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Hilfe:Aufbau und Inhalt der Artikel

Aus Klexikon - Das Freie Kinderlexikon
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Schaubild: Wie ein Artikel aussieht

Das Klexikon ist eine Sammlung von Artikeln. In dieser Hilfe-Seite geht es darum, welchen Aufbau, welche Struktur ein Artikel haben soll. Außerdem geht es hier um Wortwahl und Satzbau, denn Artikel sollen verständlich sein.

Wenn du hingegen wissen willst, wie ein Begriff über den Artikel zum Artikel wird, dann hilft dir die Seite Wie ein Artikel entsteht. Ganz wichtig: Bitte lege keinen Entwurf an, wenn der Begriff noch nicht in der Artikelwunschliste steht.

Inhaltsverzeichnis

Länge und Struktur

Ein Artikel soll nicht zu kurz oder zu lang sein. Zu kurz ist ein Artikel, wenn er nur aus ein paar Sätzen besteht. Von so einem Artikel hätte der Leser nichts. Ein Artikel sollte also mindestens aus einem Kilobyte Zeichen bestehen. Ein Artikel darf aber auch nicht zu lang sein, wenn für Kinder dauert es länger als für geübte Erwachsene, einen Text zu lesen. Die Obergrenze liegt etwa bei zehn Kilobyte Zeichen. Wie viele Zeichen eine Seite bereits hat, siehst du in der Versionsgeschichte.

Artikel brauchen eine Gliederung. Wäre der Text ein einziger, langer Textblock, dann würden viele Menschen gar nicht erst anfangen zu lesen. Das gilt besonders für Kinder. Eine wichtige Gliederungsform, die es in allen Artikeln geben soll, ist der Absatz. Ein Absatz besteht im Klexikon aus mindestens drei, aber höchstens sieben Sätzen. Ein Absatz ist am besten auch eine Sinneinheit: In einem Absatz beschreibt man Dinge, die zueinander gehören.

Klexikon-Artikel können entweder lange oder kurze Artikel sein. Ein kurzer Artikel besteht aus einer Einleitung, ein langer Artikel besteht aus einer Einleitung und weiteren Abschnitten. Eine Einleitung oder ein Abschnitt hat mindestens zwei, besser drei Absätze.

Die Einleitung muss das Wichtigste vermitteln, auf Interessantes achten und abgerundet sein. Sie beginnt mit der Artikeldefinition, das ist ein Satz (oder zwei), der besagt, worum es im Artikel überhaupt geht. Ein Abschnitt hat eine Überschrift, die im Inhaltsverzeichnis auftaucht.

Abschnittsüberschriften sind Fragen: „Wie lebten die Menschen im Römischen Reich?“ (statt: „Wirtschafts- und Sozialgeschichte“). Die Leser sollten auf die Frage selbst kommen können, darum sollte nach Möglichkeit keine noch unbekannten Begriffe darin vorkommen (also nicht: "Was ist eigentlich eine Obere Nockenwelle?"). Es sollen keine zu langen und keine Suggestivfragen sein ("Sind Haie nicht total gefährlich?").

Wortwahl

Wörter beziehen sich auf die Welt, die in einem Artikel beschrieben werden soll. Grundsätzlich soll man das allgemein bekannte und geläufige Wort verwenden. Soweit wie möglich vermeiden wir Fremdwörter, vor allem, wenn sie nicht geläufig sind. Niemand sagt „Fernsprecher“ statt „Telefon“, aber fast immer findet man für ein Fremdwort doch noch ein deutsches Wort.

Wenn man einen Fachausdruck wirklich braucht, soll man ihn auch erklären. Ein bloßer Link zum Fachausdruck reicht normalerweise nicht aus, denn da müsste man erst den verlinkten Artikel lesen, um das zu verstehen, worüber man eigentlich etwas wissen wollte: „Atomenergie ist die Technologie zur Elektrizitätsgewinnung per Kernspaltung,“ hier müsste der Leser wohl mehr als einen Begriff nachschlagen. Fremdwörter und Fachausdrücke brauchen übrigens keine Anführungszeichen.

Es ist meistens am besten, wenn man im Text bei dem selben Begriff bleibt. Es kann verwirrend sein, wenn man aus stilistischen Gründen verschiedene Begriffe für dieselbe Sache verwendet. „Der Polizist macht einem Autofahrer deutlich, dass er anhalten soll. Der Autofahrer gibt der personifizierten Staatsgewalt seinen Führerschein und die Fahrzeugpapiere. Der Ordnungshüter schaut nach, ob diese nicht zum Beispiel abgelaufen sind.“ Hier wäre es für den Leser wohl deutlicher, wenn immer wieder das Wort „Polizist“ auftaucht.

