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Niedersachsen

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Viele alte Bauernhäuser in Niedersachsen sehen aus wie dieses im Museumshof Winsen an der Aller. Wie hier sieht man oft oben, am Giebel, besonders geformte Enden, die „Pferdeköpfe“.

Niedersachsen ist ein Bundesland im Nordwesten von Deutschland. Es ist nach Bayern das zweitgrößte Land und hat fast acht Millionen Einwohner. Die Hauptstadt ist Hannover, weitere große Städte sind Braunschweig, Oldenburg und Osnabrück. Bremen liegt zwar auch mitten in Niedersachsen, ist aber ein eigenes Bundesland.

Das Land Niedersachsen gibt es erst seit 1946. Der Name des Landes kommt von dem alten Germanenstamm der Sachsen, die hier im frühen Mittelalter lebten. Die sächsischen Herzöge waren damals bedeutende Herrscher, einige wurde sogar Könige und Kaiser. Später regierten die sächsischen Herrscher auch andere Gebiete weiter im Osten, wo heute die Bundesländer Sachsen und Sachsen-Anhalt liegen. Diese Gebiete nannte man damals „Obersachsen“, weil sie weiter „oben“ in den Bergen liegen. Und Niedersachsen war eben da, wo das Land eher flach und eben ist.

Auch heute noch besteht Niedersachsen überwiegend aus Flachland, vor allem in der Nähe der Nordsee. Im Südosten gibt es aber auch einige Mittelgebirge wie das Weserbergland und den Harz. Der höchste Berg des Landes ist der Wurmberg im Harz, er ist 971 Meter hoch.

Viele Menschen in Niedersachsen leben von der Landwirtschaft, vor allem von der Tierzucht. Ein großer Teil der Rinder, Schweine und Hühner, deren Fleisch wir in Deutschland Tag für Tag essen, kommt aus Niedersachsen. In manchen Gegenden gibt es viel mehr Tiere als Menschen. In den großen Städten gibt es aber auch viele Fabriken. Besonders bekannt ist zum Beispiel das Volkswagen-Werk in der Stadt Wolfsburg.