Kaffee: Unterschied zwischen den Versionen

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Kaffee ist ein schwarzbraunes, koffeinhalttiges Heißgetränk. Kaffee wird aus Kaffeemehl, welches aus gerösteten Kaffeebohnen entsteht, und heißem [[Wasser]] hergestellt.
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[[Datei:Roasted coffee beans.jpg|mini| Das sind bereits geröstete Kaffeebohnen. Jetzt können sie zu Kaffeemehl gemahlen werden.]]
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Kaffee ist ein Getränk, das meistens heiß getrunken wird. Es ist schwarzbraun und enthält normalerweise Koffein, sprich: Koffe-iin. Das ist ein [[Chemie|Stoff]], der dafür sorgt, dass man wach bleibt.
  
== Wo kommt Kaffee her? ==
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Alle Kaffee-[[Pflanzen]] brauchen sehr gleichmäßiges [[Wetter]] das ganze [[Jahr]] über. Aus diesem Grund wird Kaffee besonders in manchen Gebieten von [[Südamerika]] und [[Afrika]] angebaut. Dort gibt es keinen besonders heißen [[Sommer]] und keinen kalten [[Winter]]. Der meiste Kaffee wird in [[Brasilien]] angebaut. Darauf folgen [[Vietnam]] und [[Kolumbien]].
  
Kaffeebohnen sind die Samen der Früchte der Kaffeepflanze, von der es verschiedene Sorten gibt. Die bekanntesten Sorten sind Arabica-Kaffee und Robusta-Kaffee. Diese beiden Kaffeearten benötigen unterschiedliche Bodenbedingungen um gut zu wachsen. Während die Arabica-Pflanze in höheren Lagen wächst, bevorzugt die Robusta-Pflanze eher in tieferliegenden Regionen. Deshalb nennt man Arabica-Kaffee auch Hochlandkaffee. Grundsätzlich benötigen Kaffee-Planzen sehr beständiges Wetter das ganze Jahr über. Aus diesem Grund wird Kaffee besonders in [[Südamerika]] und [[Afrika]] angebaut, denn dort gibt es keinen besonders heißen Sommer und keinen kalten Winter. Der meiste Kaffee wird in [[Brasilien]] angebaut. Die Bohnen werden einmal im Jahr von Hand geerntet.  
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Kaffee wird aus Kaffeemehl hergestellt. Das wird aus gerösteten Kaffeebohnen [[Mühle|gemahlen]]. Kaffeebohnen sind die [[Samen]] der [[Frucht|Früchte]] von verschiedenen Kaffeepflanzen.
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Aus dem gemahlenen Kaffee kann man dann mit einer Kaffee- oder Espressomaschine verschiedene Heißgetränke machen. Zum Beispiel kann man mit geschäumter [[Milch]] einen Cappuccino zubereiten. In [[Europa]] trinken die [[Finnland|Finnen]] den meisten Kaffee: vier bis fünf Tassen am Tag.
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==Woher kommt Kaffee?==
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[[Datei:Carte Coffea robusta arabic.svg|mini|In diesen Ländern wachsen Kaffeepflanzen, weil sie [[Tropen|tropisches]] [[Klima]] brauchen.
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<br/>dunkelgrün: Robusta-Kaffee
