Planet: Unterschied zwischen den Versionen

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Auf dem Treffen von 2006 haben die Forscher festgelegt, was ein Planet ist. Ein Himmelskörper muss dazu drei Merkmale haben. Erstens muss er um die Sonne kreisen. Damit sind Monde ausgeschlossen, denn die umrunden einen Planeten oder anderen Himmelskörper.
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Auf dem Treffen von 2006 haben die [[Forscher]] festgelegt, was ein Planet ist. Ein Himmelskörper muss dazu drei Merkmale haben. Erstens muss er um die Sonne kreisen. Damit sind Monde ausgeschlossen, denn die umrunden einen Planeten oder anderen Himmelskörper.
  
 
Zweitens ist ein Himmelskörper nur dann ein Planet, wenn er in etwa die Form einer [[Kugel]] hat. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass er ziemlich groß ist. Als er entstanden ist, war seine Masse so groß, dass die [[Schwerkraft]] ihn in etwa kugelrund geformt hat.
 
Zweitens ist ein Himmelskörper nur dann ein Planet, wenn er in etwa die Form einer [[Kugel]] hat. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass er ziemlich groß ist. Als er entstanden ist, war seine Masse so groß, dass die [[Schwerkraft]] ihn in etwa kugelrund geformt hat.

Aktuelle Version vom 9. Februar 2021, 19:39 Uhr

Der Planet Saturn ist bekannt für seine eindrucksvollen Ringe.

Ein Planet ist ein großer Himmelskörper, der sich um eine Sonne bewegt. In unserem Sonnensystem gibt es acht Planeten. Unsere Erde ist einer von ihnen. Auch außerhalb unseres Sonnensystems gibt es Sterne, die Planeten haben. Man nennt sie Exoplaneten.

Man kann sich die Planeten unseres Sonnensystems leichter merken mit diesem Satz: „Mein Vater erklärt mir jeden Samstag unseren Nachthimmel.“ Die Anfangsbuchstaben der Wörter sind dieselben wie die der Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Die Reihenfolge ist von der Sonne ausgehend.

Ein Planet wirft das Licht der Sonne zurück, so dass manche Planeten von der Erde aus am Nachthimmel gesehen werden können. Ein alter deutscher Name ist „Wandelstern“, weil Planeten im Verhältnis zu anderen Sternen jede Nacht ein Stückchen weiter am Nachthimmel „wandern“. Im Gegensatz zu Sternen wie der Sonne leuchten Planeten nicht von selbst.

Die vier Planeten, die der Sonne am nächsten sind, sind der Merkur, die Venus, die Erde und der Mars. Man nennt sie Gesteinsplaneten, weil sie aus festem Material bestehen. Jenseits des Mars, also noch weiter von der Sonne entfernt, hat man den Asteroidengürtel entdeckt. In dieser Gegend befindet sich kein Planet, sondern viele kleinere Brocken Gestein. Das sind die Asteroiden.

Die vier weiteren Planeten in unserem Sonnensystem sind außerhalb des Asteroidengürtels. Sie heißen Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Diese Gasplaneten haben einen festen Kern, der Rest besteht aus Gasen. Der Jupiter ist mit Abstand der größte Planet im Sonnensystem. Um viele Planeten kreisen wieder kleinere Himmelskörpere, die Monde.

Warum streitet man, wie viele Planeten es gibt?

Pluto galt von 1930 bis 2006 als ein Planet.

Lange Zeit kannten die Menschen sieben Himmelskörper, die sie „Planeten“ nannten: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Damals ging man davon aus, dass „Planeten“ um die Erde kreisen. Man meinte, die Erde mit der Menschheit sei der Mittelpunkt des Universums. Nach Nikolaus Kopernikus, also in der frühen Neuzeit, lernte man, dass die Sonne und der Mond keine Planeten waren. Dafür aber ist die Erde selbst ein Planet der Sonne.

In den Jahren nach 1600 erfand man das Fernrohr. Damit konnte man den Nachthimmel viel besser beobachten. Trotzdem fand man erst im Jahr 1781 einen weiteren Planeten am Himmel, den Uranus.

Zwanzig Jahre später entdeckten die Menschen Ceres und anschließend noch viele weitere „Planeten“. Sie befanden sich alle zwischen dem Mars und dem Jupiter. Man erkannte, dass dort sehr viele Himmelskörper um die Sonne kreisten. Doch weil diese Himmelskörper ziemlich klein waren, wollte man sie nicht Planet nennen. Man nennt sie die Asteroiden und ihren Ort um die Sonne Asteroidengürtel.

Im Jahr 1846 entdeckte man den Planeten Neptun und im Jahr 1930 den Pluto. Damit zählte man nun neun Planeten. Allerdings bekam man im Jahr 2005 wieder dasselbe Problem wie vorher: In kurzer Zeit sichtete man weitere Himmelskörper wie zum Beispiel Eris.

Diese Himmelskörper waren alle noch weiter von der Sonne entfernt als Neptun oder gar Pluto. Eris hielt man damals sogar für größer als Pluto. Die Astronomen, die Himmelsforscher, haben sich deshalb getroffen und zum ersten Mal die Frage gestellt: Was soll ganz genau ein Planet sein? Seit dem Treffen, im Jahr 2006, gilt der Pluto nicht mehr als neunter Planet.

