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Nordpol

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Gerhard Mercator war ein berühmter Zeichner von Landkarten. Diese Karte von ihm stammt aus dem Jahr 1595. Zu sehen ist in der Mitte der Nordpol mit dem Magnetberg. Umgeben ist der Magnetberg von vier großen Inseln. Das ist alles Fantasie: Wie es am Nordpol aussieht, wusste damals niemand.

Der Nordpol ist eine bestimmte Stelle auf der Erde. Der Planet Erde dreht sich um seine eigene Achse, einmal am Tag. Am einen Ende der Achse ist der Nordpol, am anderen Ende der Südpol. Schaut man aus dem Weltraum von oben auf den Nordpol, dann dreht sich die Erde gegen den Uhrzeigersinn. Das ist der sogenannte geografische Nordpol.

Es gibt aber auch noch den magnetischen Pol. Die Erde hat ein großes Magnetfeld. Es führt dazu, dass die Kompassnadel in eine bestimmte Richtung zeigt. Diesen Pol nennt man auch den arktischen magnetischen Pol. Das Magnetfeld der Erde ändert sich im Laufe von vielen Jahren. Deshalb liegt dieser Pol nicht immer an derselben Stelle und eben auch nicht am geografischen Nordpol.

Am Nordpol gibt es kein Land, sondern Meer. Weil es aber so weit im Norden sehr kalt ist, befindet sich dort immer eine Eisschicht auf dem Meer. Sie ist zwischen einem und vier Meter dick. Im Winter ist sie dicker als im Sommer. Das gesamte Gebiet um den Nordpol herum nennt man Arktis.

Wann waren Menschen zuerst am Nordpol?

Es ist unsicher, wann Menschen zum ersten Mal den Nordpol erreicht haben. Zum Beispiel hat der Amerikaner Robert Edwin Peary behauptet, dass er dort im Jahr 1909 gewesen ist. In Wirklichkeit konnte er aber kaum so schnell vorankommen, wie er behauptet hat.

Sicher ist: Zum ersten Mal sind im Jahr 1927 Menschen mit dem Flugzeug über den Nordpol geflogen. Gelandet ist man dort erst zehn Jahre später. Walter William Herbert aus Großbritannien war der erste Mensch, der mit dem Hundeschlitten den Nordpol erreicht hat. Er war dort im Jahr 1969. Allerdings haben ihn Flugzeuge mit Lebensmitteln versorgt.



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