Schamane
Schamanen gelten als Wissensträger, Ratgeber und Heiler. Sie sollen eine Art Brückenbauer zwischen der Welt der Menschen und der Welt der Geister sein. In der Geisterwelt leben angeblich die Seelen von Tieren, Pflanzen und Ahnen. Schamanen begeben sich in einen veränderten Bewusstseinszustand, die Trance. So wollen sie Kontakt zur Geisterwelt aufnehmen und die Geister bitten, den Menschen zu helfen. Oft werden Schamanen auch um Rat gefragt, zum Beispiel wenn es zu wenig Regen gibt oder wenn die Jagd schlecht läuft. Schamanen werden für ihre Weisheit geschätzt.
Ursprünglich stammt das Wort Schamane aus der sibirischen Kultur. Dort bedeutet es so viel wie „der Wissende“. Heute verwendet man es aber auch für derartige Spezialisten in vielen anderen Kulturen auf der ganzen Welt.
Auch in der westlichen Kultur gibt es heute Menschen, die sich Schamanen nennen. Oft bieten sie gegen Bezahlung Heilrituale an. Bei solchen Menschen muss man allerdings aufpassen, denn Schamane ist kein anerkannter Titel wie Arzt, der ein Studium erfordert.
Können Schamanen sich wirklich mit der Geisterwelt verbinden?
Wissenschaftler können die Existenz einer Geisterwelt nicht beweisen. Darum kann man auch nicht messen oder feststellen, dass ein Schamane sich mit einer Geisterwelt verbindet. Man kann es auch nicht widerlegen. Letztlich entscheidet jeder selbst, ob er daran glauben möchte.
Die Wissenschaftler können aber erklären, was im Gehirn eines Schamanen passiert. Wenn er sich in den Zustand der Trance begibt, verändert sich etwas in seinen Gehirnströmen. Er kann dann Dinge hören oder sehen, die in Wirklichkeit nicht da sind. Vielleicht lassen sich damit die Geistererfahrungen erklären.
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