Willkommen auf Klexikon.de: Wir sind seit fünf Jahren für euch da - als erste und größte "Wikipedia für Kinder".

Bayerischer Wald

Aus Klexikon - Das Freie Kinderlexikon
Version vom 28. Mai 2019, 22:40 Uhr von Felix Heinimann (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Rachelsee nahe Tschechien. Er ist ungefähr so groß wie zehn Fußballfelder und steht unter Naturschutz.
Eine Karte vom Bayerischen Wald. Je brauner der die Orte sind, desto höher sind sie gelegen.

Der Bayrische Wald ist ein mittelhohes Gebirge im Osten des Bundeslandes Bayern. Der Bayernwald, wie man ihn auch nennt, beginnt etwas nördlich der Stadt Passau und verläuft dann entlang der Grenze zu Tschechien. Südlich und westlich des Gebirges fließt die Donau. Der höchste Berg im Bayerischen Wald ist der Große Arber. Er ist 1.455 Meter hoch.

Der Bayerische Wald lockt jedes Jahr viele Touristen an, die von der wunderschönen Natur beeindruckt sind. Die Touristen gehen gerne wandern oder campen. Im Jahr 1970 wurde im Bayerischen Wald ein Nationalpark eröffnet, mit dem man die Natur schützen will. Das war damals der erste Nationalpark Deutschlands und ist zugleich einer der größten des Landes.

Wie sieht es im Bayerischen Wald aus?

Der Bayerische Wald ist etwa 5000 Millionen Jahre alt. Damals kamen mehrere Erdplatten aufeinander, was ein Gebirge entstehen ließ. Anfangs waren die Berge im Bayerischen Wald noch höher als heute. Doch über Millionen von Jahren wurde durch das Wetter viel Gestein abgetragen.

Von Westen nach Osten lässt sich der Bayerische Wald in drei Gebiete unterteilen: Der Falkensteiner Vorwald, der Vordere- und der Hintere Bayerische Wald. In allen Gebieten findet man viele kleine Bäche, Seen, Wälder, flache Hügel und flache Berge. Die höchsten Erhebungen findet man im Hinteren Bayerischen Wald, der sich schon fast in Tschechien befindet. Am flachsten ist es in der Nähe der Donau. Dort gibt es auch ein paar größere Dörfer und Kleinstädte.

Besonders ist die Landschaft rund um den Großen Arber. Weil es dort so abgeschieden ist, fällten die Menschen nur wenige Bäume. Darum findet man in dieser Gegend noch viel Urwald. Beliebte Ausflugsziele in der nähe sind der Große Arbersee und der Rachelsee. Die beiden Seen entstanden am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren, als geschmolzenes Gletschereis seinen Weg ins Tal fand. Außergewöhnlich sind die kleinen Inseln im Großen Arbersee, die schwimmen können und sich immer wieder an einem anderen Ort befinden.

Im Bayerischen Wald leben viele verschiedene Tierarten. Einige davon sind sehr selten. In Deutschland gibt es sie fast nur noch dort. Typisch für die Region sind Rothirsche, Biber, Eidechsen, Auerhühner und andere Vogelarten. Seit ein paar Jahren gibt es auch wieder Wölfe und Luchse im Bayerischen Wald.