Was genau ist ein Planet?

Die kleinen Planeten unseres Sonnensystems: Merkur, Mars, Venus und die Erde. Die Größen stimmen im Vergleich zueinander.
Die großen Planeten unseres Sonnensystems: Erde, Neptun, Uranus, Saturn, Jupiter.
Jupiter und Sonne: Der Jupiter ist der größte Planet. Der Durchmesser der Sonne ist jedoch etwa zehn Mal so groß. Das ganze Volumen des Jupiters hätte etwa tausendmal in der Sonne Platz.

Auf dem Treffen von 2006 haben die Forscher festgelegt, was ein Planet ist. Ein Himmelskörper muss dazu drei Merkmale haben. Erstens muss er um die Sonne kreisen. Damit sind Monde ausgeschlossen, denn die umrunden einen Planeten oder anderen Himmelskörper.

Zweitens ist ein Himmelskörper nur dann ein Planet, wenn er in etwa die Form einer Kugel hat. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass er ziemlich groß ist. Als er entstanden ist, war seine Masse so groß, dass die Schwerkraft ihn in etwa kugelrund geformt hat.

Drittens teilt ein richtiger Planet sich seine Umlaufbahn um die Sonne nicht mit anderen Himmelskörpern. Der Himmelskörper soll also die Bahn „bereinigt“ haben. Große Himmelskörper nehmen kleinere auf.

Andere Himmelskörper sollen andere Namen bekommen. So gibt es seitdem die Gruppe der „Zwergplaneten“. Sie sind ziemlich groß, aber sie haben ihre Umlaufbahn nicht bereinigt. Pluto zählt man seit 2006 zu diesen Zwergplaneten. „Planemos“ sind Himmelskörper, die Planeten ähneln, aber nicht um einen Stern kreisen.

Es gibt Forscher, die anderer Meinung sind. So weisen sie darauf hin, dass auch die Erde nicht völlig kugelrund ist. Außerdem gibt es auf der Bahn der Erde um die Sonne weitere kleine Himmelskörper. Dem antworten die meisten Forscher: Die Erde ist so gut wie kugelrund, und von allen Himmelskörpern auf ihrer Bahn ist sie mit Abstand am größten.

Klexikon K.png Demokratische Republik Kongo  
Flag of the Democratic Republic of the Congo.svg
Flagge
Hauptstadt Kinshasa
Amtssprache Französisch
Staatsoberhaupt Präsident Félix Tshisekedi
Einwohnerzahl etwa 87 Millionen
Fläche etwa 2.345.000 Quadratkilometer
COD orthographic.svg
Wo das Land in Afrika liegt
Übersicht: Alle Staaten der Erde

Die Demokratische Republik Kongo ist ein Staat in der Mitte Afrikas. Das Land liegt am Fluss Kongo, von dem es auch den Namen hat. Es hat einen kleineren Nachbarstaat im Norden, die Republik Kongo. Damit man die Demokratische Republik Kongo nicht damit verwechselt, nennt man sie oft auch nach ihrer Hauptstadt Kinshasa, also „Kongo-Kinshasa“. Lange Zeit hieß das Land Zaire oder Zaïre, sprich Sa-ihre.

In Afrika gibt es nur ein einziges Land, das noch größer ist: Algerien. Die Demokratische Republik Kongo ist über sechsmal so groß wie Deutschland und hat etwas mehr Einwohner. Mitten durch das Land läuft der Äquator. Die Amtssprache ist Französisch. Daneben gibt es aber noch vier Nationalsprachen.

Nur in drei anderen Ländern Afrikas leben mehr Menschen. Die Bevölkerung wächst sehr stark. Etwa acht von zehn der Kongolesen sind Christen, einer von zehn zählt sich zum Islam und einer hat eine Religion der Ureinwohner. Die meisten Kongolesen leben um die Hauptstadt Kinshasa, also ganz im Westen, oder in den Bergbau-Städten im Osten.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Land unter der belgischen Herrschaft sehr gut. Der Reichtum blieb jedoch bei den europäischen Einwanderern, die Kongolesen hatten nichts davon. In den späteren Kriegen und durch die Gewalt wurde sehr vieles davon wieder zerstört. Heute zählt das Land zu den ärmsten der ganzen Welt.

Wie ist das Land?

Es gibt Flüsse, Seen, Regenwald und hohe Berge mit Vulkanen.

Mehr als die Hälfte des Landes liegt im Becken des Flusses Kongo. Rundherum liegen Berge, deren Spitzen bis zu tausend Meter über dem Meeresspiegel liegen. Im Süden und Osten des Landes gibt es hohe Gebirge. Die höchste Bergspitze liegt dort höher als die Alpen. Es gibt auch Vulkane.

Der Nil ist als einziger Fluss Afrikas länger als der Fluss Kongo. Der Kongo führt aber mehr Wasser. Er mündet in den Atlantik.

