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Burundi

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Auf einem Markt in Burundi
Das Wasser in Burundi ist oftmals sehr schmutzig. Viele Leute werden dadurch krank.

Burundi ist ein Land im Osten Afrikas. Es gehört zu den zehn kleinsten Ländern Afrikas. Das deutsche Bundesland Brandenburg ist etwa gleich groß. In Burundi leben 11 Millionen Menschen. Burundi ist somit dicht besiedelt. Es hat ziemlich viele Einwohner im Vergleich zur Fläche.

Burundi liegt nur wenig südlich des Äquators. Weil es recht hoch über dem Meeresspiegel liegt, ist es nicht allzu heiß: Mittags ist es immer etwa 30 Grad Celsius warm, nachts etwa 20 Grad. Im Juni, Juli und August regnet es fast nie. In den übrigen Monaten regnet es etwa jeden dritten Tag.

Burundis Hauptstadt heißt Bujumbura und liegt im Westen des Landes. Bujumbura ist die größte Stadt des Landes, aber nur etwa jeder zwanzigste Einwohner wohnt in dieser Stadt. Es gibt auch sonst nicht viele Städte. Die meisten Einwohner leben auf dem Land. Die Amtssprachen Burundis sind Französisch und Kirundi. Für einen Großteil der Einwohner Burundis ist Kirundi die Muttersprache.

Was geschah früher in Burundi?

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war Burundi ein eigenständiges Königreich. Ab den 1890er Jahren jedoch wurde es gemeinsam mit Ruanda Teil der Kolonie Deutsch-Ostafrika. Während des Ersten Weltkriegs wurde Burundi von Belgien erobert. Allerdings ist Burundi seit dem Jahr 1962 unabhängig.

Die Einwohner gehören zu einer von zwei großen Gruppen, die Tutsi und die Hutu. Ähnlich wie in Indien leben die Gruppen nebeneinander. Man gehört von Geburt an zu einer Gruppe, und die Leute heiraten auch nur in ihrer Gruppe. Die allermeisten Einwohner sind Hutu. Die meisten von ihnen arbeiten in der Landwirtschaft.

Die Tutsi sind eher wenige, haben aber das meiste Geld und die meiste Macht. Die Armee steht auf ihrer Seite. Während langer Zeit unterdrückten sie die Hutu. Auch deshalb ist das Land so arm. Viele Hutu wurden getötet oder sie sind ins Ausland geflohen. Im Jahr 1993 brach wieder ein Bürgerkrieg zwischen den beiden Gruppen aus, ebenso im Nachbarland Ruanda.

Seit dem Jahr 2004 stehen internationale Friedenstruppen in Burundi: Diese Soldaten gehören zu den Vereinten Nationen. Sie verhindern die meiste Gewalt. Seither haben die Hutu ein besseres Leben.

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es?

Einige Nilpferde im Rusizi-Nationalpark

In Burundi gibt es drei Nationalparks. Der größte von ihnen ist der Ruvubu-Nationalpark. Den Namen hat der Nationalpark vom Fluss Ruvubu. Die zwei anderen Nationalparks heißen Rusizi-Nationalpark und Kibira-Nationalpark.

Im Nordwesten Burundis liegt der Tanganjikasee. Er ist der zweittiefste See der ganzen Welt. An seinem Ufer liegen außer Burundi noch drei andere Staaten.

Wovon leben die Menschen?

Die meisten Menschen leben von der Landwirtschaft. Es gibt jedoch zu wenig Land für die vielen Bauern. Sie können sich deshalb nur unzureichend ernähren.

Burundi ist eines der ärmsten Länder der Welt. Fast die Hälfte der Bevölkerung hungert. Ein Großteil der Einwohner Burundis leben von der Landwirtschaft. Aber die Bauern haben zu wenig Land, weil es so viele Menschen gibt. Zudem kommen immer mehr aus dem Ausland zurück, seit es keinen Krieg mehr gibt. Die Bauern bauen vor allem Bananen, Reis, Maniok und Mais an. Auch Kaffee und Tee werden in großen Mengen angebaut. Diese verkauft man aber vor allem ins Ausland.

Burundi ist ein Land mit vielen verschiedenen Bodenschätzen. Dazu gehören unter anderem Gold, Erdöl, Uran und das Metall Nickel. Allerdings fehlt dem Land oft das Geld, um die Bodenschätze abzubauen. Seit dem Ende des Kriegs verbessert sich die Situation der Einwohner, aber nur sehr langsam.



Wissen kindgerecht und leicht verständlich – Mehr Wissenswertes über „Burundi“ bei der Blinden Kuh.

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