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Eisbär

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Ein Eisbär am Rand einer Eisscholle in Kanada
Eine Eisbärenmutter mit Jungem. Eisbären bringen ihre Jungen in einer Höhle zur Welt, die sie in den Schnee gegraben haben. Dort halten sie auch Winterruhe.

Der Eisbär oder Polarbär ist eine Art der Säugetiere. Der Eisbär ist das größte aller Raubtiere, die auf dem Land leben. Es gibt sie nur in der Arktis. Dort kommen sie normalerweise bis auf etwa 200 Kilometer an den Nordpol heran.

Eisbären gibt es seit vielen hunderttausend Jahren, sie stammen von den Braunbären ab. Ein ausgewachsener männlicher Eisbär wird über zweieinhalb Meter lang. Wie alle Bären haben auch Eisbären nur einen kurzen Stummelschwanz. Wenn ein Eisbär sich aufrichtet, ist er viel höher als erwachsene Menschen.

Außer Menschen mit ihren Waffen können dem Eisbär keine anderen Tiere gefährlich werden. Trotzdem gibt es immer weniger Eisbären. Derzeit leben nur noch etwa 25.000 Tiere. Dies aus dem folgendem Grund: Durch den Klimawandel wird es auf der Welt immer wärmer. Dadurch schmilzt das Eis in der Arktis immer mehr ab. Für die Eisbären wird es deshalb immer schwieriger, herumzuwandern und ihre Nahrung zu suchen.

Wie leben Eisbären?

In ihrem Lebensraum finden Eisbären nicht leicht Nahrung. Auf der Suche nach Beute können Eisbären sehr weite Strecken laufen. 50 Kilometer oder weiter ohne Pause zu schwimmen ist für sie auch kein Problem. Ihr Fell ist dicht und lässt das Wasser nicht eindringen. Das Fell und eine sehr dicke Fettschicht sorgen dafür, dass ein Eisbär im eiskalten Wasser nicht friert.

Die Hauptspeise der Eisbären sind Seehunde und andere Robben. Ein Seehund braucht Luft zum Atmen und lebt deshalb in der Nähe von Löchern oder Spalten in der Eisschicht. Dort lauert der Eisbär auf ihn. Außerdem reißen Eisbären ab und zu kleinere Wale, Fische und auch Vögel und Säugetiere, wie zum Beispiel den Schneehasen oder Rentiere. Als Allesfresser mögen sie auch Beeren und Gräser.

Eisbären sind Einzelgänger. Sie leben also allein, außer wenn sie Junge machen wollen. Dazu paaren sie sich zwischen März und Juni. Dann geht das Männchen wieder weg. Das Weibchen gräbt sich einige Zeit vor der Geburt eine Geburtshöhle. Dort bringt es dann im Winter zwischen November und Januar seine Jungen zur Welt. Meistens sind es zwei, ganz selten drei oder vier. Die Jungen sind bei der Geburt etwa so groß wie ein Kaninchen und weniger als ein Kilogramm schwer.

Bis März oder April bleiben die Jungen mit ihrer Mutter in der Geburtshöhle. Erst danach verlassen sie diese Höhle gemeinsam. Noch bis zu zwei Jahre lang bleiben die Eisbärenjungen dann bei ihrer Mutter und trinken Milch. Sie ziehen mit der Mutter über das Eis und lernen selbst zu jagen. Das Leben ist so hart, dass nur etwa die Hälfte der Babys fünf Jahre alt wird. Von diesem Alter an können sie selber Junge haben.



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