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<br/>hellgrün: Beide Arten]]
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Kaffeepflanzen wuchsen ursprünglich nur im [[Tropen|tropischen]] Teil [[Afrika]]s und auf der [[Insel]] [[Madagaskar]]. Getrunken wurde Kaffee vermutlich zuerst in [[Äthiopien]]. Dies erwähnt ein [[Text]] aus dem 9. [[Jahrhundert]]. Vermutlich brachten [[Sklave]]nhändler den Kaffee nach [[Arabien]]. Das [[Handel]]szentrum für Kaffee lag in der [[Stadt]] Mocha, die man auch „Mokka“ nennt.
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Anfangs verbreitete sich der Kaffeegenuss nur langsam. In gewissen Ländern war er sogar verboten. Im 17. Jahrhundert brachten Händler den Kaffee nach [[Europa]]. Die ersten Kaffeehäuser entstanden in [[Venedig]] und in [[London]], dann auch in [[Marseille]]. Das erste Wiener Kaffeehaus eröffnete im Jahr 1685. [[Wien]] ist heute noch für seine Kaffeehäuser bekannt.
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Nur wenig später brachten die [[Niederlande|Niederländer]] Kaffeepflanzen in ihre [[Kolonie]]n, zum Beispiel nach [[Sri Lanka]] oder nach Java. Bald darauf gelangten Kaffeepflanzen auch nach [[Mittelamerika]] und in weitere [[Tropen|tropische]] Länder.
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==Wie wachsen Kaffeebohnen?==
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[[Datei:Pelaga2009(café).jpg|mini|So sehen Kaffeefrüchte an einer Arabica-[[Pflanze]] aus.]]
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Kaffeepflanzen sind eine [[Pflanzenarten|Gattung]] mit etwas über 120 verschiedenen [[Pflanzenarten|Arten]]. Die bekanntesten sind Arabica und Robusta. Arabica-Kaffee nennt man auch Hochlandkaffee, weil die Arabica-Pflanze in Gegenden hoch über dem [[Meeresspiegel]] wächst. Die Robusta-Pflanze hingegen mag eher tieferliegende Gegenden.
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Kaffeeplfanzen wachsen als Sträucher oder kleine [[Baum|Bäume]]. Sie ertragen nicht zu viel [[Sonne]]nschein, nicht zu viel Hitze und gar keine Kälte. Dazu brauchen sie recht viel [[Regen]], mehr als bei uns fällt.
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Die [[Blüte]]n sind weiß und duften stark. Sie sind zugleich [[Mann|männlich]] und [[Frau|weiblich]], wie bei unseren [[Apfel|Äpfeln]] und den meisten [[Frucht|Früchten]]. Die Früchte heißen „Kaffeekirsche“ oder „Kaffeebeere“. Es sind süße Steinfrüchte. In jeder Frucht liegen zwei [[Samen]], das sind die Kaffeebohnen.
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Die Ernte findet einmal im [[Jahr]] statt, auf der [[Äquator|Nordhalbkugel]] zwischen Juli und Dezember. Meist pflücken die [[Bauer]]n die Kaffeefrüchte von Hand, und zwar immer nur die reifen Früchte. Das gibt später den besseren Kaffee.  
  