Erwachsene verwenden sehr oft Redewendungen, die man extra lernen muss und die für Kinder schwierig zu verstehen sein können:

    • „Unser Bild vom Wilden Westen ist geprägt von Spielfilmen.“
    • „Die Strommasten tun der Schönheit des Tals keinen Abbruch, sie fügen sich in die Landschaft ein.“

Satzbau

Im Klexikon verwenden wir ganze Sätze. Ein Satz sollte nicht zu lang sein. Oft kann man aus einem zweiten Hauptsatz oder aus einem längeren Nebensatz einen neuen Satz machen. Ein Text soll aber auch nicht nur aus lauter kurzen oder Sätzen bestehen.

Ein Satz sollte nicht verschachtelt und verstopft sein. Die sogenannte Satzklammer lässt sich oft auflösen. „Der Mensch stammt nicht vom Affen, mit dem er aber durch gemeinsame Vorfahren verwandt ist, ab.“ Besser: Der „Mensch stammt nicht vom Affen ab, mit dem er aber verwandt ist. Menschen und Affen haben nämlich gemeinsame Vorfahren.“ Oder „Menschen und Affen haben gemeinsame Vorfahren. Der Mensch stammt also nicht vom Affen ab, obwohl er mit ihm verwandt ist.“

Es sollte deutlich sein, wer etwas macht, was gemacht wird und womit etwas gemacht wird. In der Bildungsprache ist das häufig undeutlich, denn viele Menschen verwenden zu oft das Passiv oder den Nominalstil. „Das Programm kam durch den Computer zur Ausführung“. Besser: „Das Programm wurde durch den Computer ausgeführt.“ Damit ist der Nominalstil weg. Noch besser: Der Computer führte das Programm aus. Allerdings: Oftmals ist es für die Aussage unwichtig, wer etwas macht. „Dieses Haus wurde umgebaut“ oder „Man hat dieses Haus umgebaut“ reicht dann aus.

Inhalt

Der Inhalt soll anschaulich und aussagekräftig sein und über das Offensichtliche hinausgehen. Etwas allzu Offensichtliches wäre: „Auf einem Stuhl kann man sitzen“ oder „In diesem Land gibt es schöne Bauwerke.“ Das wissen die Leser schon oder sie können es sich denken.

Zum Schreiben gehört, dass man das Wichtige vom weniger Wichtigen trennt. Auf das weniger Wichtige muss man meist ganz verzichten, so schwer einem Autor das auch oft fällt. Wie wird der deutsche Bundeskanzler gewählt? Dazu kann man sich folgendes aufschreiben:

  • Der Bundespräsident schlägt einen Kandidaten vor.
  • Der Bundestag wählt diesen Kandidaten mit absoluter Mehrheit.
  • Wird der Kandidat nicht gewählt, dann hat der Bundestag 14 Tage Zeit, einen anderen Kandidaten mit absoluter Mehrheit zu wählen.
  • Passiert das nicht, kann der Bundestag einen Kandidaten mit relativer Mehrheit wählen.
  • Der Bundespräsident entscheidet sich dann, ob er diesen Kandidaten zum Bundeskanzler ernennt.
  • Wenn der Bundespräsident ihn nicht ernennt, muss er den Bundestag auflösen. Der Bundestag wird neu gewählt.

Das ist aber für einen Klexikon-Artikel zu lang und zu ausführlich. Was ist davon wichtig, oder zumindest wichtiger? Ist es wichtig zu erwähnen, dass der Bundespräsident am Anfang einen Kandidaten vorschlägt? In der Geschichte hat der Bundespräsident schließlich immer denjenigen Kandidaten vorgeschlagen, den die Mehrheit des Bundestages sich gewünscht hat. Ebenso hat der Kandidat immer die absolute Mehrheit erhalten, die übrigen Möglichkeiten sind nie eingetreten. Wichtig ist also vor allem: Der Bundeskanzler wird vom Bundestag gewählt.

Das Klexikon kommt ohne Fußnoten aus. Wenn zwei Klexikon-Mitmacher sich uneinig sind, ob zum Beispiel Elefanten 2,10 Meter oder 2,40 Meter hoch werden, dann schauen sie in den entsprechenden Wikipedia-Artikel.

Wir versuchen so zu schreiben, dass der Inhalt nicht schnell veraltet. Wenn im Artikel über eine Stadt der jeweilige Bürgermeister erwähnt werden würde, dann wäre der Artikel veraltet, sobald der Bürgermeister wechselt. Bei Einwohnerzahlen sollte man runden.

Siehe auch