Magersucht

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Im Spiegel erkennt sich die Frau auf dieser Zeichnung als übergewichtig. In Wirklichkeit ist sie zu dünn.

Magersucht ist eine schwere Krankheit, bei der sich sehr viel um das Essen und das eigene Körpergewicht dreht. Menschen mit Magersucht finden sich zu dick, obwohl sie in Wirklichkeit oft schon sehr dünn sind. Fachleute nennen diese Krankheit eine Essstörung.

Am häufigsten bekommen Mädchen oder junge Frauen Magersucht, aber auch Jungen und Männer können daran erkranken. Oft beginnt die Krankheit mit einer Diät, bei der jemand immer weniger isst und damit nicht mehr aufhören kann.

Viele Betroffene denken ständig an Kalorien, ihr Gewicht und das Essen. Sie haben große Angst davor, zuzunehmen, und ziehen sich oft von Freunden und Familie zurück. Dadurch fühlen sie sich häufig einsam oder traurig.

Wie verändert sich der Körper?

Der Körper braucht regelmäßig Nahrung, um gut arbeiten zu können. Wenn er zu wenig bekommt, fehlt ihm die Kraft für wichtige Aufgaben. Man friert schneller, fühlt sich schwach und ist oft müde. Auch das Herz schlägt langsamer als normal.

Mit der Zeit baut der Körper Muskeln ab, um Energie zu gewinnen. Dadurch wird man immer schwächer. Auch die Knochen können brüchig werden, wenn wichtige Nährstoffe fehlen. Viele Betroffene sehen blass aus und wirken erschöpft.

Für Kinder und Jugendliche ist Magersucht besonders gefährlich, weil ihr Körper noch wächst. Wenn er nicht genug Nahrung bekommt, kann dieses Wachstum stehen bleiben. Im schlimmsten Fall können wichtige Organe wie das Herz oder die Nieren versagen.

Warum bekommt man Magersucht?

Magersucht hat oft mehrere Ursachen, die zusammenkommen. Dazu gehören zum Beispiel Probleme in der Familie, Stress in der Schule oder das Gefühl, alles perfekt machen zu müssen.

Auch Bilder aus dem Internet, aus Filmen oder aus der Werbung können eine Rolle spielen. Dort werden oft sehr dünne Menschen als besonders schön dargestellt. Manche glauben dann, dass sie nur so aussehen müssen, um anerkannt zu werden.

Manche Betroffene erleben eine schwierige Zeit in ihrem Leben und fühlen sich unsicher oder ängstlich. Sie haben dann das Gefühl, wenigstens ihr Essen kontrollieren zu können. So versuchen sie, mit ihren Sorgen umzugehen.

Wie kann man helfen?

Magersucht ist eine Krankheit, die man meist nicht alleine überwinden kann. Die Betroffenen brauchen Hilfe von Fachleuten wie Ärzten oder Psychologen, die sich mit solchen Problemen gut auskennen.

In einer Therapie lernen sie, wieder regelmäßiger und ausreichend zu essen und ihren Körper besser anzunehmen. Dabei geht es auch darum, die Angst vor dem Zunehmen langsam zu verringern. Oft dauert es lange, bis es ihnen besser geht.




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