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Siebenjähriger Krieg

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Hier wird eine Schlacht aus dem Siebenjährigen Krieg nachgespielt, nämlich die Schlacht von Warburg in Hessen.

Der Siebenjährige Krieg war ein Krieg im 18. Jahrhundert. Er begann im Jahr 1756 und dauerte sieben Jahre. Eigentlich handelte es sich um mehrere Kriege, die zur gleichen Zeit geführt wurden. Weil in verschiedenen Teilen der Welt gekämpft wurde, nennen manche ihn heute den „ersten Weltkrieg“. Das könnte man allerdings auch über andere Kriege vorher sagen.

In Europa ging es vor allem um Preußen, das von mehreren anderen Ländern angegriffen wurde. Am Ende hatte Preußen dies alles überstanden und blieb ein mächtiges Land neben Österreich.

In anderen Teilen der Welt kämpften vor allem Großbritannien und Frankreich gegeneinander. Es gab auch Schlachten auf den Meeren. Großbritannien konnte viele wichtige Gebiete von Frankreich erobern, unter anderem in Nordamerika. Dieser Krieg führte mit dazu, dass das Britischen Weltreich entstand.

Warum gab es in Europa Krieg?

Bei der Schlacht von Leuthen: Preußische Soldaten stürmen gegen eine Festung an. Das Dorf Leuthen in Schlesien liegt heute in Polen, in der Nähe von Breslau.

In Deutschland, also im Heiligen Römischen Reich, war Österreich der mächtigste Staat. Preußen aber wollte aber ebenfalls wichtig sein. Im Jahr 1740 gab es einen neuen preußischen König: Friedrich den Zweiten. Er griff sofort Österreich und eroberte die Provinz Schlesien.

Österreich versuchte mehrmals, sich Schlesien zurückzuerobern. Ein Versuch war der Krieg, den man heute den Siebenjährigen nennt. Als Preußen im Jahr 1756 Sachsen erobert hatte, sah Österreich dazu eine Gelegenheit. Österreich konnte nach und nach andere wichtige Länder dazu bringen, mitzukämpfen.

Das waren vor allem Frankreich und Russland. Sie griffen Preußen von mehreren Seiten an. Viele Soldaten Friedrichs kamen um, so dass Preußen keine Chance mehr hatte, den Krieg zu gewinnen. Doch plötzlich, im Januar 1762, starb die Zarin von Russland. Ihre Nachfolger wollten keinen Krieg mehr.

Der Krieg endete damit, dass vieles beim Alten blieb. Sachsen blieb bestehen, und Frankreich war es nicht gelungen, den Teil der Niederlande zu erobern, den man heute Belgien nennt. Während Frankreich schwächer wurde, war Österreich weiterhin eine anerkannte Macht. Preußen wurde spätestens jetzt als stark und mächtig angesehen.

Doch viele Leute waren durch den Krieg arm geworden. 180.000 preußische Soldaten waren tot. In Österreich waren es etwa doppelt so viele, ähnlich wie in Frankreich. Trotzdem kam es schon bald wieder zu neuen Kriegen in Europa.

Warum hat man woanders gekämpft?

Die Geschichte „Der letzte Mohikaner“ von James Fennimore Cooper handelt von diesem Krieg.

Großbritannien und Frankreich hatten bereits große Teile der übrigen Welt erobert. In Nordamerika gab es britische und französische Kolonien. Nach schweren Kämpfen wurde Frankreich in Nordamerika besiegt. Französische Siedler blieben aber großteils dort. Darum hat das heutige Kanada immer noch Bürger, die Französisch statt Englisch sprechen.

Auch einige andere Gebiete in Amerika bekamen neue Herrscher. Frankreich verlor außerdem Kolonien in Indien an Großbritannien. Dasselbe gilt für den Westen von Afrika, wo Gambia britische Kolonie wurde.

Allerdings war der Sieg für Großbritannien nicht nur von Vorteil. Das Land hatte ebenfalls viel Geld durch den Krieg verloren. Die anderen Mächte wurden misstrauisch gegen Großbritannien und sahen es als große Gefahr an. Das galt sogar für Preußen, den britischen Verbündeten: Preußen glaubte, dass Großbritannien es im Stich gelassen hatte. Als später die amerikanischen Kolonien unabhängig werden wollten, erhielt Großbritannien keine Hilfe der anderen Europäer.