Such-Ergebnisse von Blinde Kuh und Frag Finn.

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