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Konservativismus

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Ein Wahlplakat der Christlich-Demokratischen Union aus dem Jahr 1953. Es warb im Kalten Krieg mit dem Schutz der Familien in West-Deutschland vor den „Roten”, also den Kommunisten.

Konservativismus ist ein Wort aus der Politik. Das Wort „conservare” kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet „bewahren”. Wer konservativ ist, will die Welt so bewahren, wie sie ist. Konservativismus ist eine politische Richtung.

Man bezeichnet Konservative oft auch als „Rechte”. Das darf man nicht mit „rechtsextrem” verwechseln, denn damit meint man meistens Anhänger des Nationalsozialismus. Die Einordnung als „rechts” stammt aus dem ersten Parlament von Frankreich. Dort saßen die rechts vom Redner, die wollten, dass Frankreich ein Königreich bleibt. Später waren es die weniger radikalen Revolutionäre.

Das Gegenteil zu Konservativismus ist Progressivismus oder Sozialdemokratie. In "Progressivismus" steckt das lateinische Wort für Fortschritt. Diese Menschen bezeichnet man eher als „Linke”. Sie wollen meistens, dass sich der Staat für Fortschritt und Gleichheit in der Gesellschaft einsetzt. Konservative dagegen finden es richtig und notwendig, dass es Reiche und Arme gibt. Sie wollen deswegen oft weniger dagegen tun.

Konservative Menschen möchten nicht unbedingt, dass sich in der Gesellschaft gar nichts ändert. Aber sie finden bestimmte Werte wichtig, also Ansichten davon, wie die Welt sein soll. Ein Wert ist zum Beispiel die Familie. Sie möchten, dass der Staat Familien hilft. Außerdem finden sie Tradition gut.

Viele Konservative meinen auch, dass Männer und Frauen nur gemeinsam eine Wohnung haben sollen, wenn sie verheiratet sind. Homosexuelle sollen nicht heiraten dürfen. Konservative sind auch eher gegen die Abtreibung und dagegen, dass man leichte Drogen kaufen darf, ohne dafür bestraft zu werden. Konservative sind oft eher gegen strenge Maßnahmen für den Umweltschutz oder gegen die Einschränkung des Autoverkehrs in den Städten. Aber bestimmt kann man das nicht in jedem Fall sagen. Es gibt immer auch Menschen, die sich grundsätzlich als konservativ bezeichnen und doch in gewissen Themen eine andere Meinung haben.

Welche konservativen Parteien gibt es heute?

In Deutschland gab es früher mehrere konservative Parteien. Heute wählen die meisten Konservativen entweder die Christlich-Demokratische Union oder die Alternative für Deutschland.

In der Schweiz ist die Schweizerische Volkspartei die größte konservative Partei. In Österreich verstehen sich beide Parteien in der Regierung als konservativ. Das sind die Österreichische Volkspartei und die Freiheitliche Partei Österreichs.

Im Europäischen Parlament schließen sich viele konservative Parteien zur Europäischen Volkspartei zusammen. In diesem Verbund sind die CDU und die ÖVP Mitglied. Dazu gehören auch andere große konservative Parteien Europas, wie Les Républicains aus Frankreich, Forza Italia aus Italien oder der Partido Popular aus Spanien.



Wissen kindgerecht und leicht verständlich – Mehr Wissenswertes über „Konservativismus“ bei der Blinden Kuh.

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