Entwurf:Kindersoldat

Aus Klexikon – das Kinderlexikon
Dieser Junge nahm als Soldat am Amerikanischen Bürgerkrieg teil.

Ein Kindersoldat ist ein Kind oder ein Jugendlicher, der bei einer Armee oder in einer bewaffneten Gruppe kämpfen oder helfen muss. Meistens sind diese Kinder jünger als 18 Jahre. Sie leben dann nicht mehr bei ihren Familien, sondern bei den Soldaten.

Anstatt zur Schule zu gehen, müssen sie in einem Krieg helfen. Das ist für Kinder sehr gefährlich und macht ihnen oft große Angst. In fast allen Ländern der Erde ist es heute verboten, Kinder für den Krieg einzusetzen. Trotzdem passiert es in manchen Ländern weiterhin.

Man nennt diese Kinder Soldaten, auch wenn sie noch sehr jung sind. Sie tragen manchmal Uniformen wie die Erwachsenen. Oft werden sie gezwungen, Dinge zu tun, die für ihr Alter viel zu schwer oder grausam sind.

Warum gibt es Kindersoldaten?

In manchen armen Ländern gibt es seit vielen Jahren Streit und Kämpfe. Die Anführer von bewaffneten Gruppen suchen sich dann oft Kinder als Helfer aus. Sie denken, dass Kinder besser gehorchen als Erwachsene und weniger Fragen stellen.

Viele Kinder werden mit Gewalt von zu Hause oder aus der Schule weggeholt. Die Soldaten nehmen sie mit und lassen sie nicht mehr weglaufen. Das nennt man Entführung. Die Kinder haben dann keine Wahl und müssen tun, was man ihnen sagt.

Es gibt aber auch Kinder, die von selbst zu den Soldaten gehen. Das passiert oft, wenn ihre Eltern im Krieg gestorben sind oder wenn es zu Hause nichts mehr zu essen gibt. Die Kinder hoffen, dass sie bei den Soldaten Schutz und eine warme Mahlzeit bekommen.

Was müssen die Kinder tun?

Nicht jedes Kind bei den Soldaten muss direkt mit einer Waffe kämpfen. Viele Kinder arbeiten als Köche und müssen für die erwachsenen Soldaten das Essen machen. Andere arbeiten als Boten und bringen geheime Nachrichten von einem Ort zum anderen.

Manche Kinder müssen auch sehr schwere Sachen tragen, wie Munition oder Wasser. Das ist für ihren Körper sehr anstrengend, und sie werden davon oft krank. Mädchen müssen häufig die Kleidung der Soldaten waschen oder im Lager putzen. Manche von ihnen werden auch schlecht behandelt oder ausgenutzt.

Alle diese Aufgaben sind für Kinder nicht gut. Sie sehen bei den Kämpfen oft schlimme Dinge, die sie ihr ganzes Leben lang nicht mehr vergessen können. Sie haben keine Zeit zum Spielen und können nichts lernen, was für ihre Zukunft wichtig wäre.

Wie hilft man ehemaligen Kindersoldaten?

Rote Handabdrücke von Abgeordneten des deutschen Bundestags

Wenn ein Krieg zu Ende ist, brauchen ehemalige Kindersoldaten viel Hilfe. Sie haben oft verlernt, wie man friedlich mit anderen Menschen zusammenlebt. Vielleicht gibt es in einem Land Helfer, die sich um sie kümmern.

Die Kinder müssen meistens erst wieder lernen, wie man zur Schule geht. Viele von ihnen haben durch den Krieg schlimme Erinnerungen und Ängste im Kopf. Manche haben Albträume und können nachts nicht gut schlafen. Ärzte und Lehrer sprechen mit ihnen, damit es ihnen langsam wieder besser geht.

Es gibt auch Organisationen auf der ganzen Welt, zum Beispiel UNICEF, die gegen den Einsatz von Kindersoldaten kämpfen. Ein bekanntes Zeichen dafür ist die „Rote Hand“. Menschen malen ihre Hand rot an, um zu zeigen: Kinder gehören nicht in den Krieg, sondern in die Schule.



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