Keilschrift: Unterschied zwischen den Versionen

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(üb; Sumer lag im südlichen Irak, nicht in Syrien)
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[[Datei:Sales contract Shuruppak Louvre AO3766.jpg|miniatur|Vor 4600 Jahren hat ein Sumerer einem anderen etwas verkauft. Das weiß man dank dieses [[Vertrag|Vertrages]]. Man hat ihn in Keilschrift auf diese Tontafel geschrieben.]]
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[[Datei:Sales contract Shuruppak Louvre AO3766.jpg|miniatur|Vor 4600 [[Jahr]]en hat ein Sumerer einem anderen etwas verkauft. Das weiß man dank dieses [[Vertrag]]s. Man hat ihn in Keilschrift auf diese Tontafel geschrieben. An den Formen erkennt man, dass der Schreiber verschiedene Griffel verwendet hatte.]]
Keilschrift ist eine der ältesten [[Schrift|Schriften]] der [[Menschheit]]. Erfunden wurde sie von den [[Sumerer|Sumerern]], die dort lebten, wo heute der [[Irak]] liegt. Das war vor etwa 5000 Jahren. Es dauerte allerdings [[Jahrhundert|Jahrhunderte]], bis aus den früheren Zeichen eine richtige Schrift wurde.
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[[Datei:-1500 Assyrian hymn catalogue anagoria.JPG|mini|Diese Tontafel wurde in einem [[Feuer]] gebrannt und erhielt sich während einigen tausend Jahren.]]
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Keilschrift ist eine der ältesten [[Schrift]]en der [[Menschheit]]. Erfunden wurde sie von den [[Sumerer]]n, die dort lebten, wo heute der [[Irak]] liegt. Das war vor etwa 5000 [[Jahr]]en. Es dauerte allerdings [[Jahrhundert]]e, bis aus den früheren Zeichen eine richtige Schrift wurde.
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Keilschrift schrieb man auf Tafeln aus [[Lehm]]. Wenn ein [[Haus]] oder gar eine [[Bibliothek]] [[Feuer]] fing, wurden diese Tontafeln gebrannt wie [[Keramik]] in einem Brennofen. Dadurch blieben sie während vielen tausend Jahren erhalten. Eher selten meißelte man Keilschrift in [[Stein]]. Auch davon gibt es viele Fundstücke.
  
 
Die Keilschrift ist wichtig, weil wir dank ihr die [[Sprache]] der Sumerer kennen. Andere [[Hochkultur]]en haben sie übernommen und für sich angepasst, zum Beispiel die [[Babylonien|Babylonier]] und die Hethiter. Durch die Keilschrift sind einige der ältesten Geschichten der Menschheit bewahrt geblieben, wie das Gilgamesch-Epos.
 
Die Keilschrift ist wichtig, weil wir dank ihr die [[Sprache]] der Sumerer kennen. Andere [[Hochkultur]]en haben sie übernommen und für sich angepasst, zum Beispiel die [[Babylonien|Babylonier]] und die Hethiter. Durch die Keilschrift sind einige der ältesten Geschichten der Menschheit bewahrt geblieben, wie das Gilgamesch-Epos.
  
Man nennt die Schrift heute Keilschrift, weil sie aus kleinen Einkerbungen besteht, Keilen. Die Schreiber haben oft in Blöcke aus Ton diese Keile eingeritzt. Mehrere Kerben machten ein Zeichen aus. Manche Zeichen standen für eine [[Silbe]], andere für eine Sache. Manche Zeichen wiederum haben schließlich die Bedeutung eines [[Wort]]es erhalten.
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Die Keilschrift war sehr schwierig und wurde deshalb nicht mehr genutzt. Sie geriet dadurch in Vergessenheit. In [[Europa]] hat man erst wieder im [[Mittelalter]] von Inschriften mit Keilschrift gehört. Es dauerte aber noch Jahrhunderte, bis man sie entziffern konnte. Erst um das Jahr 1840 konnte man wieder etwas in Keilschrift lesen und verstehen.
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==Wie schrieb man Keilschrift?==
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Es gab zwei Arten, Keilschrift zu schreiben. Für die eine Art brauchte man einen kleinen Keil. Das war ein Stückchen [[Holz]] mit einer besonderen Form am Ende. Damit drückte man Striche in eine Tafel aus weichem [[Lehm]]. Anfangs schrieb man damit einfache Bilder, so wie unsere [[Piktogramm]]. Dann entwickelten sich [[Silbe]]n aus Bildern, die gleich klangen. Damit konnte man [[Wort|Wörter]] und [[Satz|Sätze]] zusammensetzen.
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Später benutzte man verschiedene Hölzchen, die man auch „Griffel“ nennt. Sie hatten nicht nur die Form eines Keils, sondern waren auch rund oder hatten zum Beispiel die Form eines Pfeils. Dadurch wurde die Keilschrift vielfältiger.
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Auf die zweite Art schrieb man auf eine trockene Tontafel. Man ritzte die Schrift mit einer spitzen Nadel ein. Das war für einfachere Mitteilungen gedacht. Man konnte die Schrift nämlich mit einem Messer wieder abkratzen und die Tontafel neu beschreiben. Das war so ähnlich, wie wir heute in der [[Schule]] eine Wandtafel putzen oder eine Schrift mit [[Bleistift]] ausradieren.
  
