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Zinédine Zidane

Aus Klexikon – das Kinderlexikon
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Zinédine Zidane mit 36 Jahren. Damals war Fußball schon einige Jahre lang nicht mehr sein Beruf.
Die Spieler von Real Madrid feiern mit dem Champions-League-Pokal. Trainer Zidane ist ganz rechts im Bild.

Zinédine Zidane, sprich: Sinedin Sidan, ist ein ehemaliger Fußballspieler aus Frankreich, der heute als Trainer arbeitet. Zidane war eine der besten Mittelfeldspieler, die es je gab. In seiner Karriere schoss er mehr als 100 Tore und bereitete ungefähr genauso viele vor.

Darüber hinaus gewann er zahlreiche Titel. Sein wohl größter Erfolg war der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 mit Frankreich. Damals hatte Frankreich eine absolute Spitzenmannschaft. Sie bestand sowohl aus Weißen als auch aus Franzosen, die einen Migrationshintergrund haben. Man nannte sie darum „Black-Blanc-Beur“. Black und Blanc steht dabei für Schwarze und Weiße. Beur ist eigentlich ein Schimpfwort für einen Franzosen, dessen Vorfahren aus Arabien stammen.

Zidane wurde 1972 in Marseille als fünftes Kind algerischer Einwanderer geboren. Er wuchs in sehr ärmlichen Verhältnissen in einem kriminellen Teil der Stadt auf. Mit 14 Jahren zog er nach Cannes zu einer Gastfamilie, um dort für die Jugendmannschaft des AS Cannes zu spielen. Zwei Jahre später machte er dort sein erstes Spiel als Profi.

Nach dem AS Cannes wechselte Zidane zunächst zu Girondins Bordeaux und dann ins Ausland zu Juventus Turin. Zwei Mal erreichte er das Finale der Champions League, verlor jedoch beide Male.

Im Sommer 2001 wechselte Zidane für 77,5 Millionen Euro zu Real Madrid. Bis dahin hat noch nie ein Verein so viel Geld für einen Spieler ausgegeben. Die Investition lohnte sich jedoch. Zidane wurde schnell zum wichtigsten Strategen im Mittelfeld der Mannschaft aus Madrid. Im Jahr 2002 gewann er dann erstmals die Champions League.

Die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war das letzte große Turnier für Zidane. Danach hörte er damit auf, Fußball als Beruf zu spielen. Frankreich schaffte es an dieser WM bis ins Finale, wo es auf Italien traf. Eine Szene ist bis heute unvergessen: In der Verlängerung des Finalspiels wurde Zidane vom italienischen Verteidiger Marco Materazzi provoziert. Er soll seine Schwester beleidigt haben. Zidane verpasste ihm daraufhin einen Kopfstoß und musste dafür vom Platz. Später gewann Italien im Elfmeterschießen.

Was machte Zidane nach und neben seiner Karriere als Spieler?

Nach seiner Karriere als Spieler kaufte Zidane mit ein paar Freunden den französischen Drittliga-Verein Croix de Savoie und brachte ihn bis in die erste Liga. Im Jahr 2013 wurde er Co-Trainer bei Real Madrid, zuvor war er bereits ein Berater des Managements. Später übernahm er den Posten des Cheftrainers. In den Jahren 2016 bis 2018 gewann er mit Real Madrid drei Mal in Folge die Champions League. Er war der erste Trainer, dem das gelang. Danach trat er zurück. Seit 2019 ist er aber wieder Trainer von Real Madrid.

Zidane ist verheiratet und hat mehrere Söhne, die ebenfalls Fußball spielen. Nebst dem Fußball war Zidane schon in Filmen, in denen es um Fußball geht, als Schauspieler zu sehen. In einigen Filmen hat er sich selbst gespielt. Auch im Spielfilm „Asterix bei den Olympischen Spielen“ hat er mitgespielt. Außerdem ist er UNO-Botschafter und setzt sich für arme und kranke Menschen ein.



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