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Stonehenge

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Stonehenge: ein Weg führt Menschen an der Anlage vorbei. An ihnen erkennt man in etwa die Höhe der Steine.

Stonehenge, sprich: Sstohn-Händsch, heißt ein altes Denkmal aus Steinen. Es liegt im Süden von England und stammt aus der Steinzeit. Das englische Wort „Henge“ meint eigentlich einen Wall aus Erde, darum passt der Name nicht genau.

Die Anlage sah im Laufe der Geschichte unterschiedlich aus. Zuerst wurde vor etwa fünftausend Jahren ein Kreis mit Holzstämmen gebildet. Das erkennt man heute an dunkel verfärbten Stellen im Erdboden.

Etwa 400 Jahre später hat man statt Holz Steine genommen. Von diesen sogenannten Blausteinen, einer bestimmten Felsart, gab es mindestens 43. Vielleicht waren es mal bis zu achtzig. Möglicherweise stammen die Steine aus dem Landesteil Wales, der 260 Kilometer entfernt liegt.

Wieder 200 Jahre später schleppte man dreißig graue Steine nach Stonehenge. Sie bildeten einen Kreis, oben drauf lagen große Blöcke, die die Steine miteinander verbanden. Die Blausteine wurden umgestellt.

Es ist unbekannt, wie die Anlage errichtet wurde. Die Steine mussten über eine lange Strecke hergebracht werden. Wahrscheinlich hat man sie mit Schiffen herangebracht. Ansonsten haben entweder viele Menschen mitgezogen, oder aber sie hatten Ochsen dafür. Einige Steine sind sehr sorgfältig glatt gemacht worden, was eine lange, harte Arbeit gewesen sein muss.

Wofür diente Stonehenge?

Niemand weiß, warum Stonehenge gebaut wurde. Man hat dort einige Gräber gefunden und auch Überreste von Menschen, wie zum Beispiel Knochen. Lange Zeit haben Forscher vermutet, dass die Erbauer in Stonehenge ihre Religion gefeiert und gebetet haben.

Andere Forscher denken, dass es eine Anlage für die Astronomie war. Die Steine stehen so, dass zu bestimmten Tagen im Jahr die Sonne an bestimmten Stellen aufgeht und untergeht. Das muss aber nicht allzu viel bedeuten: In der Geschichte hat man oft Gebäude nach der Sonne ausgerichtet, zum Beispiel die christlichen Kirchen. Das heißt nicht, dass die Erbauer der Kirchen den Sonnenverlauf erforscht hätten. Für einen Kalender, um den Weg der Sonne oder des Mondes anzuzeigen, hätten auch einige Holzstöcke ausgereicht.

Was sieht man heute von Stonehenge?

Früher ließ man Besucher nah an die Steine. Dieses Fest mit Musik und Tanz fand im Jahr 1984 statt.

Stonehenge ist nicht ganz einzigartig, denn in vielen Ländern gibt es Anlagen aus Stein oder Steinkreise. Aber noch heute ist die Anlage sehr beeindruckend: Der höchste Stein ist sechs Meter und siebzig Zentimeter hoch. Was man sieht, sind die alten Steine von früher, einige sind allerdings umgefallen.

Viele Touristen wollen Stonehenge besuchen, eine Million Menschen im Jahr. Mit Zäunen verhindert man seit dem Jahr 1978, dass sie den Steinen zu nahe kommen können. Manche Besucher haben Steine mit Farbe beschmiert oder Stücke zur Erinnerung herausgebrochen. Über Stonehenge kann man sich auch im Museum gleich in der Nähe informieren.

Heute glauben einige Leute an die Götter der alten Kelten. Sie sehen sich als die Nachfahren der keltischen Druiden, die vor 2000 Jahren dort angeblich gebetet haben. Diese Leute treffen sich von Zeit zu Zeit bei Stonehenge für Gottesdienste. Manchmal kommen zehntausende Menschen dorthin.

Die Anlage ist seit 1986 ein Weltkulturerbe der UNESCO. Dazu gehört nicht nur der bekannte Steinkreis: Etwas davon entfernt liegt zum Beispiel Woodhenge, eine alte Anlage mit Holzpflöcken, sowie Bluehenge aus blauen Steinen. Weiter weg findet man das Gebiet von Avebury, unter anderem mit einer weiteren Anlage und einem von Menschen erbauten Erdhügel.



Wissen kindgerecht und leicht verständlich – Mehr Wissenswertes über „Stonehenge“ bei der Blinden Kuh.

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