 
== Wie wird aus den Bohnen Kaffee? ==
 
== Wie wird aus den Bohnen Kaffee? ==
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[[Datei:Coffee beans being sorted and pulped.jpg|mini|Menschen pellen Kaffeebohnen aus dem Fruchtfleisch und sortieren die Bohnen.]]
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Es gibt verschiedene Methoden, um die Kaffeebohnen aus den Kaffeefrüchten herauszukriegen. Dahinter steckt viel Handarbeit. Immer wieder müssen schlechte Bohnen aussortiert werden. Oft werden sie dann als solcher Rohkaffee ins Ausland verkauft.
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Die Kerne oder Bohnen werden dann geröstet. Sie werden also auf einem Rost oder in einer Pfanne erhitzt, so dass sie nicht verbrennen. Es gibt verschiedene Röstgrade, das heißt, dass die Bohnen unterschiedlich lang geröstet werden. Sie kriegen dann ein helleres oder ein dunkleres Braun und schmecken unterschiedlich.
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Die gerösteten Bohnen werden dann zu einem feinen Pulver vermahlen. Man nennt es „Kaffeemehl“ oder „gemahlener Kaffee“. Um daraus einen trinkbaren Kaffee zu bekommen, muss man [[Wasser]] dazugießen. In manchen Ländern wartet man einfach, bis sich das Kaffeemehl auf dem Gefäßboden abgesetzt hat. Früher leerte man bei uns das Kaffeemehl in eine Tüte aus Filterpapier und goss das Wasser darüber. Heute benutzt man verschiedene [[Maschine]]n, um Trinkkaffe zu bekommen.
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==Welche Probleme gibt es auf der Welt rund um den Kaffee?==
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[[Datei:Coffee Harvest Laos.jpg|mini|Diese [[Frau]]en [[Ernte|ernten]] Kaffeefrüchte. Rund um den Kaffee gibt es viel Handarbeit, an der die [[Bauer]]n nur wenig verdienen.]]
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Am besten wachsen Kaffeepflanzen zwischen Bäumen, die ihnen Schatten geben. Auf solchen [[Acker|Feldern]] leben auch sehr viele verschiedene [[Tiere]]. Um mehr Platz für Kaffeepflanzen zu erhalten, wurden diese Bäume vielerorts gerodet. Dadurch verschwand die reiche Tierwelt und die [[Schädling]]e nahmen überhand. Die bekämpft man oft mit [[Chemie|chemischen]] Mitteln. Das ist schlecht für die [[Natur]]. In Ländern mit Kaffeeanbau ging deshalb auch viel [[Wald]] verloren. Das [[Grundwasser]] wurde schlechter. Wind und Regen trugen den fruchtbaren [[Erdboden]] ab, so dass immer weniger Felder zur Verfügung standen.
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In vielen Ländern sind es [[Familie]]n, die Kaffee produzieren. Die Familien können aber oft vom [[Geld]], das sie damit verdienen, gar nicht richtig leben. Wenn wir für einen [[Euro]] Kaffee kaufen, bekommt der Bauer dafür nur fünf Cent. Das führt zum Problem, dass oft [[Kind]]er mithelfen müssen und dadurch nicht zur [[Schule]] gehen können.
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Heute gibt es verschiedene [[Unternehmen]], die sich für einen [[Fairer Handel|fairen Handel]] mit Kaffeebohnen einsetzen. Sie wollen dafür sorgen, dass die Familien einen gerechten Lohn bekommen, von dem sie auch ohne [[Kinderarbeit]] wirklich leben können. Dafür kosten solche Kaffee-Produkte im [[Laden]] etwas mehr.
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Ein weiteres Problem liegt in den Handelswegen. Große Unternehmen behalten zum Beispiel den Kaffee zurück und hoffen so darauf, dass der Preis ansteigt. Er kann tatsächlich zwischen 800 und fast 3000 [[Dollar]] pro [[Tonne]] liegen. Davon profitieren aber wiederum nicht die Kakaobauern, sondern die Menschen und Unternehmen, die damit handeln.
  
Die geernteten Kaffeefrüchte werden zu dem uns bekannten Kaffeemehl weiterverarbeitet. Zuerst wird die Schale und das Fruchtfleisch entfernt, denn nur die Samen im Inneren der Frucht werden gebraucht. Diese Kerne werden dann geröstet. Es gibt verschiedene Röstgrade, das heißt, dass die Bohnen unterschiedlich lang geröstet werden und deswegen anders schmecken. Aus dem gemahlenen Kaffee kann man dann mit einer Kaffee- oder Espressomaschine verschiedene Heißgetränke machen. Zum Beispiel kann man mit geschäumter Milch einen Cappuccino machen. In [[Finnland]] wird der meiste Kaffee getrunken.
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Coffee Flowers.JPG|Die weißen [[Blüte]]n der Kaffeepflanzen
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Coffee Plantation.jpg|Auf solchen [[Plantage]]n leben nur noch wenige [[Tiere]].
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Female coffee farmer in Ethiopia (5762538117).jpg|Eine Bäuerin in [[Äthiopien]] mit einem Korb voller Kaffeefrüchte
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Coffee Drying on concrete Patio.jpg|Hier trocknen Kaffeebohnen an der [[Sonne]].
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Cafe Braeunerhof Wien 2004.jpg|Kaffee und eine [[Zeitung]] in einem typischen [[Wien]]er Kaffeehaus
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[[Kategorie:Artikelentwürfe]]
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{{Artikel}}
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[[Kategorie:Essen und Trinken]]

Aktuelle Version vom 13. Juli 2019, 07:08 Uhr

Das sind bereits geröstete Kaffeebohnen. Jetzt können sie zu Kaffeemehl gemahlen werden.

