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Tadschikistan

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Die schneebedeckten Berge in Tadschikistan sind typisch für das Land.

Tadschikistan ist ein Hochgebirgsland in Zentralasien. Nachbarländer sind Usbekistan, Kirgisistan, China und Afghanistan. Fast die Hälfte des Staatsgebietes liegt höher als 3.000 Meter. Im Osten gibt es das Pamir-Gebirge. Der höchste Berg des Landes ist mehr als 7.000 Meter hoch. Im Norden gibt es etwas Tiefland, das von Bauern genutzt wird. Im Rest des Landes ist nur Viehzucht möglich.

Tadschikistan ist sehr weit vom Meer entfernt. Deshalb ist das Klima extrem kontinental. Die Winter sind sehr kalt, die Sommer sehr heiß. Es fällt nur wenig Regen. Der größte See Tadschikistans ist der Karakul-See. Er hat keinen Abfluss und ist deswegen so salzig, dass nur eine einzige Fischart darin leben kann.

Hauptstadt ist Duschanbe. Der Name bedeutet „zweiter Tag nach Samstag“, also „Montag“. Duschanbe entstand aus einem Dorf, an dem montags immer Markt war. Duschanbe war bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts eine Kleinstadt. Seit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz aber wuchs die Stadt und wurde zum Zentrum Tadschikistans. Vor dem Präsidentenpalast wurde der höchste Flaggenmast der Erde aufgestellt. Er ist 165 Meter hoch. Das ist höher als der Kölner Dom. Er sollte höher sein als der Flaggenmast im Staat Aserbaidschan, der 162 Meter hoch ist.

In Tadschikistan leben fast neun Millionen Menschen. Das sind etwas mehr als in der Schweiz leben. Das Land ist aber mehr als drei Mal so groß wie die Schweiz. In Tadschikistan leben hauptsächlich Tadschiken. Das ist ein Volk, das mit den Persern im Iran und in Afghanistan verwandt ist. Auch die Sprache ist verwandt. Das Tadschikische gilt als Dialekt der persischen Sprache. Anders als im Iran und in Afghanistan wird Tadschikisch aber mit kyrillischer Schrift geschrieben. Im Iran und in Afghanistan schreiben die Menschen mit der arabischen Schrift. Das heißt, die Menschen in Tadschikistan können mit Afghanen sprechen, können ihnen aber nicht schreiben.

Die kyrillische Schrift haben die Tadschiken von den Russen übernommen. Bis zum Jahr 1991 gehörte Tadschikistan zur Sowjetunion. Auf die Unabhängigkeit folgte ein langer Bürgerkrieg. Viele Minderheiten verließen das Land. Von 400.000 Russen sind nur 100.000 geblieben. Die russische Sprache wird aber wieder wichtig und ist wieder Pflichtfach an den Schulen. Es ist wichtig für die Verständigung der verschiedenen Völker des Landes. In Tadschikistan lebt auch eine kleine Minderheit von Menschen, die aus Deutschland stammen. Ihre Zahl ist jedoch nach dem Zerfall der Sowjetunion von 39.000 auf 1.700 Menschen zurückgegangen.

Die Einwohner Tadschikistans sind fast alle Anhänger des Islam. Die Religionen werden aber in diesem Land von der Regierung streng kontrolliert, denn die Regierung hat Angst vor islamischen Rebellen. Deshalb sind auch viele Moscheen geschlossen. Tadschikistan gilt als einer der strengsten Staaten der Erde. Die Menschenrechte werden nur wenig beachtet.