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Dschungelbuch

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Einband der Erstausgabe von 1894
Der Wolf Akela, Balu, Mogli und Baghira auf einer russischen Briefmarke

Das Dschungelbuch ist eines der erfolgreichsten Jugendbücher der Erde. Der britische Schriftsteller Rudyard Kipling erzählt darin von Mogli, einem Jungen, der bei Tieren im Dschungel aufwächst. Dschungel ist ein anderes Wort für den tropischen Regenwald im Süden von Asien.

Kipling sprach fließend Hindi und Urdu. Deshalb haben die Hauptfiguren auch indische Namen: „Balu“, der Bär, hat seinen Namen vom Hindi-Wort für Bär. Der schwarze Panther heißt „Baghira“ nach dem Hindi-Wort für Tiger. Der Name des Elefantenobersten „Hathi“ bedeutet Elefant.

Worum geht es im Dschungelbuch?

Das Dschungelbuch erzählt vom ewigen Kampf zwischen Mensch und Natur. Ein Mann wird von einem Tiger getötet und dessen kleiner Sohn flieht in den Dschungel. Der Junge wird von Wölfen großgezogen und erhält den Namen Mogli, was angeblich Frosch heißen soll. Doch das Wort hat Kipling selbst erfunden. Mogli versteht die Sprache der Tiere und lernt das harte Gesetz des Dschungels von seinen Freunden, Balu dem Bären, dem schwarzen Panther Baghira sowie der Schlange Kaa. Als er später zu den Menschen kommt, muss er erst die Sprache der Menschen lernen. Er wird Hirte und beaufsichtigt die Büffel des Dorfes. Als der Tiger Shir Khan ihm wieder nachstellt, lässt ihn Mogli von den Büffeln niedertrampeln. Doch nun verdächtigen ihn die Menschen als Hexer und er wird vertrieben. Mogli kehrt in den Dschungel zurück, um mit den Wölfen zu leben.

Im Dschungelbuch gibt es insgesamt sieben Kapitel, die noch weitere Geschichten erzählen: „Die Weiße Robbe“ Kotick erzählt den anderen Robben von einer Robbenschlächterei. Doch niemand glaubt ihr. Der kleine Mungo „Rikki-Tikki-Tavi“ rettet tapfer seine Familie mehrmals vor gefährlichen Schlangenangriffen. „Toomai von den Elefanten“ ist ein zehnjähriger Junge, der unbedingt Elefantenfänger werden möchte. „Im Dienst Ihrer Majestät“ belauscht ein Soldat die sprechenden Tiere.

Die Walt-Disney-Studios machten im Jahr 1967 aus den Geschichten um Mogli einen Zeichentrickfilm. Dieser Film war ebenfalls sehr erfolgreich und ist sehr bekannt. Die Geschichte, die in diesem Film erzählt wird, ist aber anders als die im Buch. Ursprünglich sollte der Film so düster wie das Buch werden. Doch dann entschied sich Walt Disney die Geschichte aufzuheitern und zu verändern. Für die dazu passende Musik beauftragte er die Komponisten, die bereits die Lieder zu Mary Poppins geschrieben hatten. Ein beliebtes Lied aus dem Dschungelbuch ist „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“, das vom Bären Balu gesungen wird.

Wer hat das Buch geschrieben?

Rudyard Kipling auf einem Foto, wenige Jahre nachdem er das Dschungelbuch geschrieben hatte.

Kipling schrieb die Geschichten in den Jahren 1894 und 1895 für seine Kinder. Es war für ihn auch eine Erinnerung an seine Kindheit in Indien, wo er im Jahr 1865 geboren wurde. Er hörte viele Geschichten von indischen Hausangestellten. Als er in die Schule kommen sollte, schickten ihn seine Eltern nach England.

Mit 17 Jahren kehrte Kipling nach Indien zurück und berichtete für verschiedene Zeitungen. Seine Reisereportagen und Kurzgeschichten machten ihn berühmt. Im Jahr 1907 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Den Welterfolg seines Dschungelbuchs erlebte Kipling aber nicht mehr. Er starb im Jahr 1936, bevor die Geschichten verfilmt wurden.



Wissen kindgerecht und leicht verständlich – Mehr Wissenswertes über „Dschungelbuch“ bei der Blinden Kuh.

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