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Modell

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Die Burg Gimignano steht eigentlich in der Toskana in Italien. Dies hier ist nur ein Modell im Miniatur-Wunderland in Hamburg.

Ein Modell ist ein Abbild von einer Sache. Anders als ein Gemälde oder eine Zeichnung ist ein Modell nicht flach, sondern ein Ding, das hoch, breit und lang ist. Modelle sind oft viel kleiner als die echte Sache, wenn diese sehr groß ist: zum Beispiel das Modell einer Lokomotive. Sie können aber auch viel größer sein, wenn die echte Sache sehr klein ist: zum Beispiel das Modell eines Blutkörperchens. Die echte Sache, die das Modell darstellt, nennt man das Original.

Das Wort haben wir aus dem Italienischen: modello. Eigentlich kommt dies von einem lateinischen Wort für Maßstab. So ist es auch beim Wort Model: Dabei denkt man an schöne Frauen oder schöne Männer. Ihr Beruf ist es, modellhaft Werbung für Kleidung oder Schmuck zu machen.

Viele unterschiedliche Dinge zu verschiedenen Zwecken nennt man Modell. Darum gibt es weitere Wörter für Modelle oder für ähnliche Dinge: Eine Attrappe ist meist genauso groß wie das Original. Oft baut man sie, um andere Menschen zu täuschen. Eine Nachbildung oder Kopie sieht aus und funktioniert wie das Original.

Warum baut man Modelle?

Menschen fertigen Modelle aus verschiedenen Gründen an. Einige Modelle sind zum Spielen da: ein Modellflugzeug oder eine Modelleisenbahn. Mit einem Modell kann man sich auch gut vorstellen, was zu groß ist, oder zu kompliziert, oder undurchsichtig. Ein Globus ist eigentlich ein Modell von der Erde.

Manchmal stellt man sich ein Modell in die Wohnung, weil es schön aussieht. Oder aber das Modell zeigt etwas, das man gut findet. Wer die Stadt Paris mag, hat auf dem Regal vielleicht ein kleines Modell des Eiffelturms.

Oft will man mit einem Modell etwas zeigen, das es noch nicht gibt. Man baut zuerst ein Modell, um zu schauen, ob die Sache gefällt oder gut funktioniert. Erst danach baut man dann die echte Sache. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Haus. Für so ein Modell sagt man auch Maquette, sprich Ma-kette, oder Mock-up, sprich mock-app. Autohersteller bauen auch erst verschiedene Modelle, bevor sie entscheiden, wie das Auto hinterher wirklich aussehen soll.

Kann man ein Modell immer anfassen?

Diese Kelche gibt es nicht: Es sind nur Modelle im Computer. Mit dem Computer-Programm kann man sie hinstellen, wie man will.

Früher hat man bei einem Modell immer an ein Ding zum Anfassen gedacht. Modelle baute und baut man zum Beispiel aus Holz, aus Stoff oder aus einem anderen Material. Ansonsten hat man etwas gemalt oder gezeichnet und das ein Bild genannt.

Heute kann man auch Modelle im Computer „bauen“. Das sieht zunächst auch nur wie eine Zeichnung aus. Aber man erklärt dem Computer-Programm dabei, wie hoch, breit und lang etwas aussehen soll. Wenn ein solches Modell ein Haus zeigt, dann kann man auch zeigen, wie es aussieht, wenn man in das Haus hineingehen würde. Ein solches Modell im Computer nennt man oft auch Simulation.

Solche Modelle im Computer macht man zum Beispiel, wenn man eine Achterbahn bauen will. Der Computer rechnet dann aus, wie schwer sie wird und ob sie gut funktioniert. Die Achterbahn darf den Mitfahrern etwa in einer Kurve nicht weh tun. Dank des Computer-Modells weiß man also, ob eine Achterbahn in Wirklichkeit gut funktionieren wird. Das spart Zeit und Geld und ist gut für die Sicherheit.



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