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Kapitalismus

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Ludwig von Mises war ein Wissenschafter aus Österreich. Er meinte, dass der Kapitalismus die einzige Art einer Wirtschaft ist, die richtig funktioniert.

Kapitalismus ist ein Wort mit verschiedenen Bedeutungen. Vor allem geht es darum, wie in einem Land die Wirtschaft und die Gesellschaft funktionieren. Man sagt, der Kapitalismus ist eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Eine andere mögliche Ordnung wäre der Kommunismus.

Das Wort kommt von „Kapital“. Damit ist Geld gemeint, aber auch Maschinen, Anlagen, Fabrikhallen, Fahrzeuge und so weiter. Das Kapital besitzen im Kapitalismus die Unternehmer, also einzelne Privatpersonen oder Gesellschaften.

Im Kapitalismus werden die Produktion und der Markt durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Kunde kann also nur kaufen, was der Markt herstellt. Umgekehrt wird der Markt das herstellen, was die Kunden auch kaufen wollen. Der Staat greift wenig in das Wirtschaftsgeschehen ein. Die Unternehmer können weitgehend frei arbeiten und auch Angestellte einstellen.

Im Kapitalismus investieren die Unternehmer ihr Kapital immer weiter und können es dadurch vermehren. Die Unternehmer werden dann Kapitalisten genannt. Oft denkt man aber gleich an ein ganzes Land, in dem die Wirtschaft so funktioniert. Das Land wäre dann ein kapitalistisches Land.

Wie entstand der Kapitalismus?

Karl Marx war einer der Begründer des Kommunismus

In der Zeit der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert, als die ersten Fabriken entstanden, arbeiteten die Menschen oft unter sehr schlechten Bedingungen: Die Arbeitszeiten waren lang, die Löhne niedrig und es gab kaum Versicherungen für Unfälle oder Krankheitszeiten. So wurden die Unternehmer immer reicher, während die Arbeiter arm blieben. Das war der Beginn des Kapitalismus.

Karl Marx war der schärfste Gegner des kapitalistischen Systems. Er kritisierte, dass die Arbeiter nichts hatten und von den Unternehmern abhängig waren. Die Unternehmer waren nur auf sich selbst bedacht.

Es kam deshalb immer häufiger zu Protesten durch die Arbeiter. So kam es in den westlichen Ländern zu Reformen, also zu Änderungen des kapitalistischen Systems. Gewerkschaften vertraten die Interessen der Arbeiter. Der Staat regelte durch Gesetze und politische Maßnahmen die Wirtschaft. Er versuchte dafür zu sorgen, dass die Menschen weniger ausgebeutet werden konnten und dass es gerechter zuging.

Heute spricht man deshalb eher von Marktwirtschaft. In Deutschland spricht man gern von der „Sozialen Marktwirtschaft“, weil der Staat den Armen hilft.

Ist Kapitalismus etwas Gutes oder etwas Schlechtes?

Es gibt verschiedene Meinungen darüber, ob der Kapitalismus etwas Gutes oder etwas Schlechtes ist. Manche Leute finden das Wort Kapitalismus gut. Sie nennen ihr eigenes Land gern kapitalistisch. Das ist oft so in den USA und in Großbritannien.

In anderen Ländern vermeidet man das Wort lieber, zumindest nennt man sich selbst nicht gern „Kapitalist“. Man meint, dass die Kapitalisten die Menschen ausbeuten, die für sie arbeiten. Dadurch würden wenige Menschen sehr reich und alle anderen Menschen sehr arm werden. Die Kommunisten sagen daher, dass der Kapitalismus schlecht ist und überwunden werden soll.

Tatsächlich hat der Kapitalismus aber gute wie schlechte Seiten. In sehr vielen Ländern gibt es deshalb heute kapitalistische Strukturen, weil sie viele Vorteile haben. Die Nachteile versucht man mit Gesetzen abzuschwächen.



Wissen kindgerecht und leicht verständlich – Mehr Wissenswertes über „Kapitalismus“ bei der Blinden Kuh.

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