Kaffee ist ein Getränk, das meistens heiß getrunken wird. Es ist schwarzbraun und enthält normalerweise Koffein, sprich: Koffe-iin. Das ist ein Stoff, der dafür sorgt, dass man wach bleibt.

Alle Kaffee-Pflanzen brauchen sehr gleichmäßiges Wetter das ganze Jahr über. Aus diesem Grund wird Kaffee besonders in manchen Gebieten von Südamerika und Afrika angebaut. Dort gibt es keinen besonders heißen Sommer und keinen kalten Winter. Der meiste Kaffee wird in Brasilien angebaut. Darauf folgen Vietnam und Kolumbien.

Kaffee wird aus Kaffeemehl hergestellt. Das wird aus gerösteten Kaffeebohnen gemahlen. Kaffeebohnen sind die Samen der Früchte von verschiedenen Kaffeepflanzen.

Aus dem gemahlenen Kaffee kann man dann mit einer Kaffee- oder Espressomaschine verschiedene Heißgetränke machen. Zum Beispiel kann man mit geschäumter Milch einen Cappuccino zubereiten. In Europa trinken die Finnen den meisten Kaffee: vier bis fünf Tassen am Tag.

Inhaltsverzeichnis

Woher kommt Kaffee?

In diesen Ländern wachsen Kaffeepflanzen, weil sie tropisches Klima brauchen.
dunkelgrün: Robusta-Kaffee
gelb: Arabica-Kaffee
hellgrün: Beide Arten

Kaffeepflanzen wuchsen ursprünglich nur im tropischen Teil Afrikas und auf der Insel Madagaskar. Getrunken wurde Kaffee vermutlich zuerst in Äthiopien. Dies erwähnt ein Text aus dem 9. Jahrhundert. Vermutlich brachten Sklavenhändler den Kaffee nach Arabien. Das Handelszentrum für Kaffee lag in der Stadt Mocha, die man auch „Mokka“ nennt.

Anfangs verbreitete sich der Kaffeegenuss nur langsam. In gewissen Ländern war er sogar verboten. Im 17. Jahrhundert brachten Händler den Kaffee nach Europa. Die ersten Kaffeehäuser entstanden in Venedig und in London, dann auch in Marseille. Das erste Wiener Kaffeehaus eröffnete im Jahr 1685. Wien ist heute noch für seine Kaffeehäuser bekannt.

Nur wenig später brachten die Niederländer Kaffeepflanzen in ihre Kolonien, zum Beispiel nach Sri Lanka oder nach Java. Bald darauf gelangten Kaffeepflanzen auch nach Mittelamerika und in weitere tropische Länder.

Wie wachsen Kaffeebohnen?

So sehen Kaffeefrüchte an einer Arabica-Pflanze aus.

Kaffeepflanzen sind eine Gattung mit etwas über 120 verschiedenen Arten. Die bekanntesten sind Arabica und Robusta. Arabica-Kaffee nennt man auch Hochlandkaffee, weil die Arabica-Pflanze in Gegenden hoch über dem Meeresspiegel wächst. Die Robusta-Pflanze hingegen mag eher tieferliegende Gegenden.

Kaffeeplfanzen wachsen als Sträucher oder kleine Bäume. Sie ertragen nicht zu viel Sonnenschein, nicht zu viel Hitze und gar keine Kälte. Dazu brauchen sie recht viel Regen, mehr als bei uns fällt.

Die Blüten sind weiß und duften stark. Sie sind zugleich männlich und weiblich, wie bei unseren Äpfeln und den meisten Früchten. Die Früchte heißen „Kaffeekirsche“ oder „Kaffeebeere“. Es sind süße Steinfrüchte. In jeder Frucht liegen zwei Samen, das sind die Kaffeebohnen.

