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Artus

Aus Klexikon - Das Freie Kinderlexikon
Version vom 16. Juli 2020, 15:55 Uhr von Ziko van Dijk (Diskussion | Beiträge)

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Artus oder Arthur heißt eine Figur aus den Sagen von Groß-Britannien. Angeblich war Artus ein Kriegsherr oder König der Kelten. Sie haben vor etwa 1500 Jahren gegen die Germanen gekämpft, die die Insel weiter erobern wollten.

Über Artus weiß man nicht viel. Man ist sich heute nicht einmal sicher, ob es ihn überhaupt gegeben hat. Die Sagen und Geschichten über ihn stammen aus einer viel späteren Zeit.

Heute kennt man vor allem die Geschichte, dass der junge Arthur vom Zauberer Merlin erzogen worden ist. Arthur kämpfte gegen viele Feinde und wurde ein mächtiger König, der 12 Ritter um einen runden Tisch versammelte.

Über welche Zeit erzählen die Sagen?

Artus, wenn es ihn gegeben hat, lebte in einer dunklen Zeit, über die man heute wenig weiß. Die Römer hatten das heutige England und Wales erobert. Um das Jahr 410 zogen die Römer sich zurück. Die Einwohner hatten eine keltisch-römische Kultur. Das Land war in mehrere Königreiche aufgeteilt.

Im Osten Englands siedelten damals schon Germanen, die aus Sachsen stammten. Damit meinte man ungefähr das Gebiet, das man heute Niedersachsen in Deutschland nennt. Die keltisch-römischen Briten nannten aber auch einfach alle Germanen Sachsen.

Nach der Römerzeit kamen weitere Germanen nach England. Dabei kämpften manche gegen die Briten, um Land zu erobern. Das sind die Kämpfe, um die es in der Sage um Artus geht.

Was sagten die Geschichten im Mittelalter?

Die ersten Geschichten über Artus stammen aus der Zeit, die wir heute das frühe Mittelalter nennen. Ein Beispiel ist ein Gedicht aus den Jahren nach 600. Man ist sich aber nicht sicher, wer genau mit dem Arthur in diesen Geschichten gemeint ist. Es könnte auch sein, dass jemand erst später den Namen eingefügt hat.

Diese Geschichten wurden in Wales geschrieben. Diese Gegend ist heute noch ein Landesteil von Großbritannien. Hier haben die Menschen noch lange eine keltische Sprache gesprochen.

Im Jahr 1138 schrieb Geoffrey von Monmouth in Wales über den Zauberer Merlin und Artus. Er machte aus Artus einen keltischen Helden, der gegen die Sachsen und andere Völker kämpfte. König Artus soll sogar andere Länder und Inseln wie Island erobert haben.

Die Geschichte wurde in Europa so beliebt, dass man weitere Geschichten über Artus oder seine Ritter geschrieben hat. Ein wichtiger Artusroman in Frankreich stammte von Chrétien de Troyes. In Deutschland schrieb Wolfram von Eschenbach einen Artusroman über Parzival und andere Ritter von Artus. In dieser Geschichte sucht Parzival den Heiligen Gral, ein Gefäß, das angeblich aus der Zeit von Jesus Christus stammt.

Welche Geschichte ist heute am bekanntesten?