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Industrielle Revolution

Aus Klexikon - Das Freie Kinderlexikon
Version vom 16. Dezember 2016, 19:50 Uhr von Ziko van Dijk (Diskussion | Beiträge)

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Die Industrielle Revolution ist eine Epoche, ein Zeitabschnitt in der Geschichte der Menschheit. In dieser Zeit wurden viele Erfindungen gemacht. Das veränderte die Wirtschaft, und es wurde Industrie aufgebaut: Bergwerke und Fabriken. Eine Revolution ist eine große Veränderung.

Zuerst begann die Industrielle Revolution in England. Das war um das Jahr 1750. Statt Wasserkraft, Windkraft und Pferdekraft nutze man auch Dampfmaschinen. Damit trieb man in den Fabriken die Maschinen an. Solche Maschinen waren zum Beispiel Webstühle, mit denen man Stoffe herstellte, Textilien. so konnte man viel mehr herstellen als vorher.

Allerdings dauerte es Jahrzehnte, bis sich die Industrielle Revolution richtig durchsetzte. Außerhalb von England kam sie zunächst nach Belgien. Auch in Deutschland gab es schon recht früh die neuartigen Fabriken und Maschinen. Wirklich weit verbreitet wurde die Industrie in Deutschland allerdings erst seit etwa 1850.

Lebten die Menschen dank der Industriellen Revolution besser?

Die Arbeit in den Fabriken war oft schwer und schmutzig. Das war schlecht für die Geundheit, vor allem für die Kinder. Zum Beispiel in Preußen hat man erst im Jahr 1839 die Kinderarbeit teilweise verboten: Um in einer Fabrik oder im Bergwerk zu arbeiten, musste man mindestens 9 Jahre alt sein. Dabei muss man bedenken, dass es damals ganz normal war, wenn kleine Kinder auf dem Bauernhof hart arbeiteten.

Kommunisten wie Karl Marx glaubten, dass die Armut damals durch die Industrielle Revolution käme. Die Arbeiter in den Fabriken bekamen nur wenig Lohn und konnten nicht mehr fordern, weil sie keine Ausbildung hatten. Die Arbeiter waren Proletarier, weil sie nichts besaßen außer vielen Kindern. Das lateinische Wort „proles“ heißt „Kinder“.

In Wirklichkeit lebten die ärmsten Leute dort, wo es keine Industrie gab. Das war oft auf dem platten Land. Darum zogen viele Menschen vom Land in die Städte, wo sie zumindest in den Fabriken Arbeit hatten. Es ist auch nicht so, dass alle Arbeiter keine Ausbildung gehabt hätten: Viele waren Handwerker. Sie bildeten Gewerkschaften und streikten auch, wenn sie zu schlecht behandelt wurden.

Mit der Zeit verdienten die Menschen besser und kamen zu etwas Wohlstand. Das war auch gut für den Staat. Mit den Steuern konnte er zum Beispiel Schulen und Krankenhäuser bauen. Hungersnöte gab es in Deutschland nach dem Jahr 1850 kaum noch, außer durch Kriege.

Wann endete die Industrielle Revolution?