Die Ernte findet einmal im Jahr statt, auf der Nordhalbkugel zwischen Juli und Dezember. Meist pflücken die Bauern die Kaffeefrüchte von Hand, und zwar immer nur die reifen Früchte. Das gibt später den besseren Kaffee.

Wie wird aus den Bohnen Kaffee?

Menschen pellen Kaffeebohnen aus dem Fruchtfleisch und sortieren die Bohnen.

Es gibt verschiedene Methoden, um die Kaffeebohnen aus den Kaffeefrüchten herauszukriegen. Dahinter steckt viel Handarbeit. Immer wieder müssen schlechte Bohnen aussortiert werden. Oft werden sie dann als solcher Rohkaffee ins Ausland verkauft.

Die Kerne oder Bohnen werden dann geröstet. Sie werden also auf einem Rost oder in einer Pfanne erhitzt, so dass sie nicht verbrennen. Es gibt verschiedene Röstgrade, das heißt, dass die Bohnen unterschiedlich lang geröstet werden. Sie kriegen dann ein helleres oder ein dunkleres Braun und schmecken unterschiedlich.

Die gerösteten Bohnen werden dann zu einem feinen Pulver vermahlen. Man nennt es „Kaffeemehl“ oder „gemahlener Kaffee“. Um daraus einen trinkbaren Kaffee zu bekommen, muss man Wasser dazugießen. In manchen Ländern wartet man einfach, bis sich das Kaffeemehl auf dem Gefäßboden abgesetzt hat. Früher leerte man bei uns das Kaffeemehl in eine Tüte aus Filterpapier und goss das Wasser darüber. Heute benutzt man verschiedene Maschinen, um Trinkkaffe zu bekommen.

Welche Probleme gibt es auf der Welt rund um den Kaffee?

Diese Frauen ernten Kaffeefrüchte. Rund um den Kaffee gibt es viel Handarbeit, an der die Bauern nur wenig verdienen.

Am besten wachsen Kaffeepflanzen zwischen Bäumen, die ihnen Schatten geben. Auf solchen Feldern leben auch sehr viele verschiedene Tiere. Um mehr Platz für Kaffeepflanzen zu erhalten, wurden diese Bäume vielerorts gerodet. Dadurch verschwand die reiche Tierwelt und die Schädlinge nahmen überhand. Die bekämpft man oft mit chemischen Mitteln. Das ist schlecht für die Natur. In Ländern mit Kaffeeanbau ging deshalb auch viel Wald verloren. Das Grundwasser wurde schlechter. Wind und Regen trugen den fruchtbaren Erdboden ab, so dass immer weniger Felder zur Verfügung standen.

In vielen Ländern sind es Familien, die Kaffee produzieren. Die Familien können aber oft vom Geld, das sie damit verdienen, gar nicht richtig leben. Wenn wir für einen Euro Kaffee kaufen, bekommt der Bauer dafür nur fünf Cent. Das führt zum Problem, dass oft Kinder mithelfen müssen und dadurch nicht zur Schule gehen können.

Heute gibt es verschiedene Unternehmen, die sich für einen fairen Handel mit Kaffeebohnen einsetzen. Sie wollen dafür sorgen, dass die Familien einen gerechten Lohn bekommen, von dem sie auch ohne Kinderarbeit wirklich leben können. Dafür kosten solche Kaffee-Produkte im Laden etwas mehr.

Ein weiteres Problem liegt in den Handelswegen. Große Unternehmen behalten zum Beispiel den Kaffee zurück und hoffen so darauf, dass der Preis ansteigt. Er kann tatsächlich zwischen 800 und fast 3000 Dollar pro Tonne liegen. Davon profitieren aber wiederum nicht die Kakaobauern, sondern die Menschen und Unternehmen, die damit handeln.



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