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Ardennen

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Die Ardennen sind ein Mittelgebirge in Frankreich, Belgien und Luxemburg.

Die Ardennen sind ein Mittelgebirge. Sie liegen vor allem im Osten von Belgien, aber auch in Frankreich und in Luxemburg. Die Ardennen bedecken den nördlichen Teil Luxemburgs und das Gebirge wird dort Ösling genannt. Die Ardennen gehören zum Rheinischen Schiefergebirge und gehen an der Grenze zu Deutschland in die Eifel über.

Der höchste Punkt der Ardennen ist die Botrange mit 694 Metern über Meer in Belgien. Allerdings sind die Ardennen kein hohes Gebirge mit herausragenden und spitzen Gipfeln. Es ist mehr eine große, hohe Fläche. Viele Flüsse und Bäche fließen seit Millionen von Jahren Millionen von Jahren durch das Gebirge. Zu den größeren dieser Flüsse zählen unter anderem Maas, Semois und Sauer. Diese Gewässer schlängeln sich in vielen Kurven durch das Gebirge und haben zum Teil tiefe und enge Täler in die Landschaft geschnitten. Die Hänge sind oft steil und meist bewaldet. Auch sonst gibt es in der Gegend viel Wald.

Die Böden der Ardennen sind von Natur aus nicht besonders fruchtbar. In der Eifel ist es ähnlich. Auch das eher raue Klima sorgt dafür, dass Feldfrüchte nicht so besonders gut wachsen. Viele Bewohner waren daher früher arm. Dennoch spielt die Landwirtschaft eine bedeutende Rolle in den Ardennen und prägt das Aussehen der Landschaft. Früher wurden auch einige Bodenschätze in diesem Gebiet abgebaut, wie zum Beispiel Steinkohle oder Natursteine wie Schiefer und Kalkstein.

Heute spielt der Tourismus eine wichtige Rolle in den Ardennen. Zahlreiche Wander- und Fahrradwege locken die Menschen in die Natur. Durch Staudämme sind auch einige Seen entstanden, in denen man manchmal baden und Wassersport betreiben kann. Auch einige sehenswerte Burgen kann man besichtigen. Im Winter kann man bei genügend Schnee an einigen Orten Wintersport treiben. In Belgien kann man sogar Abfahrtski laufen, ansonsten sind vor allem Langlauf und Schlitteln möglich. Im Frühling finden mit den sogenannten Ardennenklassikern drei bedeutende Fahrradrennen auf dem hügeligen und schwierigen Terrain des Gebirges statt.

Was ist im Krieg in den Ardennen passiert?

In der belgischen Stadt Bastogne gibt es ein Denkmal für die vielen amerikanischen Opfer der Ardennenoffensive. Auch ein Museum berichtet dort von dieser schweren Zeit.

Die Ardennen spielten in einigen Kriegen eine wichtige Rolle. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg begann die deutsche Armee ihre Angriffe auf Frankreich in den Ardennen. Das hat die französische Armee überrascht. Man glaubte in Frankreich nämlich, dass die deutsche Armee woanders angreifen würde, wo man besser gehen und fahren kann.

Im letzten Winter des Zweiten Weltkriegs kam es dann zu einer bedeutenden Schlacht in den Ardennen. Damals waren die Ardennen schon längst befreit worden und die alliierten Soldaten kämpften bereits in Deutschland gegen die Nazis. Doch dann starteten die Nazis einen schweren Gegenangriff in den Ardennen.

In den Dörfern und Städten der Ardennen kam es zu zahlreichen Kämpfen und Luftangriffen und viele Gebäude wurden zerstört. Dabei wurden auf beiden Seiten viele Soldaten verletzt oder getötet. Hinzu kam ein besonders strenger Winter mit viel Schnee und Eiseskälte. Auch dauerte der Krieg bereits viele Jahre und alle waren arm dran. So war die Ardennenoffensive für alle Beteiligten, Soldaten und Einwohner, besonders schwer. Schließlich wurde der Angriff abgewehrt und die Nazis definitiv besiegt. Noch heute wird man an vielen Stellen in den Ardennen durch Museen, Fahnen, Denkmäler, Friedhöfe oder ähnliches an diese schwere Zeit erinnert.



Wissen kindgerecht und leicht verständlich – Mehr Wissenswertes über „Ardennen“ bei der Blinden Kuh.

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