Die Keilschrift war ziemlich schwierig. Darum haben die Menschen später eine Schrift mit [[Buchstabe]]n übernommen, und zwar das [[Alphabet]] der Phönizier. Das war vor etwa 3000 Jahren. In [[Europa]] hat man erst wieder im [[Mittelalter]] von Inschriften mit Keilschrift gehört. Es dauerte Jahrhunderte, bis man mehr darüber erfuhr. Erst um das Jahr 1840 konnte man wieder etwas in Keilschrift verstehen.
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Babylonian tablet with administrative text.jpg|Dies sind Anordnungen eines [[Beamter|Beamten]].
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Cuneiform tablet BM62788.jpg|Diese Tafel beschreibt, wie man Wolle färbt.
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Slave treaty tablet.jpg|Ein Vertrag zwischen zwei [[Mann|Männern]] über einen [[Sklave]]n
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Tablet Rimush Louvre AO5476.jpg|Eine Liste von Siegen, die der [[König]] von Marhashi errungen hat.
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Hierarchic list of Gods of Ugarit-AO 29393-IMG 1171-black.jpg|Hier sind die [[Gott|Götter]] des Königreichs Ugarit aufgelistet.
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Version vom 29. Mai 2019, 17:48 Uhr

Vor 4600 Jahren hat ein Sumerer einem anderen etwas verkauft. Das weiß man dank dieses Vertrags. Man hat ihn in Keilschrift auf diese Tontafel geschrieben. An den Formen erkennt man, dass der Schreiber verschiedene Griffel verwendet hatte.
Diese Tontafel wurde in einem Feuer gebrannt und erhielt sich während einigen tausend Jahren.

Keilschrift ist eine der ältesten Schriften der Menschheit. Erfunden wurde sie von den Sumerern, die dort lebten, wo heute der Irak liegt. Das war vor etwa 5000 Jahren. Es dauerte allerdings Jahrhunderte, bis aus den früheren Zeichen eine richtige Schrift wurde.

Keilschrift schrieb man auf Tafeln aus Lehm. Wenn ein Haus oder gar eine Bibliothek Feuer fing, wurden diese Tontafeln gebrannt wie Keramik in einem Brennofen. Dadurch blieben sie während vielen tausend Jahren erhalten. Eher selten meißelte man Keilschrift in Stein. Auch davon gibt es viele Fundstücke.

Die Keilschrift ist wichtig, weil wir dank ihr die Sprache der Sumerer kennen. Andere Hochkulturen haben sie übernommen und für sich angepasst, zum Beispiel die Babylonier und die Hethiter. Durch die Keilschrift sind einige der ältesten Geschichten der Menschheit bewahrt geblieben, wie das Gilgamesch-Epos.

Die Keilschrift war sehr schwierig und wurde deshalb nicht mehr genutzt. Sie geriet dadurch in Vergessenheit. In Europa hat man erst wieder im Mittelalter von Inschriften mit Keilschrift gehört. Es dauerte aber noch Jahrhunderte, bis man sie entziffern konnte. Erst um das Jahr 1840 konnte man wieder etwas in Keilschrift lesen und verstehen.

Wie schrieb man Keilschrift?

Es gab zwei Arten, Keilschrift zu schreiben. Für die eine Art brauchte man einen kleinen Keil. Das war ein Stückchen Holz mit einer besonderen Form am Ende. Damit drückte man Striche in eine Tafel aus weichem Lehm. Anfangs schrieb man damit einfache Bilder, so wie unsere Piktogramm. Dann entwickelten sich Silben aus Bildern, die gleich klangen. Damit konnte man Wörter und Sätze zusammensetzen.

Später benutzte man verschiedene Hölzchen, die man auch „Griffel“ nennt. Sie hatten nicht nur die Form eines Keils, sondern waren auch rund oder hatten zum Beispiel die Form eines Pfeils. Dadurch wurde die Keilschrift vielfältiger.

Auf die zweite Art schrieb man auf eine trockene Tontafel. Man ritzte die Schrift mit einer spitzen Nadel ein. Das war für einfachere Mitteilungen gedacht. Man konnte die Schrift nämlich mit einem Messer wieder abkratzen und die Tontafel neu beschreiben. Das war so ähnlich, wie wir heute in der Schule eine Wandtafel putzen oder eine Schrift mit Bleistift ausradieren.



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