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Chicago: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 23. Mai 2019, 09:44 Uhr

Der Millennium Park sollte eigentlich zur Jahrtausendwende eröffnet werden, doch die Bauarbeiten verzögerten sich. Das wohl bekannteste Objekt im Park ist das „Cloud Gate“, das man auf dem Bild sieht.
Der Chicago River am St. Patricks-Tag: Der Fluss wurde extra für diesen Feiertag grün gefärbt.

Chicago ist eine der größten Städte der USA. Sie liegt im Bundesstaat Illinois am Ufer des Michigansees, einer der fünf Großen Seen im Nordosten des Landes. In Chicago leben fast drei Millionen Menschen. Zusammen mit den nahegelegenen Städten Milwaukee und Naperville bildet Chicago einen Ballungsraum von mehr als zehn Millionen Einwohnern. Die Bewohner nennen ihre Stadt auch „Windy City“, auf Deutsch „Windige Stadt“. Das kommt vom starken Wind, der durch die Stadt weht. Chicago ist einer der kältesten Orte der USA.

Chicago ist eine sehr wichtige Stadt für die Wirtschaft der USA. Zahlreiche Firmen haben ihren Hauptsitz in einem der vielen Hochhäuser der Innenstadt. Am höchsten ist der Willis Tower. Der ist ebenso ein Wahrzeichen der Stadt wie das Cloud Gate, das „Wolkentor“.

Was passierte früher in Chicago?

Das heutige Chicago gibt es etwa seit dem Jahr 1770. Davor wurde die Gegend von Indianern des Algonkin-Stamms bewohnt. In ihrer Sprache bedeutet das Wort „Checagou“ so viel wie Schwemmland. Gemeint ist die flache und fruchtbare Landschaft am Michigansee. Die ersten Siedler im heutigen Chicago waren Franzosen. Sie nutzten den Michigansee, um Handel zu treiben. Gehandelt wurde beispielsweise mit Pelzen. Nach dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wurde ganz Illinois ein Teil der USA.

Im 19. Jahrhundert wuchs Chicago zu einer großen und bedeutenden Stadt heran. Wichtig war unter anderem ein Kanal, der gebaut wurde, um die Großen Seen mit dem Hafen der Stadt New York zu verbinden. Im Jahr 1871 wurde Chicago von einem fürchterlichen Brand heimgesucht. Das Feuer brannte zwei Tage lang und zerstörte nahezu die komplette Stadt. Bis heute weiß man nicht, wie das Feuer ausgebrochen war.

In den Jahren 1920 bis 1933 war Alkohol in den USA verboten. Durch die Nähe zu Kanada gab es in Chicago viele Leute, die Geld mit dem Schmuggel von Alkohol verdienten. Andere brauten Bier in ihrem Keller. Besonders Al Capone, der ein Mitglied der Mafia war, wurde in dieser Zeit reich und berühmt. Zur gleichen Zeit wurde Chicago ein wichtiger Ort für die Jazz-Musik.

Womit wird in Chicago Geld verdient?

Chicago ist eine der reichsten Städte der USA und eine der Zentren des Landes in Bezug auf die Wirtschaft und den Verkehr. Im 19. Jahrhundert entstand viel Industrie. Heute werden vor allem Fahrzeuge, Maschinen, Nahrungsmittel, Stahl, Textilien, chemische Produkte und elektronische Geräte hergestellt. Bekannt ist auch der Flugzeughersteller Boeing, der seinen Hauptsitz in einem Hochhaus am Chicago-River hat.

Immer wichtiger werden die Dienstleistungsunternehmen. Dazu gehören Banken und Versicherungen, aber auch Läden und Transportunternehmen. Nach New York hat Chicago eine der bedeutendsten Börsen der USA. Die entstand um das Jahr 1850. Damals wurde in Chicago viel Vieh gehandelt, das mit Zügen aus ganz Amerika dorthin kam. Eine andere wichtige Geldquelle ist der Tourismus. Jährlich besuchen mehr als fünfzig Millionen Menschen die Stadt am Michigansee.



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