Windkraft

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Ein Windrad mit drei Rotorblättern

Die Windkraft kommt aus der Energie, die der Wind in sich trägt. Schon lange ließen sich Segelschiffe damit in Fahrt bringen. Später nutzte man die Windkraft in Windmühlen, die Getreide mahlten oder Wasser über einen Deich pumpten. Heute denkt man bei der Windkraft vor allem daran, wie man mit einem Windrad und einem Generator elektrischen Strom erzeugen kann.

Eine solche Anlage hat als erster ein Schotte gebaut, im Jahr 1887. Er baute ein einfaches Windrad mit vier Segeln als Flügel. Die Stange in der Mitte, die Achse, verband er mit einem Generator. Eine solche Maschine kann aus der Drehkraft Elektrizität gewinnen, ähnlich wie der Dynamo am Fahrrad.

Diese Technik entwickelten findige Menschen laufend weiter. Die Anlagen wurden immer größer und nutzten die Kraft des Windes immer besser aus. Heute gibt es nicht nur riesige Windräder auf hohen Masten, sondern ganze Windparks. So nennt man es, wenn mehrere Windräder nahe bei einander stehen.

Die Windkraft hat wichtige Vorteile. Man nennt sie eine erneuerbare Energie, da der Wind auch in Zukunft weht und nicht durch die Windkraft weniger wird. Kohle, Erdgas und Erdöl hingegen werden verbraucht und wachsen nicht nach. Bei der Windkraft entsteht an sich auch kein Schmutz.

Von der Energie, die man auf der Welt nutzt, stammt noch wenig aus der Windkraft. Bei einigen Ländern ist es aber schon ein großer Anteil, in Dänemark etwa ein Drittel. China, die USA und Deutschland sind die drei Länder auf der Welt, die am meisten Windstrom gewinnen.

Was muss man über Windräder wissen?

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offshore
onshore

Windräder, die an Land aufgestellt werden, nennt man „Onshore-Windräder“. Ihr Turm kann bis zur Spitze 150 Meter hoch sein. Ihre Rotorblätter sind bis zu 65 Meter lang. Sie werden oft an sehr windigen Standorten aufgebaut, also in der Nähe von Küsten oder auf hohen Bergen. Wenn es windig wird, fangen die Windräder an, Strom zu erzeugen. Die Menge an Strom eines einzigen modernen Windrads würde ausreichen, um zwei tausend Familien mit Strom zu versorgen.

Windräder an Land werden meistens nicht alleine aufgestellt, sondern in Windparks. Dort stehen dann oft mehr als 20 Windräder. Man baut das so, weil das für die Firma viel günstiger ist. Außerdem brauchen die Arbeiter dann auch nicht so weit bis zum nächsten Windrad zu fahren, wenn sie zum Beispiel etwas reparieren müssen.

Ein Offshore-Windpark erzeugt mehr Strom als einer an Land.

Nicht alle Menschen finden es gut, wenn in ihrer Nähe große Windräder aufgestellt werden. Deswegen gibt es oft Proteste gegen geplante Windräder. Viele Leute meinen, dass die Geräusche der Windräder viel zu laut sind und stören können. Die Schatten der Rotorblätter dürfen sich auch nicht über Häuser bewegen. Sie könnten aber auch Haustiere stören, zum Beispiel Rinder oder Schafe. Zudem besteht die Gefahr, dass Vögel oder Fledermäuse von den Rotorblättern erschlagen werden.

Windräder auf dem Meer, offshore, stehen oft ein paar Kilometer vor der Küste im Meer. Das macht man, damit sie nicht die Menschen in den Küstenorten stören. Man muss die Windräder mehrmals im Jahr überprüfen, damit sie gut funktionieren. Das ist aber schwieriger als auf dem Land und deshalb teurer.

Doch auf dem Meer weht ein stärkerer Wind als auf dem Land. Die Rotorblätter dieser Windräder sind bis zu 85 Meter lang, so lang wie ein großes Flugzeug. So ein Rad liefert etwa doppelt so viel Strom wie eines an Land.




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