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Brot

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Verschiedene Brotsorten, wie man sie aus verschiedenen Arten von Getreide macht

Brot ist ein Lebensmittel, das gebacken wird. Aus Mehl, Wasser und anderen Zutaten macht man zunächst einen Teig. In der Steinzeit buken die Menschen ihr Brot auf heißen, flachen Steinen. Das geht aber nur mit dünnen Fladenbroten. Tortillas sind heute noch ein Beispiel dafür. Wichtig war deshalb die Erfindung des Backofens, damit es rundherum heiß wird.

Das Video aus einer deutschen Museumsbäckerei zeigt, wie früher in einem Steinofen gebacken wurde.

Der Geschmack des Brotes hängt vor allem davon ab, aus welchem Getreide das Mehl gemahlen wurde. Aber auch wie man die Löcher in das Brot bringt, verändert den Geschmack: Mit Sauerteig schmeckt ein Brot deutlich anders als ein Hefebrot. Dann kann man natürlich weitere Zutaten verwenden: Milch, Eier, Zucker, Öl, Früchte, Rosinen, Speck und vieles anderes mehr.

In vielen Ländern essen die Menschen eine Menge Brot, beispielsweise zum Frühstück, aber nicht nur. So ist in Bayern die Brotzeit eine Zwischenmahlzeit mit Brot, Fleisch und Käse.

Was bedeutet Brot mehr als Essen?

Brot gilt als Grundnahrungsmittel: In vielen Ländern essen die Menschen es täglich. Es ist ein Zeichen dafür geworden, dass es Menschen gut geht. In Russland und auch in anderen Ländern der Erde begrüßt man neue Nachbarn mit Brot und Salz, in Polen schenkt man einem Brautpaar Brot.

Auch in Religionen spielt Brot eine Rolle. Die Juden zum Beispiel feiern Moses Flucht aus Ägpten mit ungesäuertem Brot. Bei solchen Matzes wird der Teig bald gebacken, damit er nicht säuert. Das ungesäuerte Brot schmeckt anders und erinnert an das karge Leben in der Wüste.

Jesus soll gebetet haben: Unser täglich Brot gib uns heute. Außerdem sagte er beim letzten Abendmahl, dass der Wein sein Blut sei und das Brot sein Körper. Im Gottesdienst esssen die Gläubigen ein Stück Brot, genauer eine Oplate, zur Erinnerung an das letzte Abendmahl. Manche Christen glauben sogar, dass Brot und Wein sich tatsächlich in Fleisch und Blut verwandeln.

Wie kommen die Löcher in das Brot?

Sauerteig: Hier arbeiten Milchsäurebakterien.

Eine weitere wichtige Erfindung verdankten die Menschen dem Zufall. Wenn Teig eine Zeitlang herumsteht, besiedeln ihn unter anderem Hefepilze. Nach dem Kneten machen die sich an die Arbeit: Sie verarbeiten den Zucker, den sie auch im Mehl finden. Dabei entsteht ein unschädliches Gas, das Kohlendioxid. Dieses Gas macht die Blasen in den Teig. Dies ist bis heute die wichtigste Methode, um Brot luftig und bekömmlich zu machen. Zudem entsteht durch die Hefe eine Säure, die gibt dem Brot seinen typischen Geschmack.

Den Sauerteig haben bereits die Römer erfunden. Es brauchte dazu Weizenkleie und Traubenmost. Darin siedelten sich Milchsäure-Bakterien Hefepilze an. Die verursachten ebenfalls Blasen im Brot. Vom Sauerteig kann man immer einen kleinen Teil in den Brotteig geben und den Rest behalten. Wenn man den Rest weiterhin mit Weizenkleie anreichert, geht er nie aus.

Im Mittelalter ging unter den Leuten viel Wissen um die Brotherstellung verloren. Nur die Fürstenhöfe und die Klöster kümmerten sich weiter darum.

Heute kennt man noch weitere Produkte, die das Brot aufgehen lassen. Man fasst sie unter dem Namen „Backtriebmittel“ zusammen. Dazu gehören Backpulver und viele andere. Einige davon werden biologisch hergestellt, andere chemisch.




Zu „Brot“ gibt es auch einen Artikel für Lese-Anfänger auf MiniKlexikon.de und weitere Such-Ergebnisse von Blinde Kuh und Frag Finn.

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