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Flugzeug

Aus Klexikon – das Kinderlexikon
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Ein modernes Turboprop-Flugzeug vom Hersteller Daher aus Frankreich. Diese TBM 900 hat sechs Sitze und ist ein besonders schnelles Flugzeug mit nur einem Motor.

Ein Flugzeug ist ein Verkehrsmittel, das sich in der Luft bewegt. An den Seiten hat es feste Flügel, die ihm Auftrieb geben wenn sie schnell von Luft umströmt werden. Deshalb brauchen Flugzeuge eine lange Startbahn, damit die notwendige Geschwindigkeit erreicht werden kann und ausreichend Auftrieb entsteht.

Verkehrsflugzeuge werden von zwei Piloten gesteuert, in vielen Privatflugzeugen reicht ein Pilot. Sie sitzen dabei vorne im Flugzeug in einem Raum, den man Cockpit nennt.

Einer oder mehrere Motoren treiben das Flugzeug an, damit es vorwärts kommt. Die Motoren bewegen entweder einen Propeller oder eine Turbine. Man spricht auch von den Triebwerken des Flugzeugs. Dabei können Flugzeuge mit Turbinen generell etwas schneller fliegen als solche mit Propeller. Es gibt sogar unbemannte Flugzeuge. Sie sind ferngesteuert und man nennt sie Drohnen.

Dank der Luftfahrt können Menschen heute in recht kurzer Zeit weit reisen. Von Europa nach Amerika fliegt man in etwa acht Stunden – das würde mit einem schnellen Schiff mindestens drei Tage dauern. Reichten zunächst kleine Flugfelder oder Flugplätze aus, gibt es heute riesige Flughäfen. Große Flugzeuge können bis zu 600 Reisende mitnehmen. Daneben werden aber auch viele Waren mit Frachtflugzeugen transportiert.

Wie wurde das Flugzeug erfunden?

Otto Lilienthal im Jahr 1895 mit einem Gleiter in Berlin. Seine Versuche lieferten wichtiges Wissen für das spätere Fliegen.

Lange Zeit haben Menschen versucht, das Fliegen der Vögel nachzumachen. Man wollte künstliche Flügel mit Muskelkraft bewegen. Dafür sind Menschen aber zu schwach. Ein anderer Versuch nutzte starre Flügel, um damit wenigstens zu gleiten. Der erste, der das erfolgreich konnte, war Otto Lilienthal. Bei seinem letzten Flug im Jahr 1896 ist er jedoch ums Leben gekommen.

Flugzeuge mit einem Motor, wie wir sie heute kennen, gibt es erst seit dem Jahr 1903. Damals gelang den Brüdern Wright in den USA der erste längere motorisierte Flug. Mit Gleitflügeln konnte man nur kurze Strecken zurücklegen. Die Brüder Wright haben nicht nur einen Motor eingebaut, sondern sich auch um eine gute Steuerung gekümmert.

Wie funktionieren Segelflugzeuge?

Hier sieht man links ein Segelflugzeug, eine G103 Twin II aus Deutschland. Mit dem Seil wird es vom Motorflugzeug rechts in die Höhe gezogen.

Segelflugzeuge kommen ohne eigenen Motor aus. Normalerweise werden sie mit Seilwinden oder von Motorflugzeugen in die Höhe gezogen. Von dort aus können sie dann in der Luft gleiten.

Ein geschickter Segelflieger nutzt die Thermik aus, um an Höhe zu gewinnen. Thermik ist ein Aufwind: Es sind Luftpakete, die sich zum Beispiel durch Sonneneinstrahlung erwärmen und, weil sie leicht sind, nach oben steigen. Diese tragen das Segelflugzeug dann ebenfalls nach oben. Durch die Thermik entstehen bestimmte Wolken, die sogenannten Cumuluswolken oder Schäfchenwolken. Daran orientiert sich der Pilot.

An günstigen Tagen kann der Pilot so von Wolke zu Wolke fliegen und sich durch die Thermik unter der Wolke immer wieder nach oben tragen lassen. Wehenden Wind braucht der Segelflieger dagegen nicht. Dieser kann das Fliegen sogar sehr gefährlich machen.




Zu „Flugzeug“ findet ihr einen besonders einfachen Artikel auf MiniKlexikon.de und mehr Inhalte in der Kindersuchmaschine „Frag Finn“.

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