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Segeln

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Die Alexander von Humboldt 2 ist ein Segelschiff, das zur Ausbildung von Seglern dient. Es ist nach dem Naturforscher Alexander von Humboldt benannt.

Beim Segeln wird die Energie des Windes genutzt, um ein Boot oder Schiff auf dem Wasser fortzubewegen. Ein Segel ist wie ein großes Tuch, das am Mast des Schiffs hängt. Ein Segelschiff kann ein oder mehrere Segel haben. Besonders große Boote besitzen deshalb auch mehrere Masten. Wenn der Wind gegen das Segel drückt, bewegt er damit auch das Schiff unter ihm voran. Wenn genug Wind ist, kommt das Schiff gut voran. Wenn der Wind schwach ist, kommt das Schiff weniger schnell voran. Somit ist die Fortbewegung mit einem Segelschiff sehr abhängig vom Wetter.

Schon seit dem Altertum haben Menschen Segelschiffe gebaut und genutzt. Besonders gute Seefahrer waren zum Beispiel die Phönizier in der Antike oder die Wikinger im Mittelalter. Man nutzte Segelschiffe nicht nur für den Transport von Menschen, sondern auch für den Handel, den Fischfang und bei Seeschlachten. Vor allem im Altertum gab es auch Segelschiffe, bei denen zusätzlich Ruderer für den Antrieb sorgten. Oft waren das Sklaven, die während der Fahrt sehr schlecht behandelt wurden. Man peitschte sie zum Beispiel aus, damit sie schneller ruderten. Das kennt man unter anderem aus Filmen, die im Alten Rom spielen.

Etwa seit dem 19. Jahrhundert gibt es Schiffe, die durch Maschinen angetrieben werden. Erst waren das Dampfmaschinen, heute Dieselmotoren. Damit kommt man schneller voran, ist weniger vom Wetter abhängig und braucht auch weniger Personal an Bord als früher. Dadurch kamen Segelschiffe bei uns aus der Mode. In manchen, meist ärmeren Ländern, sind Segelschiffe aber immer noch im Alltag verbreitet. Mittlerweile forscht man aber auch daran, wie man mit besonderen Segeln den Energieverbrauch von Schiffen mit Motor verkleinern kann. Das spart Geld und ist gut für den Klimaschutz.

Wozu werden Segelschiffe heute vor allem genutzt?

Hier wird auf der Alster in Hamburg gerade ein Rennen der Segel-Bundesliga abgehalten. Bei dieser Regatta messen sich die besten Segelvereine Deutschlands.

Bei uns ist Segeln heute vor allem als Hobby und Sportart bekannt. Manche betreiben den Sport auch professionell, also als Beruf. Es gibt kleinere Boote auf denen man meist allein oder zu zweit segelt. Auch Kinder können das Segeln damit auf ruhigen Gewässern lernen. Andere fahren größere Boote mit Wohn- und Schlafraum mit denen man mehrere Tage unterwegs sein kann. Man spricht dann von einer Yacht.

Eine Regatta ist ein Rennen zwischen Booten. Der Name Regatta kommt aus dem Italienischen. Dabei treten normalerweise Segelboote der gleichen Art gegeneinander an. Sie müssen dazu eine bestimmte Strecke abfahren und man schaut, welches Schiff zuerst im Ziel ist. Die Strecke wird durch Bojen markiert, die im Wasser schwimmen. Eine Regatta besteht oft aus mehreren solcher Rennen. Am Ende werden die Zeiten dann zusammengerechnet um den Sieger zu bestimmen. Es gibt auch Segel-Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen.

Solche Regatten dauern meist einige Stunde oder werden über ein paar Tage verteilt gefahren. Es gibt aber auch Regatten, bei denen die Segler mehrere Tage oder Wochen am Stück unterwegs sind. Sie essen und schlafen dann auch auf ihrer Yacht. Solche Regatten finden auf dem Meer und über lange Strecken statt. Bei einigen der größten müssen die Teilnehmer sogar einen ganzen Ozean durchqueren oder eine Weltumrundung schaffen.

Wie funktioniert ein Segelschiff?

Segler müssen auf die Windrichtung achten um ihre Segel richtig auszurichten. Gegen den Wind kann ein Segelschiff nicht fahren.
Damit der Wind das Boot nicht umkippt, setzen die Segler ihr Gewicht als Gegengewicht ein. Hier hängen sie sich sogar an einem Seil über das Boot hinaus, dem Trapez.

