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Münze

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Euromünzen aus verschiedenen EU-Staaten, darunter Deutschland, Österreich, Luxemburg, Frankreich, Italien und Spanien.

Münzen sind eine Form von Geld. Es sind meistens runde, dünne Scheiben Metall. Früher lag es am Metall, wie viel die Münze wert war: Die teuersten waren zum Beispiel aus Gold oder Silber. Weniger wertvolle Münzen bestanden aus Kupfer oder anderen Metallen.

Es gibt bestimmten Banken, die Zentralbanken. Sie sorgen dafür, dass ein Land oder eine Gruppe von Ländern eine Währung hat. Damit die Menschen etwas bezahlen können, gibt es Geld als Münzen und Banknoten. Deutsche und Östereicher haben zum Beispiel den Euro. Den gibt es als Geld schon seit dem Jahr 1999. Münzen gab es allerdings erst etwa drei Jahre später, ab dem Jahr 2002.

Zu jeder Münze gehört eine Prägung. Früher wurde das Muster mit einem Metallstempel und einem Hammer eingeschlagen, eben geprägt. Heute geschieht das mit großen Pressen, damit jedes Stück genau gleich aussieht. Die Prägung enthält heute immer das Land (oder die Ländergemeinschaft), den Wert und das Herstellungsjahr.

Sind die Münzen heute noch aus echtem Gold und Silber?

Heute sind nur noch alte Münzen oder besondere Sammlerstücke aus Gold und Silber. Diese beiden Edelmetalle sind etwa im Jahr 1967 plötzlich viel teurer geworden. Schlaue Menschen haben dann herausgefunden, dass man zum Beispiel die Schweizer Ein- und Zwei-Franken-Münzen einschmelzen kann. Das eingeschmolzene Silber konnte man dann teurer verkaufen als die ursprüngliche Münze. Deshalb hat der Staat die Silbermünzen sofort ausgewechselt.

Ein anderes Beispiel sind die beiden Schweizer Goldvreneli: Auf der Vorderseite sind sie mit 10 oder 20 Franken angeschrieben. Wenn man sie jedoch heute kaufen will, kosten sie mehr als das Zehnfache. Das Material ist also mehr wert, als was die Prägung sagt.

Aus diesen Gründen bestehen die Münzen heute nicht mehr aus Edelmetall. Wenn eine heutige Münze fast wie Silber aussieht, besteht sie aus Kupfernickel. Dies ist eine Legierung aus viel Kupfer und wenig Nickel. Wenn sie Gold ähnlich sieht, ist noch mehr Kupfer drin, dafür weniger andere Metalle. Dadurch entsteht die goldene Farbe.

Damit man Münzen weniger gut fälschen kann, werden sie heute teilweise aus zwei verschiedenen Metallen hergestellt. Man nennt sie Bimetallmünzen. Ihre Herstellung braucht eine aufwendige Technik: Das Kernstück und der Ring werden separat hergestellt und ineinandergelegt. Bei der Prägung werden sie dann durch die hohe Presskraft miteinander verbunden. Die Ein- und Zwei-Euro-Münzen sind so gemacht.

Die rotbraunen Ein- bis Zehn-Cent-Münzen bestehen aus Kupfer mit einem Metallkern. Bei den Ein- und Zwei-Cent-Münzen ist es genau umgekehrt als bei den Gold- und Silbermünzen. Ihre Herstellung ist teurer als ihr Wert. Es gibt deshalb Bestrebungen, diese Münzen abzuschaffen. Die Schweiz hat ihre Ein- und Zweirappenstücke bereits 2007 abgeschafft. Sie haben nur noch einen Wert für Sammler.

Silbermünzen aus der Römerzeit, die bei Stuttgart gefunden wurden.

Was erzählen uns alte Münzen?

Münzen gibt es schon seit mehr als 2000 Jahren. Sie haben sich im Lauf der Jahrhunderte immer verändert. Heute weiß man von fast jeder Münze, aus welcher Zeit sie stammt. Wenn also Archäologen alte Gegenstände finden und Münzen liegen in der Nähe, können sie gut abschätzen, aus welcher Zeit die Gegenstände stammen.

Einige Menschen sammeln Münzen. Alte Stücke können sehr teuer sein, vor allem wenn es nicht mehr viele davon gibt. Früher sind manchmal Schiffe mit riesigen Ladungen von Münzen untergegangen. Schatzsucher haben schon einige solcher Schiffe mit ihren Münzschätzen gefunden.



Wissen kindgerecht und leicht verständlich – Mehr Wissenswertes über „Münze“ bei der Blinden Kuh.

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