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Magnetschwebebahn

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Die japanische Magnetschwebebahn JR-Maglev wird noch erprobt. Sie stellte im Jahr 2003 einen neuen Rekord auf: Sie war 581 Kilometer pro Stunde schnell. Kein anderes Schienenfahrzeug war jemals schneller.

Eine Magnetschwebebahn ist eine Art Eisenbahn oder Straßenbahn. Bei dieser Art fahren die Züge nicht auf den Schienen selbst. Stattdessen schweben sie wegen starker Magnete über den Schienen. Zwischen Zug und Schiene ist dann immer noch ein wenig Platz.

Die Magnetschwebebahn hat einige Vorteile. Weil sich Bahn und Schienen nicht berühren, reiben sie nicht aneinander. Sie werden dadurch nicht so stark gebremst. Außerdem nutzen sie sich nicht so schnell ab, es entsteht kein Staub und weniger Lärm. Eine Magnetschwebebahn kann rasch beschleunigen. Das heißt, sie erreicht sehr schnell eine hohe Geschwindigkeit.

Es gibt auch ähnliche Techniken: Die Wuppertaler Schwebebahn heißt zwar so, schwebt aber nicht. Ihre Räder bewegen sich einfach auf den Schienen. Nur liegen die Schienen oben und der Zug hängt unten dran. Von unten gesehen sieht man die Schienen nicht, deshalb sieht es so aus, als würde der Zug schweben.

Wie funktioniert eine Magnetschwebebahn?

An einem Ausstellungsstück des Transrapid erkennt man gut, wie die Bahn um die Schienen herumgreift.

Elektromagnete sorgen dafür, dass die Bahn schweben kann. Ein Elektromagnet ist ein Magnet, der mit elektrischem Strom funktioniert. Erst wenn man ihn einschaltet, wird er magnetisch. Dann stoßen sich der Zug und die Schienen ab, die Bahn schwebt. Stellt man den Strom ab, steht die Bahn auf wieder den Schienen. Damit der Zug vorwärts kommt, gibt es verschiedene Motoren-Systeme, die auch mit Elektromagneten funktionieren.

Schon im Jahr 1935 hat sich ein deutscher Ingenieur eine Magnetschwebebahn ausgedacht. Die Technik war aber erst fast 50 Jahre später so weit, dass man eine Magnetschwebebahn tatsächlich bauen konnte.

Zunächst hat man sie auf kurzen Versuchsstrecken ausprobiert. Der Transrapid zum Beispiel war eine Magnetschwebebahn zum Testen. Die Teststrecke war 32 Kilometer lang und lag in Niedersachsen. Im Jahr 2006 gab es dort einen schweren Unfall: 23 Menschen sind gestorben. Darauf verzichtete Deutschland auch auf zwei andere geplante Strecken.

Die einzige Magnetschwebebahn der Welt fährt heute in China. Die Strecke ist 30 Kilometer lang und verbindet die Stadt Shanghai mit dem Flughafen. Die Bahn braucht dazu nur etwas mehr als sieben Minuten. Sie fährt bis zu 430 Kilometer in der Stunde schnell. Das ist etwas schneller wie ein schneller ICE, also ein Hochgeschwindigkeits-Zug.

Warum fahren so wenige Magnetschwebebahnen?

Der Transrapid in Shanghai in China

Dafür, dass so wenige Magnetschwebebahnen fahren, gibt es einen einfachen Grund: Auf der Welt hat man schon so viele Eisenbahnen und Straßenbahnen. Die funktionieren eigentlich gut. Es würde sich nicht lohnen, neben eine solche Strecke auch noch eine Magnetschwebebahn zu bauen.

Zudem ist die Technik der Magnetschwebebahnen sehr kompliziert. Man muss ständig dafür sorgen, dass der Magnet nicht zu stark oder zu schwach arbeitet. Das Bauen von Schienen für Magnetschwebebahnen ist aufwendiger als bei normalen Schienen. Durch das ständige Schweben braucht sie mehr Energie als ein normaler Eisenbahnzug.

Magnetschwebebahnen erbringen also gegenüber der herkömmlichen Eisenbahn nur einen geringen Zeitvorteil, sind aber viel teurer. Da benutzen viele Menschen lieber gleich das Flugzeug, obwohl dies mehr Energie braucht und die Umwelt stärker belastet.



Wissen kindgerecht und leicht verständlich – Mehr Wissenswertes über „Magnetschwebebahn“ bei der Blinden Kuh.

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