Damit ein Segelschiff vorwärts kommt, braucht es natürlich zunächst ein oder mehrere Segel. Die kleineren Sportboote besitzen meist nur ein oder zwei Segel, größere Schiffe können bedeutend mehr Segel haben. Es gibt verschiedene Arten von Segeln. Man benutzt sie je nachdem wie stark und aus welcher Richtung der Wind kommt. Ihre Form und ihr Material sind jeweils daran angepasst. Früher benutzte man Segel aus Naturmaterialien wie Hanf, Leinen oder Baumwolle. Heute entwickelt man spezielle Stoffe aus Kunststoff.

Der Wind bewegt das Segelschiff weiter. Entscheidend dafür ist der Winddruck. Dabei wirken vor allem zwei Kräfte. Die Lee-Seite des Schiffs, ist die Seite aus der der Wind bläst. Dort drückt der Wind ins Segel und schiebt das Schiff vorwärts. Das Segel hindert den Wind daran, auf die andere Seite des Schiffs zu gelangen. Dadurch „fehlt“ dort etwas Luft und es entsteht ein Unterdruck. Dieser zieht das Schiff vorwärts. Diese beiden Kräfte wirken zusammen und bewegen das Schiff vorwärts. Man nennt die Seite des Schiffs, die vom Wind entfernt ist, Lee-Seite.

Segler müssen immer darauf achten aus welcher Richtung der Wind kommt. Segelschiffe können nämlich nie gegen den Wind fahren, also in die Richtung aus der der Wind kommt. Dann kommen sie nicht vom Fleck. Damit der Wind das Schiff bewegt, kann er von hinten, seitlich oder schräg zum Segel blasen. Dazu müssen die Segel aber richtig ausgerichtet sein. Zum Einstellen des Segels sind Seile daran befestigt, die man anziehen oder lockern kann. Man nennt ein solches Seil Schot.

Fährt das Schiff seitlich oder schräg zum Wind, drückt der Wind das Boot nicht nur vorwärts, sondern auch zur Seite. Man nennt das abdriften. Große Schiffe haben dazu einen Kiel am Boden des Schiffs. Er ist besonders geformt und reicht ziemlich tief ins Wasser. Er sorgt dafür, dass das Schiff nicht zur Seite gedrückt wird. Außerdem liegt das Schiff dadurch ruhiger im Wasser und kann nicht kentern, also umkippen. Bei kleineren Booten ist der Kiel allerdings flach, sie liegen nicht so tief im Wasser. Damit sie trotzdem nicht abdriften, haben sie ein Schwert: Das sieht wie ein dünnes Brett aus, das unter dem Schiff senkrecht ins Wasser schaut. Man kann es herausziehen oder herausklappen, wenn man es nicht braucht.

Gesteuert wird ein Segelschiff über ein Ruder hinten am Schiff, am Heck. Dieses Ruder wird bei großen Schiffen über ein Steuerrad bedient an dem gedreht wird. Kleinere Boote haben eine Pinne. Das ist eine Art Hebel an dem man zieht oder drückt um das Ruder zu bedienen. Dadurch kann ein Schiff drehen und bestimmte Manöver machen. Ein wichtiges Manöver ist zum Beispiel die Wende: Dabei macht das Schiff eine Kurve, dreht seine Nase kurz gegen den Wind und fährt dann in die andere Richtung weiter. Dabei wechselt das Segel die Seite und auf kleinen Schiffen muss man sich ducken, um nicht von ihm getroffen zu werden.

Will ein Segler trotzdem in die Richtung fahren, aus der der Wind kommt, benutzt er einen Trick: Er fährt zunächst in eine Richtung so nahe wie möglich am Wind. So kommt er dem Ziel schon etwas näher. Dann macht er eine Wende um in die andere Richtung zu fahren und sich weiter dem Ziel zu nähern. Auf breiten Gewässern reichen nur wenige Wenden um zum Ziel zu kommen. Auf einem schmalen Gewässer muss man dieses Manöver hingegen oft wiederholen, weil man immer nur kurze Strecken in eine Richtung fahren kann ohne dem Ufer zu nah zu kommen. Das Schiff kreuzt dann nach und nach zu seinem Ziel.

Auf einem Segelschiff gibt es immer viel zu tun. Das Ruder muss bedient werden. Die Segel müssen richtig ausgerichtet sein und vielleicht eingeholt oder ausgeholt werden. Hinzu kommt, dass das Boot vom Wind in eine Richtung geneigt wird. Die Mannschaft versucht sich daher immer so zu setzen, dass das Boot nur leicht geneigt ist. Sonst verliert es an Geschwindigkeit. Auf Sportbooten gibt es dazu oft besondere Gurte und Seile mit denen die Segler sich weit hinauslehnen können um das Gegengewicht zu erhöhen. Kleinere Boote ohne Kiel kentern bei zu viel Schräglage: Sie kippen um, sodass der Mast im Wasser liegt. In der Segelschule lernt man deshalb auch wie man das Boot aus eigener Kraft wieder aufrichten kann.




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