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Ader

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Vorlage:Subpage {{Wikipedia:Redaktion Medizin/Projekt Kinderleicht/Vorlage|1= Adern nennt man im Fachausdruck auch Blutgefäße. Wie die Wasserleitungen einer Stadt, die Wasser in jedes Haus leiten, so leiten die Adern das Blut durch unseren Körper. Adern sind ganz wesentliche Bestandteile des Blutkreislaufes.

Adern, in denen das Blut zum Herzen fließt, nennt man Venen, solche, die es von Herzen wegleiten, Arterien. Arterien kann man mit den Fingern tasten (beispielsweise an der Innenseite des Handgelenks auf der Daumenseite oder seitlich am Hals). Man spürt dabei ein „leichtes Hüpfen“ des Fingers auf der Ader. Erwachsene sagen zu dem „leichten Hüpfen“ auch pulsieren und nennen das den Puls. Dieses Hüpfen des Fingers kommt daher, weil das Blut in den Arterien mit großem Druck fließt. Jedesmal, wenn das Herz schlägt, hüpft die Arterie. Man spürt in ihr den Herzschlag. Deshalb nennt man Arterien auch Schlagadern.

Venen kann man bei Erwachsenen in aller Regel oben auf der Hand sehen (also am Handrücken); wenn man leicht draufdrückt, verschwinden sie, weil wenig Druck drin ist.

Die großen Adern im Bauch (Arterien sind rot gezeichnet, Venen blau)

Größere Adern bestehen aus drei Schichten. Die innerste Schicht ist ganz glatt, damit das Blut leicht fließen kann und die Blutkörperchen nicht kaputtgehen.

Die mittlere Schicht besteht aus gummiartigem (elastischem) Gewebe und winzigen Muskeln. So kann das Blut einigermaßen gleichmäßig im Körper verteilt werden. Wären die Adern starr, dann würde das Blut sehr ungleichmäßig fließen. Mit den winzigen Muskeln kann der Körper so ein "Blutgefäß-Rohr" größer oder kleiner machen und damit steuern, wohin mehr und wohin weniger Blut fließt.

Die äußere Schicht „verklebt“ die Adern mit ihrer Umgebung. Die Wände von Arterien sind übrigens wesentlich dicker als die von Venen. Die dickste Arterie liegt im Bauch und heißt Aorta. Sie ist bei einem Erwachsenen etwa so dick wie ein Gartenschlauch.

Die Arterien teilen sich wie die Äste eines Baumes in immer kleinere Adern auf. Diese Aufteilung wird zuletzt so fein, daß nur noch einzelne Blutkörperchen durch diese winzigen Adern fließen können. Diese winzigen Adern nennt man auch „Haargefäße“ (der Arzt nennt sie Kapillaren). Diese Haargefäße bilden ein ganz feines Netz, das den ganzen Körper vom Gehirn bis zu den Zehen durchzieht. Wenn man alle Haargefäße eines einzigen Menschen aneinanderlegen könnte, würden die um die ganze Erde herumreichen. So viele kleine Blutgefäße hat man! Sie haben natürlich eine ganz dünne Wand, damit der wichtige Austausch von Stoffen zwischen Zellen und Blut überhaupt möglich ist. Am Ende fließen die Haargefäße wieder zu Venen zusammen wie Bäche zu einem immer größer werdenden Fluß. }}