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Fenster

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Ein Bogenfenster am Reichstagsgebäude in Berlin. Früher brauchte man über den Fenstern einen Bogen, der das Gewicht der Mauer über der Fensteröffnung trug.

Ein Fenster ist eine Öffnung in einem Gebäude oder auch in einem Auto, in einem Schiff oder in einem anderen Fahrzeug. Fenster sind dazu da, dass Licht und Luft ins Gebäude kommen können. Außerdem kann man durch ein Fenster ins Gebäude schauen oder aus dem Gebäude hinaus schauen.

Schon in der Steinzeit hatten die Menschen Fenster in ihren Behausungen. Doch es gab eher wenige oder kleine Fenster. Licht kam vor allem durch die Tür. Das Problem: Es gab noch kein Glas, daher war es schwierig, ein Fenster so dicht zu machen, dass dennoch Licht hinein kam. Eine Lösung dafür war, dass man eine Tierhaut mit Öl einschmierte und in den Fensterrahmen hängte. Manchmal brauchte man dazu auch die Blase von Schweinen.

Die alten Römer verwendeten dann bereits Glas für ihre Fenster. Das war aber ziemlich teuer, und auch später war Fensterglas noch selten. Man konnte keine großen, flachen Glasflächen herstellen. Im Mittelalter verband man deshalb mehrere kleine Glasstücke mit Schienen aus Blei. So entstanden zum Beispiel die großen farbigen Glasfenster in den Kirchen.

Heute haben wohl die meisten Fenster eine große Glasscheibe. Sie werden seit etwa dem Jahr 1850 in der Industrie hergestellt. Etwa seit 1950 kann man auch gebogene Scheiben herstellen. Üblich ist es auch geworden, Isolierglas mit zwei oder mehreren Scheiben zu nehmen. Auf diese Weise verliert das Haus nicht so viel Wärme durch die Fenster.

Wie entsteht aus kleinen Glasstücken ein großes Fenster?

Die einzelnen kleinen Glasstücke werden mit Schienen aus Blei verbunden. Diese Schienen nennt man „Ruten“. Das Ganze gleicht einem Mosaik, nur ist es durchsichtig.

Man musste einen Glasklumpen zuerst erhitzen, bis er dickflüssig war. Dann spießte ihn der Glasbläser auf ein Rohr und blies Luft hinein. So blähte sich das Glas zu einer Kugel auf. Wenn er sie auf einer flachen Unterlage in sich zusammenfallen ließ, wurde daraus eine kleine runde Scheibe.

Jede der runden Scheiben umhüllte er mit einer Art Schiene aus Blei, die man „Rute“ nennt. Solche Scheiben rückte er eng aneinander. Für die Räume dazwischen musste er Gläser zuschneiden und ebenfalls einsetzen. Die Berührungspunkte der Bleistreifen verband er mit heißem Zinn. Diesen Vorgang nennt man „verlöten“. So entstanden die sogenannten Butzenscheiben.

Für ein Kirchenfenster mit bestimmten Figuren brauchte er größere Glasscheiben, die er einzeln zuschneiden musste, bis sie auf seine Vorlage passten. Die einzelnen Teile umgab er ebenfalls mit Bleiruten und lötete die Stücke zusammen. Bei großen Fenstern musste er zusätzlich Stäbe aus Eisen einsetzen, weil Blei für das Gewicht des Glases zu weich ist.



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