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Eritrea

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Die Hauptstadt Asmara liegt in der Hochebene. Dort fällt Regen, vor allem vom Juni bis zum September.
Viel Ware wird auf Kamelen befördert. Auf der Eisenbahnstrecke fährt nur ein Dampfzug für Ausflüge.
Eritrea grenzt ans Meer und hat einige Häfen. Das ist wichtig für den Handel.
Diese Schule wird von der Katholischen Kirche geführt. Nicht alle Kinder können eine Schule besuchen, die Jungen noch eher als die Mädchen.

Eritrea ist ein Staat im Osten von Afrika, am Roten Meer. Dort leben etwa sieben Millionen Menschen, knapp so viele wie in der Schweiz. Die Hauptstadt heißt Asmara. Wegen der früheren Kolonisation und der vielen verschiedenen Bevölkerungsgruppen gibt es zehn verschiedene Amtssprachen. Etwa die Hälfte sind Muslime und die andere Hälfte Christen. Es leben aber auch etwa eine halbe Million Eritreer im Ausland, die vor Gewalt geflohen sind.

In Eritrea gibt es Wüste, Savannen, wo es trocken und heiß ist. Das Hochland hingegen, das in Richtung Äthiopien liegt, erhält durchaus Regen. Der fällt vor allem vom Juni bis im September. Darum befindet sich dort die meiste Landwirtschaft Eritreas und auch die meisten Städte.

Eritrea hat viele Bodenschätze: Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Marmor und andere. Es gibt auch Industrie, dort wird Zement hergestellt, Textilien, Möbel, Busse, Müllwagen und andere Fahrzeuge und Geräte. Touristen kommen keine ins Land.

Wie leben die Menschen?

Drei von vier Menschen arbeiten in der Landwirtschaft. Trotzdem gibt es im Land nicht genug zu essen. Dies liegt einerseits an den Dürren, andererseits aber auch am Krieg mit dem Nachbarland Äthiopien.

Alle Kinder müssten während sechs Jahren die Schule besuchen. Tatsächlich sind es aber weit weniger, vor allem bei den Mädchen. Die Klassen sind sehr groß, meist über 60 Kinder. Zudem fehlt es meist an Schulmaterial.

Die Menschen in Eritrea werden nicht so alt wie bei uns, meist nur etwas über sechzig Jahre. Die meisten Frauen bringen in ihrem Leben etwa fünf Kinder zur Welt. Bei der Geburt sterben heute etwa viermal weniger Mütter als noch vor etwa vierzig Jahren.

Die Männer müssen einen Staatsdienst leisten. Das kann in der Armee sein oder auf einem Büro, im Straßenbau oder anderswo. Gemäß dem Gesetz dürfte dieser Dienst zwei Jahre dauern. Oft dauert er aber sehr viel länger und die Männer wissen nicht, wann er aufhört. Sie können so nicht für Geld arbeiten und eine Familie gründen oder ihre Eltern versorgen. Viele junge Eritreer flüchten deshalb ins Ausland.

Was ist früher in Eritrea geschehen?

In der Zeit vor Christus gehörte das Land verschiedenen Herrschern. Im Mittelalter war das Land christlich und gehörte den Kaisern von Äthiopien. Dann wurde es durch den Türken erobert, später durch die Osmanen. Während dieser Zeit traten viele Bewohner der Küstengebiete zum Islam über.

Zwischen 1890 und dem Zweiten Weltkrieg war Eritrea eine Kolonie Italiens. Danach wurde es ein Teil von Abessinien. Dieser Staat umfasste Eritrea und Äthiopien. Die Eritreer verloren jedoch immer mehr Rechte und sogar ihr eigenes Parlament. Wegen dieser Unterdrückung gab es Aufstände gegen die äthiopische Regierung.

Erst im Jahr 1993 ging dieser Krieg zu Ende und Eritrea erlangte seine Unabhängigkeit. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern verschlechterten sich jedoch schnell wieder und es kam zu einem Krieg um die Grenze zwischen den beiden Staaten.

Selbst nach 1993, als Eritrea ein eigener Staat wurde, kämpften beide Länder darum, wo die Grenze sein soll. Erst im Jahr 2018 schlossen die beiden Länder Frieden.



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