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Guinea

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Ein Blick über die Hauptstadt Conakry

Guinea ist ein Land im Westen Afrikas. Es grenzt an sechs Länder und an den Atlantischen Ozean. Guinea ist etwa so groß wie Großbritannien, hat aber nur 12 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt Guineas heißt Conakry und liegt am Meer. Conakry ist die einzige Stadt in Guinea mit über einer Million Einwohnern. Dort lebt etwa jeder siebte Einwohner des Landes.

Der Name Guinea kommt aus der Tuareg-Sprache, die in Westafrika verbreitet ist. Guinea bedeutet soviel wie „Land des schwarzen Mannes“ oder „Buschland“. Die Amtssprache in Guinea ist Französisch. Die meisten Einwohner sind Muslime. Nur ganz wenige gehören dem Christentum an.

Die Flagge Guineas zeigt drei Streifen in den Farben rot, gelb und grün. Rot steht hierbei für das vergossene Blut im Kampf um die Unabhängigkeit. Gelb symbolisiert den Reichtum an Gold, die Sonne und die Gerechtigkeit. Die Farbe grün steht für das fruchtbare Land.

Was geschah früher?

Erstmals besiedelt wurde das Gebiet des heutigen Guinea vermutlich im 1. Jahrtausend nach Christus. Lange Zeit war hier das Reich Gana die vorherrschende Macht. Später dann gehörten Teile Guineas zum Königreich Mali. Nachdem das Königreich Mali zusammengebrochen war, herrschte dort das Songhai-Reich.

Portugiesische Seefahrer erreichten Guinea im 15. Jahrhundert als erste Europäer. Sie ließen sich vereinzelt an der Küste des Landes nieder und handelten mit Sklaven und Elfenbein. Ab dem 18. Jahrhundert herrschte auf dem Gebiet Guineas ein mächtiges Reich, welches vom Stamm der Fulbe gegründet wurde. Es dauerte etwa hundert Jahre, bis wieder Europäer in das Gebiet kamen.

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert war Guinea Teil Frankreichs. 1891 schloss sich die Kolonie mit einer weiteren Kolonie namens „Rivière du Sud“ zu „Französisch-Guinea“ zusammen. Seine Unabhängigkeit erlangte Guinea im Oktober 1958.

Wie sind das Klima und die Natur?

Der Mont Richard-Molard

In Guinea herrscht tropisches Klima. An der Küste ist es sehr warm und es regnet viel. Weiter im Osten des Landes regnet es weniger. Tag und Nacht zusammen betrachtet liegt die Temperatur in Guinea bei knapp unter 30 Grad Celsius. Dabei ist die Temperatur im Land das ganze Jahr über ungefähr gleich. Jedoch gibt es in Guinea eine Regen- und eine Trockenzeit. Die Trockenzeit dauert von Dezember und April und die Regenzeit liegt zwischen Mai und November.

In Guinea gibt es verschiedene Regionen. So gibt es beispielsweise im Osten des Landes Savanne. Auch an der Küste findet man vereinzelt Savanne. Im Südosten hingegen wächst vor allem tropischer Regenwald. Deshalb wird diese Region auch Waldguinea genannt.

Zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Guineas zählt der Mont Richard-Molard. Der Mont Richard-Molard ist mit einer Höhe von 1752 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg des Landes. Er befindet sich im Südosten des Landes an der Grenze zu Liberia und zur Elfenbeinküste. Der Berg wird auch Mount Nimba genannt.

Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Los-Inseln, auf französisch Îles de Los. Die Los-Inseln sind eine Inselgruppe vor der Hauptstadt Conakry im Atlantischen Ozean. Die Inselgruppe besteht aus drei Hauptinseln. Die größte von ihnen heißt Tamara.

Wie leben die Leute im Land?

Die meisten Menschen in Guinea leben von der Landwirtschaft. Wichtige Anbauprodukte sind zum Beispiel Reis, Maniok, Erdnüsse und Mais. Auch Kaffee, Obst und Gemüse werden angebaut. Diese werden vor allem ins Ausland verkauft.

Auch der Bergbau spielt in der Wirtschaft eine große Rolle. Ein wichtiger Bodenschatz ist Bauxit. Aus Bauxit wird unter anderem Aluminium hergestellt. Fast die Hälfte der Weltvorräte kommt aus Guinea. Weitere wichtige Bodenschätze sind Gold, Eisenerz und Diamanten.

Guinea hat aber auch einige Probleme. Zum Beispiel zählt Guinea zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Außerdem kann nur etwa jeder dritte Einwohner des Landes lesen und schreiben. Nur die Hälfte aller Kinder beginnt die Schule. Ein weiteres Problem in Guinea ist die Gesundheit. Viele Menschen werden nicht mal 60 Jahre alt. Das liegt oft an Krankheiten, wie Gelbfieber oder Malaria.



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