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Nikolaus

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Nikolaus und das Kornwunder: Das Bild ist auf einer Altartafel. Sie befindet sich in der Kirche St. Mariae in Mühlhausen in Thüringen.
Heute wird der Nikolaus oft von einer dunklen Gestalt wie dem Knecht Ruprecht begleitet. Er ist links im Bild zu sehen.

Nikolaus ist eigentlich ein Vorname. Dabei denkt man aber vor allem an den Heiligen Nikolaus. Der hieß mit vollem Namen Nikolaus von Myra und lebte etwa um das Jahr 300 nach Christus. Über ihn weiß man nicht viel. Er war der Bischof von Myra und er soll den Armen geholfen und Tote wieder lebendig gemacht haben. Viele katholische und orthodoxe Christen verehren diesen Heiligen besonders.

Es gibt viele Erzählungen über den Heiligen Nikolaus. Laut diesen Erzählungen soll er Wunder vollbracht haben. Eine solche Geschichte ist die vom Kornwunder. Zu Zeiten einer großen Hungersnot lag ein Schiff im Hafen von Myra, das Getreide für den Kaiser in Byzanz geladen hatte. Nikolaus bat die Seeleute, den hungernden Menschen zu helfen und einen Teil des Korns auszuladen. Diese hatten jedoch Angst, denn sie wussten, dass das Korn genau abgewogen war und trauten sich deshalb nicht, davon etwas abzugeben.

Die Seeleute gaben erst etwas ab, als Nikolaus ihnen versprach, dass ihnen nichts passieren würde. Als sie mit ihrem Schiff beim Kaiser in Byzanz ankamen, stellten sie verwundert fest, dass kein Gramm fehlte. Das Korn, das Nikolaus von den Seeleuten erhalten hatte, reichte jedoch ganze zwei Jahre.

Welche Bräuche über den Nikolaus gibt es?

Im Christentum gibt es viele Bräuche, die mit Nikolaus zu tun haben. Sein Geburtstag soll der 6. Dezember gewesen sein. Für die Christen ist das der Tag des Heiligen Nikolaus. In Deutschland, Österreich und der Schweiz bekommen die Kinder kleine Geschenke, meistens Nüsse und Süßigkeiten. Dazu stellen sie am Abend vor dem Nikolaustag Teller, Strümpfe oder Schuhe auf. Diese füllt der Nikolaus dann in der Nacht zum 6. Dezember mit Geschenken. In Luxemburg haben Grundschüler am Nikolaustag sogar schulfrei.

Je nach Region hat der Nikolaus auch verschiedene Namen. In den schweizerischen Mundarten hat der Nikolaus verschiedene Namen, die jedoch alle ähnlich klingen. In der Umgebung von Zürich beispielsweise heißt er „Samichlaus". In Luxemburg heißt er „Kleeschen". Auch in den Tagen vor der Nikolausnacht, besucht er schon mal die Kinder und redet auch mit ihnen. Dabei können sie ihm ihre Wünsche mitteilen und bekommen manchmal auch schon Geschenke. Er wird gewöhnlich feierlich von den Kindern mit besonderen Liedern empfangen. So gibt es in vielen Sprachen Nikolauslieder.

Bei seinen Besuchen, wird der Nikolaus oft auch von verschiedenen Personen begleitet. Dabei begleitet ihn je nach Region manchmal auch ein dunkel gekleideter Geselle. Dieser verteilt auch schon mal Ruten an Kinder, die nicht artig waren. In Deutschland ist das meist Knecht Ruprecht, in der Schweiz der Schmutzli, in Österreich ein Krampus und in Luxemburg der Houseker. Da der Nikolaus im Himmel lebt, begleiten ihn manchmal auch Engel.




Wissen kindgerecht und leicht verständlich – Mehr Wissenswertes über „Nikolaus“ bei der Blinden Kuh.

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