Ein großer Teil der Demokratischen Republik Kongo liegt in den Tropen und ist von Regenwald bedeckt. Das Klima ist in fast allen Jahreszeiten gleich. Es gibt nur eine leichte Trockenzeit, dann ist es etwas wärmer, in der Regenzeit ist es etwas weniger warm. Im Norden gibt es Savanne.

Es gibt sehr viele verschiedene Pflanzen. Besonders sind der Gummibaum, aber auch die Teak- und Mahagoni-Bäume. Es gibt auch Ölpalmen und viele verschiedene Orchideen, also besonders schöne Blumen.

Es gibt über 400 verschiedene Säugetier-Arten. Dazu gehören der Leopard und der Löwe, das Nashorn und der Elefant, das Zebra und viele andere. Auch seltene Affen wie der Bonobo, der zu den Schimpansen gehört oder der Gorilla leben hier. Dazu gibt es viele verschiedene Arten von Reptilien, Fischen, Vögeln und Insekten. Nur schon von den Schmetterlingen gibt es über 1.300 verschiedene Arten.

Wie leben die Menschen?

Für Kinder ist das Leben schwierig. Viele haben zu wenig zu essen, kein sauberes Trinkwasser und sie können nicht zur Schule gehen.

Zwei Drittel der Einwohner leben von der Landwirtschaft und bauen so ihre eigene Nahrung an. Viele Bauern können ihre Früchte schlecht verkaufen, weil es wenig gute Straßen gibt. Insgesamt gibt es zu wenig Nahrungsmittel. Das Land muss sie zum Teil im Ausland einkaufen, also importieren.

Es gibt viele Bodenschätze wie Diamanten, aber auch wertvolle Metalle wie Gold, Kupfer, Zinn, Blei und viele andere. Auch Erdöl kann man gewinnen. Erdgas gibt es ebenfalls, es wird aber nicht genutzt. Die Förderung der Rohstoffe gibt vielen Menschen Arbeit, aber meistens für sehr wenig Lohn. Die meisten Rohstoffe werden gleich so ins Ausland verkauft, also exportiert. Es gibt kaum Industrie zur Verarbeitung dieser Produkte. Hergestellt werden einzig Textilien, Schuhe und Zigaretten. Die Elektrizität kommt ausschließlich aus den Wasserkraftwerken.

Trotz dieser kostbaren Rohstoffe ist die Bevölkerung sehr arm. Dies, weil es kaum Industrie gibt, weil die Landwirtschaft nicht ins Ausland verkaufen kann sowie wegen der vielen Kämpfe und Kriege. Vier von fünf Kindern haben zu wenig zu essen und keine richtige Wohnung, keinen Arzt und kein Krankenhaus. Nur ein Viertel aller Kinder kann eine Schule besuchen.

Etwa die Hälfte der Bevölkerung hat kein sauberes Trinkwasser. Das ist auf dem Land viel schlimmer als in der Stadt. Nur jeder dritte hat eine Toilette. Es gibt deshalb sehr viele ansteckende Krankheiten, vor allem Durchfall. Davon sind vor allem die Kinder betroffen. Jedes zehnte Kind wird nicht einmal fünf Jahre alt. Die Krankheit Ebola ist weit verbreitet. HIV gibt es hingegen wenig.

Was ist in der Demokratischen Republik Kongo früher geschehen?

Dieses Foto stammt aus dem Jahr 2012. Es zeigt Kongolesen, die vor Kämpfen fliehen.

Im 19. Jahrhundert wurden viele Menschen als Sklaven weggeführt. Die übrigen wurden dazu gezwungen, für ihre fremden Herren zu arbeiten. Sie mussten Baumwolle anbauen, Elfenbein beschaffen sowie Palmöl und Kautschuk gewinnen.

In den Jahren 1884 und 1885 berieten die mächtigen Staaten Europas, was aus der Gegend werden sollte. Schließlich bestimmten sie, dass dort der König des kleinen Staates Belgien herrschen sollte. Das Kongo-Gebiet gehörte seitdem ihm selbst, persönlich. Der Bergbau wurde gefördert. Es gab moderne Straßen und Krankenhäuser. Die Wirtschaft wurde fast die beste in ganz Afrika. Reich daran wurden allerdings nur die wenigen Europäer im Land.

König Leopolds Herrschaft war aber ganz besonders grausam und gierig. Im Jahr 1909 musste er seine Kolonie deshalb an den Staat Belgien abgeben. Fünfzig Jahre später kam es zu Aufständen im Kongo-Gebiet. Belgien hatte Angst, in Kämpfe verwickelt zu werden. Darum ließ Belgien das Gebiet sehr schnell unabhängig werden.

Seitdem gab es dort immer wieder Kriege und viel Gewalt. Ein sehr schlimmer Krieg dauerte von 1998 bis 2003. Einige Einwohner wollten eine neue Regierung in Kinshasa sehen. Mehrere andere Länder mischten sich ein. Man vermutet, dass dabei über drei Millionen Menschen starben. Viele Kongolesen flohen in Nachbarländer. Aber auch danach ist es wieder zu Kämpfen gekommen.

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