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Odysseus

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Odysseus mit seinem Bogen. Dieses und andere Bilder hat François-Louis Schmied im Jahr 1928 gezeichnet. Seit dem Altertum haben unzählige Künstler sich Odysseus und seine Taten vorgestellt.

Odysseus ist ein Held in einer Sage aus dem Alten Griechenland. Man kennt Odysseus vor allem aus den Geschichten von Homer, nämlich der Ilias und der Odyssee: Die Ilias handelt vom Trojanischen Krieg und die Odyssee von der Heimfahrt des Odysseus. Der Held gilt als klug und listenreich.

Laut Homer waren seine Eltern Anticlea und Laertes, der König über die Insel Ithaka und einige Nachbarinseln. Laertes zog sich früh als König zurück und überließ die Herrschaft seinem Sohn Odysseus. Dieser regierte milde und weise, bevor er am Trojanischen Krieg teilnahm.

Man ist sich nicht sicher, woher der Name des Odysseus stammt. Früher vermutete man, dass er von einem griechischen Wort für „zornig sein“ stammte. Die Römer nannten ihn übrigens Ulixes.

Die Erlebnisse des Helden waren nicht nur für die Griechen interessant. Auch im Mittelalter und danach wurden sie weitererzählt. Die Odyssee ist eines der wichtigsten Werke in der Literatur Europas.

Was hat Odysseus erlebt?

Dieses römische Mosaik zeigt Odysseus und seine Leute auf einem Schiff. Odysseus und seine Leute kamen an den Sirenen vorbei. Diese Fabelwesen singen so schön, dass Seeleute in ihre Richtung segeln. Dort aber zerschellen ihre Schiffe an Klippen. Darum befahl Odysseus seinen Leuten, sich die Ohren zuzustopfen. Er selbst war aber neugierig darauf, wie sich die Sirenen anhören, und ließ sich am Mast festbinden.

Im Trojanischen Krieg kämpfte Odysseus für die Griechen. Von ihm stammte die Idee mit dem Trojanischen Pferd: Die Griechen schenkten nach zehn Jahren Krieg den Trojanern ein Pferd aus Holz. Darin aber hatten sich griechische Krieger versteckt. Die List des Odysseus brachte den Griechen den Sieg. Das wird in der Ilias beschrieben.

Doch Odysseus und seine Leute konnten nicht einfach nach Hause segeln: Auf der Heimfahrt hatte er auf einer Insel Halt gemacht, wo der Riese Polyphem sechs von Odysseus' Männern auffraß. Odysseus zerstörte das einzige Auge des Riesen und konnte schließlich fliehen. Polyphems Vater war aber der Gott Poseidon. Der Gott sorgte mit dafür, dass Odysseus zehn Jahre brauchte, um zurück nach Hause zu gelangen.

Zurück auf Ithaka erfuhr Odysseus, dass man ihn dort schon längst für tot hielt. Zahlreiche Männer wollten Odysseus' Frau Penelope heiraten. Die aber lehnte alle ab. Odysseus verkleidete sich als Bettler und sagte Penelope, dass ihr Gatte bald kommen werde.

Penelope sagte schließlich: Wer mit dem alten Bogen von Odysseus einen Pfeil durch die Löcher von zwölf Äxten schießen kann, der soll sie heiraten dürfen. Aber keiner der Männer konnte auch nur den Bogen spannen. Daraufhin tat Odysseus es und schoss den Pfeil durch die Äxte, die aufgereiht waren. Danach tötete er die Männer.



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