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Hochofen: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 19. Oktober 2017, 00:02 Uhr

Dieser Hochofen arbeitet heute in Heinrichshütte, Deutschland

Ein Hochofen ist eine Anlage, mit der man in der Industrie Eisen herstellt. Darin wird das Eisenerz so stark erhitzt, dass es herausfließt. Ein einziger Hochofen produziert heute täglich über 200 Tonnen Eisen. So schwer sind zum Beispiel 150 Autos.

Die Menschen entdeckten das Eisen etwa 800 Jahre vor Christus, also vor fast 3000 Jahren. Damit begann die Eisenzeit. Sie bauten eine Grube in die Erde und füllten sie mit Eisenerz und Holzkohle. Sie zündeten die Holzkohle an und bliesen zusätzliche Luft mit einem Blasebalg hinein. Nach vielen Stunden sammelte sich auf dem Boden der Grube eine Art von Roheisen an. Dieses Roheisen konnte der Schmied weiterverarbeiten.

Um ein Kilogramm Eisen herzustellen brauchte es jedoch fast drei Kilogramm Holzkohle. Ganze Wälder waren deshalb schon abgeholzt. Erst im Jahr 1709 gelang es einem Engländer, Eisen mit Kohle aus dem Erz heraus zu schmelzen. Ab dem Jahr 1828 wurde nicht nur kalte, sondern heiße Luft in den Ofen geblasen. Seit dieser Zeit spricht man vom Hochofen.

Eine komplette Anlage heißt heute Eisenwerk oder Hüttenwerk. Dazu gehören nebst dem Hochofen auch Bunker, wo man Kohle, Eisenerz und andere Stoffe lagert, die für das Schmelzen notwendig sind. Weiter braucht man Leitungen, um alle Materialien in den Ofen hineinzubringen. Es braucht ein Gebläse mit Lufterhitzer. Ferner eine Anlage, um das Eisen, die Schlacke und den Rauch abzuführen.



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