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Rotfuchs

Aus Klexikon – das Kinderlexikon
Wer bei uns vom Fuchs spricht, meint meist den Rotfuchs. Den Namen hat er von der Farbe seines Fells.

Der Rotfuchs ist ein Säugetier. Es ist der einzige Fuchs in unseren Wäldern. Deshalb nennt man ihn auch einfach „Fuchs“. Das ist zwar ungenau, aber bei uns eben sehr gebräuchlich.

Den Rotfuchs gibt es fast auf der ganzen Nordhälfte der Erde. Nahe mit ihm verwandt ist der Polarfuchs. Der lebt im hohen Norden, wo es keine Bäume mehr gibt. Ebenfalls verwandt ist der Wüstenfuchs in der Sahara. Es gibt auch noch weitere Fuchsarten in Nordamerika, Afrika und Asien. Von allen Fuchsarten ist der Rotfuchs die größte: Ein ausgewachsener Rotfuchs kann bis zu 90 Zentimeter lang werden und wiegt etwa sechs bis zehn Kilogramm.

Die Männchen heißen Rüden, die Jungtiere heißen Welpen, so wie bei den Hunden. Ein Weibchen hingegen ist eine Fähe. Rotfüchse werden so groß wie ein kleinerer Hund und sehen ähnlich aus. Ihr Fell ist oben rötlich-braun und wird an den Beinen und am Bauch heller. Die Ohren sind spitz und haben an der Spitze eine schwarze Farbe. Der Schwanz ist buschig und hat an der Spitze eine weiße Färbung.

In der Biologie ist der Rotfuchs eine Tierart. Er gehört zur Gattung der Füchse, zur Familie der Hunde, zur Ordnung der Raubtiere und zur Klasse der Säugetiere.

Wie leben Rotfüchse?

Ein Rotfuchs in einem Tierpark im Osten von Frankreich

Rotfüchse sind nicht sehr wählerisch und fressen fast alles, was sie kriegen können: Mäuse, Hühner, Enten und Gänse, junge Hasen und Rehe, aber auch Regenwürmer. Um an Obst heranzukommen, schleichen sie sich auch in Gärten und Obstkulturen.

Auch Lebensmittel, die die Menschen wegwerfen oder liegen lassen, fressen Rotfüchse gerne. Deshalb wohnen sie nicht nur in der Natur, sondern zunehmend auch in den Städten. Dort ernähren sie sich aus Abfalleimern und Kehrichtsäcken. Auch Hunde- oder Katzennahrung verschmähen sie nicht.

Früher meinte man, Rotfüchse seien Einzelgänger. Heute weiß man, dass sie in Familiengruppen leben. In der Gruppe gibt es eine Rangordnung. Sie leben in einem Erdbau mit einer Hauptröhre als Eingang. Die führt in einen erweiterten Raum, den Kessel. Von dort führen mehrere Fluchtröhren ins Freie. Als Behausung können jedoch auch Leerräume unter Gartenhäusern oder Erdspalten dienen.

Ein Rotfuchs kann etwa zehn Jahre alt werden. Viele sterben aber schon, wenn sie ganz jung sind: Sie werden von Autos überfahren oder bei der Jagd erschossen. Es gibt aber nicht sehr viele Tiere, die Jagd auf Füchse machen: Das sind vor allem Wölfe und Luchse. Selten wird ein junger Fuchs Beute eines Adlers oder Uhus.

Rotfüchse können Krankheiten bekommen und selber weitergeben, unter anderem die Tollwut. Die ist auch für Menschen gefährlich. Oft legen die Menschen deshalb Köder aus, zum Beispiel Köpfe von Hühnern. Diese Köder enthalten einen Impfstoff. Die Füchse bekommen dann keine Tollwut mehr und können somit auch keine anderen Tiere oder gar Menschen anstecken.

Wie vermehren sich Rotfüchse?

Ein Jungtier erkundet die Welt.

Rotfüchse markieren ihr Revier mit Urin und Kot, um andere Füchse zu warnen und ihr Territorium zu verteidigen. Sie sind häufig monogam, das heißt, sie bilden Paare für das Leben.

Welpen nennt man die Jungtiere von Rotfüchsen, so wie bei den Hunden.

Die Paarung ist im Januar oder Februar. In der Schwangerschaft trägt die Fähe ihre vier bis sechs Jungen etwa sieben Wochen lang in ihrem Bauch. Bei der Geburt ist jedes Junge etwa 100 Gramm schwer, also wie eine Tafel Schokolade. Die Jungen sind blind und hilflos.

In den ersten vier bis sechs Wochen trinken sie Milch von ihrer Mutter, während der Rüde das Futter für seine Fähe beschafft. Nach etwa einem Monat öffnen sie ihre Augen und beginnen ihre Umgebung zu erkunden. Dann verlassen die Jungtiere zusammen mit ihrer Mutter die Höhle. Im nächsten Winter sind sie dann selber geschlechtsreif, können also selber Junge machen.




Zu „Rotfuchs“ findet ihr einen besonders einfachen Artikel auf MiniKlexikon.de und mehr Inhalte in der Kindersuchmaschine „Frag Finn“.

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