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Havanna

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In La Habana Vieja findet man noch viele Gebäude aus der sogenannten Kolonialzeit. Das ist etwa die Zeit von 1500 bis 1800.

Havanna ist die Hauptstadt von Kuba. Im Spanischen lautet ihr voller Name: Villa de San Cristóbal de la Habana, auf Deutsch „Stadt des Heiligen Christoph von Havanna“. Habana ist ein Wort der Indianer. Die Habaneros, so heissen die Bewohner, kürzen den Namen ihrer Stadt meist „La Habana“ ab.

Havanna ist eine der ältesten Städte Amerikas, die von Europäern gegründet wurde. Zugleich ist es die zweitgrößte Stadt der Karibik und eine der grössten in Mittelamerika. In der eigentlichen Stadt leben etwas mehr als zwei Millionen Menschen, mit Vororten sind es fast drei Millionen.

Havanna ist bei weitem die wichtigste Stadt für die kubanische Wirtschaft. Viele Menschen ziehen daher vom Land in die Stadt. Meist leben sie sehr einfach und arbeiten in einem der Unternehmen, die dem Staat gehören. Vor allem die Herstellung von Zucker bringt der Wirtschaft viel Geld ein. Ein anderes bekanntes Exportgut sind dicke Zigarren, die Habanas.

Die Altstadt von Havanna heißt La Habana Vieja, sprich: La Habana Vi-e-cha. Sie ist ein Weltkulturerbe der UNESCO. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt zählen die Kathedrale und die Festungsanlagen aus dem 16. Jahrhundert. Obwohl die Altstadt durch die UNESCO geschützt wird, sind viele Gebäude stark verfallen.

Was ist das Besondere an Havanna?

Vieles ist noch alt, wie hier diese Autos in der Innenstadt von Havanna.

In den Straßen von Havanna wirkt es so, als wäre die Zeit stehen geblieben. Viele Autos und andere Dinge stammen noch aus der Zeit um das Jahr 1960, als Fidel Castro und die Kommunisten an die Macht kamen.

Auf den Straßen findet man noch viele ältere Menschen, die spanische Musik aus dieser Zeit spielen. Im Jahr 1996 reiste ein Amerikaner nach Havanna und nahm mit den Einheimischen ein Musikalbum auf. Das Album „Buena Vista Social Club“ verkaufte sich bis heute mehrere Millionen Mal. Regelmäßig finden auch Konzerte der alten Herren aus Kuba statt.

Durch die kommunistische Staatsform ist vieles anders als bei uns. Die Menschen können zum Beispiel nicht einfach im Supermarkt einkaufen. Sie erhalten vom Staat Lebensmittelmarken, auf denen steht, wie viel sie kaufen dürfen. Selbst dann müssen sie in den Läden lange anstehen, um an etwas Brot und Milch zu kommen.

Eine Besonderheit sind die sogenannten Wohnzimmerrestaurants. Weil der Staat normale Restaurants verbietet, betreiben viele Leute welche in ihrem Wohnzimmer bei sich zuhause. Dort kann man günstig landestypische Speisen genießen, muss aber meist im Voraus bestellen.

Was passierte früher in Havanna?

Die Festung „El Morro“
Ein Gemälde aus dem Jahr 1762, als die britische Flotte Havanna angriff

Spanische Seefahrer erreichten die Insel Kuba um das Jahr 1510. Ursprünglich sollte das heutige Havanna an der Südwestküste errichtet werden. Die Spanier entschieden sich dann jedoch für eine Bucht weiter nördlich, die heutige „Bahia de Habana“.

Havanna wurde schon bald zu einem wichtigen Zentrum für den Handel und den Schiffsverkehr in der Karibik. Große spanische Schiffe, die mit Schätzen aus den Kolonien beladen waren, nutzten den Hafen von Havanna für Zwischenstopps. In der Stadt gab es auch viele Werften, in denen solche großen Schiffe gebaut wurden.

Immer wieder mussten die Spanier ihre Stadt vor Piraten und den Angriffen anderer Kolonialmächte verteidigen. Um das Jahr 1590 wurden dafür rund um die Stadt Mauern und an der Ausfahrt des Hafens eine mächtige Festung errichtet. Die Festung „El Morro“ wurde mit insgesamt zwölf Kanonen ausgestattet, welche die Namen der zwölf Apostel aus der Bibel tragen.

Im 19. Jahrhundert war Havanna eine aufstrebende und fortschrittliche Stadt. Im Jahre 1837 wurde die erste Eisenbahnstrecke Mittelamerikas zwischen Havanna und den Zuckerrohrgebieten im Südosten der Stadt gebaut. In der Stadt gab es angesehene Universitäten, Bibliotheken, Theater und Opernhäuser. Man nannte die Stadt damals wegen ihrer Eleganz sogar „Paris der Antillen“. Das lockte viele Touristen in die Stadt.

Als Kuba um das Jahr 1900 unabhängig wurde, wurde Havanna zum Sitz der Regierung erklärt. Etwa 60 Jahre später fand in Kuba eine Revolution statt wegen der es auch in Havanna viele Aufstände gab. Nach der Revolution von 1959 zog der kommunistische Diktator Fidel Castro in den Regierungspalast ein.



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